Sonnenstrom wird billiger

Das Pokern um die Photovoltaik-Einspeisevergütung beginnt

Anfang Dezember kündigte der neue Bundesumweltminister Norbert Röttgen programmatisch an, die Vergütung je kWh Strom für neue Solarstromanlagen zusätzlich zu den EEG-Sätzen abzusenken. Dabei war schon unter der großen Koalition im Erneuerbare-Energien-Gesetz eine Absenkung von 8 bis 10 % für Neuanlagen ab 2010 ausgehandelt worden. Als Grund für seinen Wunsch nach noch weniger ct/kWh für Anlagenbetreiber nennt Röttgen: Die Marktentwicklung der Gestehungskosten für Solaranlagen habe zu einer "klaren Überförderung" geführt.

Jetzt wird es ernst mit der Absenkung. Für den 13. Januar plant das Bundesumweltministerium erste Gespräche mit der Solarwirtschaft. Nach Befürchtungen, die Vergütung könnte 2010 um bis zu 30% sinken, bietet der Bundesverband Solarwirtschaft laut Taz für den Einstieg in die erste Verhandlungsrunde an, die Vergütung zum 1. Juli um zusätzlich fünf Prozent gegenüber den aktuellen EEG-Sätzen zu kürzen. In der Summe entspräche dieser Verhandlungseinstieg in etwa den tatsächlichen Preissenkungen des vergangenen Jahres. Denn fertig montierte Solarstrom-Dachanlagen unter 100 KW verbilligten sich 2009 von durchschnittlich 4000 Euro im 1. Quartal auf 3.135 Euro je kW Nennleistung im 3. Quartal. Grund für die immer günstigeren Anlagenpreise soll der Ausbau der weltweiten Fertigungskapazitäten und ein Überangebot nach Zusammenbruch des spanischen Solar-Marktes sein.

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Bild: Bundesverband Solarwirtschaft