2000 MW für China

Volksrepublik will jetzt auch bei Solarkraftwerken klotzen

Die US-Firma eSolar wird nach einem Bericht der Bismarck Tribune Anlagen für mehrere solarthermische Kraftwerke nach China verkaufen. In einem solchen Kraftwerk wird die Sonnenenergie mit Spiegeln konzentriert, sodass ein Medium erhitzt wird. Das kann ein spezielles Öl oder auch ein flüssiges Salz sein. Die Spiegel sind entweder Parabolrinnen, wie sie in der kalifornischen Mojave Wüste schon seit den 1980er Jahren zur Anwendung kommen. Oder es werden Dutzende von nachführbaren planen Spiegeln verwendet, die einen gemeinsamen Brennpunkt haben, der sich meist auf einem speziellen Turm befindet. eSolar betreibt in Kalifornien die erste entsprechende Anlage der USA. In Spanien stehen ähnliche Anlagen bereits seit längerem.

Mit dem Wärmemedium wird in den Kraftwerken Wasser erhitzt, mit dessen Dampf dann wie in einem herkömmlichen Kraftwerk eine Turbine angetrieben wird. Anders als die Fotovoltaik oder die Windenergie haben diese Kraftwerkstypen die Möglichkeit einen Teil der gewonnen Wärmeenergie für einige Stunden zu speichern, sodass Strom auch noch nach Sonnenuntergang produziert werden kann.

Nach Angaben der Los Angeles Times wurde am Freitag ein Vertrag unterschrieben. Demnach wird eSolar Ausrüstung und Informationen im Wert von fünf Milliarden US-Dollar an China Shandong Penglai Electric Power Equipment Manufacturing Co. liefern. Mit diesen sollen in den nächsten zehn Jahre verschiedene Kraftwerken gebaut, die eine Gesamtleistung von 2000 Megawatt haben werden. Der größere Teil der Anlagen wird von dem US-Unternehmen in China gefertigt.

Damit wäre die Volksrepublik wieder einmal dabei, ihre Planziele über den Haufen zu werfen. Noch vor einem knappen Jahr hieß das offiziell aus gegebene Soll 150 MW bis 2015. Das dürfte nun bei weitem überboten werden. Gleichzeitig kommt auch der Ausbau der Windenergienutzung und der Fotovoltaik rasch voran, wobei letztere in China noch in den Kinderschuhen steckt.