wirco schrieb am 02.09.2022 19:45:
Überhaupt. Welcher Kontext besteht zwischen „Versprechen“ und „Wahrheit“ allenfalls zwischen
„Versprechen“ und „Erfüllung“
Und der Kontext zwischen
„Versprechen“, „Offenheit“ und „Klarheit“ ? dann allenfalls „Versprechen“ im Kontext mit „ehrlich und zuverlässig“
Dass du es nicht verstehst, liegt daran, dass du den Kontext weglässt, und damit unfreiwillig sämtlichen Factcheckern Recht gibst.
Der Kontext ist die Frage, ob man so tun soll als ob der ganze Krieg in ein paar Monaten vorbei wäre und sich die Sanktionen damit erübrigen (konkret: bis zum Winter), oder ob man von vornherein transparent gegenüber der Öffentlichkeit kommunizieren soll, dass es sich auch um einen längeren zeitlichen Horizont, etwa zwei Jahre, handeln könnte.
Telepolis-Übersetzung:
> ... ich würde [Kuleba's Satz] nicht zustimmen: Dass wir nicht darüber reden sollten, dass dieser Krieg vielleicht noch länger andauern könnte.
O-Ton:
> I would disagree on one sentence you said, of saying we shouldn't talk about maybe this war should go on for a longer time
Und der Rest ist ein Plädoyer für eine konsequente Außenpolitik bezüglich der Ukraine, die sich nicht nur an der eigenen Popularität und der Popularität der Maßnahmen orientiert (wie es diverse autoritäre und populistische Regierungen gerne tun: Wenn's in der Innenpolitik nicht so läuft, machen wir eben 'nen kleinen Krieg, um den Blick der Bevölkerung auf etwas anderes zu lenken - unter anderem z.B. der Aggressor in dem Krieg um den es hier geht.)
Anschließend plädiert sie dafür, lieber soziale Ausgleichsmaßnahmen einzuführen anstatt die Sanktionen voreilig aufzuheben ohne die Auswirkungen auf die Ukraine zu berücksichtigen.
Wenn man einen Psychologen zu Rate ziehen würde, kommt der wohl zu dem Schluss mangelnder Strukturierungsfähigkeit und erheblicher Selbstüberschätzung. Wie kann Frau Ministerin verbindliche Zusagen für die Ukraine abgeben, ohne entsprechender verbindlicher bilateraler Vereinbarungen.
Hier der inoffizielle Teil dieser Unterhaltung.
To be honest, it's nonsense that I'm telling the German people. You know, it's more important for me to be in the spotlight on stage. And don't forget, I don't have to pay the bill
Und was würde ein Psychologe angesichts deines imaginären "inoffiziellen Teils der Unterhaltung" sagen?