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  • 2017CP

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Blaupausen und der Prophet im eigenen Lande

Deutschland und China, werden immer verbunden sein. Deutschland hat die Basis des Chinesischen Wiederaufstiegs gelegt. Seine abgeschriebenen Hochöfen, Produktionslinien für diverse Produkte, der Beginn der modernen chinesischen Automobilindustrie mit der Produktion des Santana Anfang der 80er in Shanghai, deutsche Hochgeschwindigkeitszüge und Metros, Siemenstechnik in unzähligen Kraftwerken, von deutschen Architekten entworfene Städte, die Kopien der deutschen Autobahn, Kopien von eutschen Gesetzen in diversen Bereichen, Industriestandards - all dies waren die Zutaten des chinesischen Aufstiegs.

Das wesentliche aber war das Rezept, das der, von den Chinesen, als Jahrhundert-Genie vereehrte Marx geliefert hat. Darauf können wir zurecht stolz sein.

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    • 2017CP

    mehr als 1000 Beiträge seit 19.12.2010

    Lenins Lächeln

    Antwort auf Blaupausen und der Prophet im eigenen Lande von 2017CP.

    Wir haben ihnen das Wort geschenkt und den Strick verkauft. 🤣🤣🤣🤣🤣🤣

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  • Avatar von cyclist01
    • cyclist01

    mehr als 1000 Beiträge seit 22.07.2011

    Antwort auf Blaupausen und der Prophet im eigenen Lande von 2017CP.

    2017CP schrieb am 09.07.2021 18:14:

    Das wesentliche aber war das Rezept, das der, von den Chinesen, als Jahrhundert-Genie vereehrte Marx geliefert hat.

    Die Kollegen aus China haben zwar den ganzen Marx vor kurzem neu übersetzt, aber habe ich bisher weder gehört, dass da in China interessante Gedanken zu grundlegenden Problemen der derzeitigen (Spät-) Phase des Kapitalismus gekommen wären, noch dass da revolutionäre Schritte in Bezug auf Eigentum unternommen wurden, Mao mal aussen vor.

    Die derzeitige diktatorisch gutmeinende Politik könnte auch schlicht auf ethischen Grundsätzen der fernöstlichen Philosophietradition aufgebaut sein, Marx braucht es dazu nicht.

    Was ich glaube, ist aber das man von Marx zumindest genau gelernt hat, wie Kapitalismus funktioniert.
    Haben die im Westen aber auch.

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    • cyclist01

    mehr als 1000 Beiträge seit 22.07.2011

    Antwort auf Blaupausen und der Prophet im eigenen Lande von 2017CP.

    Die Kernidee hinter chinesischen Politik der letzen 30 besteht ja offenbar in dem Versuch, den Westen mit den eigenen Waffen zu schlagen und danach mal sehen, wie es weitergeht.

    Das dürfte aus zweierlei Gründen nicht funktionieren, das Kapital des Westen ist im Zweifel oder am Abgrund derarz skrupellos, das man wohl eher die Welt in Brand setzen würde, auf dieses allerniedrigste Niveau will sich China bestimmt nicht begeben, wie einst die SU.

    Andererseits, vorrausgesetzt man ist in 20 Jahren tatsächlich und ohne Krieg in einer durch und durch kapitalistisch ökonomisch unschlagbar starken Position, wie will man den dem System Kapitalismus innewohnenden Logiken widerstehen, ohne selbst Getriebene des Systems zu sein, man siehe SPD?

    Ist es nicht, dass die KP völlig neue systemische Konzepte bräuchte - und zwar bald, die weltweit dermassen überzeugen, dass im Westen die Leute ihre Oligarchen zum Teufel jagen?

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    • 2017CP

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    Kater und Katerinnen

    Antwort auf Re: Blaupausen und der Prophet im eigenen Lande von cyclist01.

    Chinesische Unternehmer investieren mit Geld von Staatsbanken.
    Sie produzieren oft Zulieferteile für große Staatbetriebe.
    In Bereichen wo man gut Geld verdienen kann, treten "plötzlich" Staatsbetriebe, mit viel Kapital im Hintergrund, als Konkurrenten auf. Sie ziehen Umweltstandards und Löhne nach oben, disziplinieren damit Privatunternehmen und sorgen für die Geschäftsaufgabe der schlechtesten in der jeweiligen Vergleichsgruppe. Die Entwicklungsfähigen investieren in die geforderten Standards mit Geld von ;) Staatsbanken.
    Jedes Unternehmen einer gewissen Größe hat die Partei im Pelz.
    Privatunternehmen die Exportieren wollen, brauchen eine Lizenz zur Ausfuhr und gegebenenfalls auch zur Einfuhr von ausländischen Rohstoffen und Halbzeugen.
    Die meisten chinesischen Unternehmer mögen sich im Vergleich zu ihren Arbeitern und Arbeiterinnen für Drachen halten, realistisch betrachtet sind sie domestizierte Kater und Katerinnen.
    Je größer ein Privatunternehmen, umso größer auch seine sozialen Verpflichtungen. Fängt bei der Kantine an und endet noch nicht bei firmeneigenen Parks für Mitarbeiter, Wohnheimen und Apartments.
    Das Sozialpunktesystem ist (auch) der Versuch Sozialstatus jenseits von monetären Einkommen abzubilden.

    Jedem nach seinen Fähigkeiten und jedem Nach seinen Bedürfnissen, ist das freilich noch nicht. Aber im Moment ist China das praktische Benchmark der Linken.
    Den Leuten geht es besser als in Venezuela, Nicaragua und weiten Teilen der USA.

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  • Avatar von c.renée
    • c.renée

    mehr als 1000 Beiträge seit 29.03.2011

    Antwort auf Kater und Katerinnen von 2017CP.

    Bei allem, was kritikwürdig sein könnte, man sollte nicht aus den Augen verlieren wie die VRC 1949 gestartet ist. Um einigermaßen aus dem Pudding zu kommen konnte das auf Dauer doch gar nicht mit einem astreinen Sozialismus funktionieren.Ohne die Politik seit Ende der 70er wäre es heute möglicherweise ein >2 Milliarden Staat auf dem Level von Indien oder schlimmer.

    Ich bin mal gespannt, ob da was draus wird mit dem Plan, den Sozialismus zu entwickeln.

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  • Avatar von blu_frisbee
    • blu_frisbee

    mehr als 1000 Beiträge seit 12.09.2002

    Antwort auf Re: Blaupausen und der Prophet im eigenen Lande von cyclist01.

    cyclist01 schrieb am 09.07.2021 19:20:

    Was ich glaube, ist aber das man von Marx zumindest genau gelernt hat, wie Kapitalismus funktioniert.
    Haben die im Westen aber auch.

    Hmm.
    Finanzblasenkapitalismus generiert in immer kürzeren Abständen immer größere Blasen.
    Wieso überhaupt?
    Weil das viele überschüssige Geld in der Realwirtschaft keine profitable Anlage mehr findet. (Auch, weil keine Kaufkraft für die Waren).
    https://youtu.be/cI2Oniil5zw?t=4135

    Ob die KPC wirklich gelernt hat weiß ich nicht. Millionenstädte in die Pampa stellen ist Baukeynesianismus. Immerhin haben sie Jack Ma seine Schattenbank verboten.
    Die Amis hatten dagegen mit ihrer Buchstabensuppe weltweit Banken vergiftet.
    https://www.youtube.com/watch?v=3BckN5_Coek&list=PLPJpiw1WYdTPmOmC2i3hR4_aR7omqhaCj

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  • Avatar von blu_frisbee
    • blu_frisbee

    mehr als 1000 Beiträge seit 12.09.2002

    Re: Foxcon?

    Antwort auf Kater und Katerinnen von 2017CP.

    2017CP schrieb am 09.07.2021 20:38:

    Je größer ein Privatunternehmen, umso größer auch seine sozialen Verpflichtungen. Fängt bei der Kantine an und endet noch nicht bei firmeneigenen Parks für Mitarbeiter, Wohnheimen und Apartments.

    Das wüßt ich gern von Foxcon.
    In kapitalistischen Staaten is der Reichtum des Landes die Armut seiner Arbeiter.

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