Fernsehverbot für Kleinkinder

Unter zwei Jahren sollten Kleinkinder weder Fernsehen noch elektronische Medien benutzen.

Politiker und "Experten" meinen es oft gut mit den Menschen. Obgleich es gar nicht so sicher erscheint, dass dickere Menschen ein höheres Krankheitsrisiko haben, wollen die politisch Verantwortlichen ihre Wähler schützen und fördern Programme, die das Dick- und Fettwerden verhindern sollen.

Das ist in Australien auch nicht anders, weswegen vermutlich in die Anti-Fett-Kampagne der Regierung die Vorschläge aus dem Royal Children's Hospital in Melbourne Eingang finden werden. In den Richtlinien für gesunde Ernährung und körperliche Ertüchtigung in der Kindheit heißt es, dass nach neuen Forschungserkenntnissen Kleinkinder unter zwei Jahren weder Fernsehen noch anderen elektronische Medien (DVDs, Computer oder Videogames) ausgesetzt sein sollten. Das Sitzen vor den Bildschirmen könne die sprachliche Entwicklung und die Aufmerksamkeit der Kinder beeinträchtigen, überhaupt werde dadurch die Zeit für aktives Spielen und soziale Kontakte reduziert. Im Alter zwischen 2 und 5 Jahren sollten die Kinder täglich maximal eine Stunde fernsehen, ab einem Jahr sollten Kinder mindestens 3 Stunden "aktiv" sein.

In Wirklichkeit werden die Kleinkinder aber schon gerne vor dem Fernseher abgestellt. In Australien sollen vier Monate alte Kinder bereits durchschnittlich 44 Minuten am Tag in die Glotze schauen. Die Unter-Vier-Jährigen verbringen bereits 3 Stunden am Tag vor der Glotze. Fernsehen werde als Babysitter benutzt. Eltern suchen nach Ruhe. Ähnlich wird es Gesellschaften ergehen. Die Medien werden auch hier Beruhigungsmittel dienen.