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Avatar von Tschurkin
  • Tschurkin

mehr als 1000 Beiträge seit 10.05.2014

Antichinesische Strategien

Betrachtet man die gegenwärtige Weltwirtschaftsordnung, die ökonomische Situation ganzer Kontinente, so sollte klar sein, dass China wenig dazu beigetragen hat. China war sehr lange Zeit nicht international aktiv. Der europäische und später amerikanische Kolonialismus und Imperialismus hat die Welt so gestaltet, wie wir sie heute vorfinden. Die Afrikaner hatten wenig Positives davon, seit Jahrhunderten wurden sie behandelt wie der letzte Dreck, sie wurden als Sklaven verschleppt, misshandelt, es fanden Genozide statt. Es gab keinerlei Massnahmen, infrastruktureller oder sonstiger Art, das Leben und Überleben dort positiv zu beeinflussen. Nun ist China auf den Plan getreten und hat verschiedene Staaten in das Seidenstrassenprojekt integriert. China hat das nicht mit Kanonenbooten und militärischen Einsätzen gemacht, es hat Verträge abgeschlossen. Das ist aus Sicht der westlichen Staaten der größte Affront überhaupt. Plötzlich erfolgt eine Art Umdenken:

https://www.nzz.ch/international/g-7-staaten-lancieren-gegenprojekt-zu-chinas-seidenstrasse-doch-der-brexit-streit-schwelt-weiter-ld.1630116

Jahrhundertelang interessierte das Wohl der Menschen in Afrika niemanden, wenn sich ein paar unter Einsatz ihres Lebens auf irgendwelchen Nussschalen Richtung Europa in Bewegung gesetzt haben, so wurde keine Massnahme, die Ankunft zu verhindern, ausgelassen. Nun, seit China hier massgebliche Veränderungen bewirkt, sieht man sich plötzlich verpflichtet, den Einfluss Chinas zu torpedieren:

"Die Staats- und Regierungschefs der sieben grössten westlichen Industrienationen (G-7) einigten sich auf eine neue Infrastruktur-Initiative, um dem wachsenden Einfluss Chinas in der Welt Einhalt zu gebieten."

Schön, dass es hier nochmal ausdrücklich festgehalten wurde. Es geht nicht um die Menschen dort vor Ort, es geht nicht darum, ihnen ein besseres Leben zu ermöglichen, es geht einzig und allein darum, China zu schaden.

Neben dem Gegenprojekt zur Seidenstrasse gibt es natürlich noch weitere Massnahmen, den Einfluss Chinas zu hemmen. Die Bayern ist schon auf dem Weg:

https://www.sueddeutsche.de/politik/bundeswehr-china-suedchinesisches-meer-indopazifik-1.5225101

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  • Avatar von venice12
    • venice12

    mehr als 1000 Beiträge seit 20.09.2015

    Antwort auf Antichinesische Strategien von Tschurkin.

    ""Die Staats- und Regierungschefs der sieben grössten westlichen Industrienationen (G-7) einigten sich auf eine neue Infrastruktur-Initiative...."

    Wenn man sich das Gezacker um die Rückgabe der in Jahthunderten gestohlenen Kunstobjekte anschaut, von evtl. Reparationszahlungen ganz zu schweigen - und da spielen sich die ehedem Diebe, Mörder und Sklavenhändler als bessere Wohltäter auf als andere.

    Die Menschen in Afrika können es sicher gar nicht erwarten, die Segnungen westlicher "Initiativen" mit denen Chinas zu vergleichen.

    Jede Wette, daß sie dazu wenig Gelegenheit haben werden.

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  • Avatar von c.renée
    • c.renée

    mehr als 1000 Beiträge seit 29.03.2011

    Antwort auf Re: Antichinesische Strategien von venice12.

    Wär ja noch schöner, wenn die Chinesen die Fluchtursachen beseitigen. Das kann der Wertewesten nicht zulassen.

    Passt auch gut, dass die Taliban China als willkommenen Freund bezeichnen.

    ;-)

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  • Avatar von 2017CP
    • 2017CP

    mehr als 1000 Beiträge seit 19.12.2010

    "Wir können den Kampf gewinnen)*

    Antwort auf Re: Antichinesische Strategien von venice12.

    Die Initiative des Westens ist eine Luftnummer. Bidden ist Fühstücksdirektor einer Werbeagentur ohne angeschlossene Fabrik. Er kann nichts liefern. Das wissen alle. Er bereitet den eigenen Laden auf die Kapitulation und Übernahme vor.

    *macht euch mit dem Gedanken vertraut, dass wir keine Chance haben und dreht dabei nicht durch.

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  • Avatar von c.renée
    • c.renée

    mehr als 1000 Beiträge seit 29.03.2011

    Antwort auf "Wir können den Kampf gewinnen)* von 2017CP.

    Warum durchdrehen? Wessen Chancen?

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  • Avatar von 2017CP
    • 2017CP

    mehr als 1000 Beiträge seit 19.12.2010

    Antwort auf Re: "Wir können den Kampf gewinnen)* von c.renée.

    Schau mal was hier im Forum abgeht, allein dadurch dass man den Elefanten im Raum wahrnehmen muss. Unsere Panikforenten brauchen etwas Zeit, um sich an den Gedanken zu gewöhnen das der derzeitige Herr abdankt.

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  • Avatar von 2017CP
    • 2017CP

    mehr als 1000 Beiträge seit 19.12.2010

    Antwort auf Re: "Wir können den Kampf gewinnen)* von c.renée.

    *sinngemäß sagte dies Bidden vor und auf dem letzte G7 Gipfel in anbetracht der systemischen Herausforderung durch China.

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  • Avatar von c.renée
    • c.renée

    mehr als 1000 Beiträge seit 29.03.2011

    Antwort auf Re: "Wir können den Kampf gewinnen)* von 2017CP.

    Klar, der und einige andere laufen mit vollen Buxen herum, das Pfeifen im Wald von denen wird immer lauter. Kann mich kleines Würstchen aber kaum betreffen, unsereins muss vor allem seine Ketten loswerden.

    Ich amüsiere mich derweil über Meldungen, dass China anscheinend in Afghanistan über 60 Milliarden $ in den Wiederaufbau/B&R stecken will. Das wird unsere Freunde in Transatlantistan sicher auf die Palme treiben. Iran organisiert derweil Gespräche zwischen Taliban und afghanischer "Regierung". In Moskau hatten sich auch schon welche getroffen, weiß grad nicht, wer genau, afair Karzai oder wie der heißt und noch ein paar weitere. Den wertewestlichen Großmäulern schwimmen gerade ein paar Pelzchen davon, evtl. werden sie mit ihren Eskapaden auf einen schwereren Stand zurückgeworfen als den, welche sie vor diesen Kriegsabenteuern hatten. Das Theater, welches sie in Haiti veranstaltet haben, wird ihnen auch nicht lange helfen. Bin mal gespannt, ob sie Peru in Ruhe lassen.

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  • Avatar von Bernd Paysan
    • Bernd Paysan

    mehr als 1000 Beiträge seit 11.01.2000

    Antwort auf Re: Antichinesische Strategien von venice12.

    venice12 schrieb am 09.07.2021 17:11:

    Die Menschen in Afrika können es sicher gar nicht erwarten, die Segnungen westlicher "Initiativen" mit denen Chinas zu vergleichen.

    Jede Wette, daß sie dazu wenig Gelegenheit haben werden.

    Ich denke, dass die westlichen Initiativen mit irgendwelchen Erpressermethoden kommen, etwa den IFW-Krediten, die die Länder in Schuldknechtschaft gebracht haben. Diese Erpresser-Methoden sind übrigens auch ein wesentlicher Punkt, warum diese Länder sich lieber auf China einlassen: Das sind dort zwar auch Kredite, aber ohne Strings Attached. Die muss man nur zurückzahlen, man muss nicht auch noch seine Alten verhungern und seine Kranken sterben lassen.

    Das Posting wurde vom Benutzer editiert (17.07.2021 22:13).

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