Betrachtet man die gegenwärtige Weltwirtschaftsordnung, die ökonomische Situation ganzer Kontinente, so sollte klar sein, dass China wenig dazu beigetragen hat. China war sehr lange Zeit nicht international aktiv. Der europäische und später amerikanische Kolonialismus und Imperialismus hat die Welt so gestaltet, wie wir sie heute vorfinden. Die Afrikaner hatten wenig Positives davon, seit Jahrhunderten wurden sie behandelt wie der letzte Dreck, sie wurden als Sklaven verschleppt, misshandelt, es fanden Genozide statt. Es gab keinerlei Massnahmen, infrastruktureller oder sonstiger Art, das Leben und Überleben dort positiv zu beeinflussen. Nun ist China auf den Plan getreten und hat verschiedene Staaten in das Seidenstrassenprojekt integriert. China hat das nicht mit Kanonenbooten und militärischen Einsätzen gemacht, es hat Verträge abgeschlossen. Das ist aus Sicht der westlichen Staaten der größte Affront überhaupt. Plötzlich erfolgt eine Art Umdenken:
https://www.nzz.ch/international/g-7-staaten-lancieren-gegenprojekt-zu-chinas-seidenstrasse-doch-der-brexit-streit-schwelt-weiter-ld.1630116
Jahrhundertelang interessierte das Wohl der Menschen in Afrika niemanden, wenn sich ein paar unter Einsatz ihres Lebens auf irgendwelchen Nussschalen Richtung Europa in Bewegung gesetzt haben, so wurde keine Massnahme, die Ankunft zu verhindern, ausgelassen. Nun, seit China hier massgebliche Veränderungen bewirkt, sieht man sich plötzlich verpflichtet, den Einfluss Chinas zu torpedieren:
"Die Staats- und Regierungschefs der sieben grössten westlichen Industrienationen (G-7) einigten sich auf eine neue Infrastruktur-Initiative, um dem wachsenden Einfluss Chinas in der Welt Einhalt zu gebieten."
Schön, dass es hier nochmal ausdrücklich festgehalten wurde. Es geht nicht um die Menschen dort vor Ort, es geht nicht darum, ihnen ein besseres Leben zu ermöglichen, es geht einzig und allein darum, China zu schaden.
Neben dem Gegenprojekt zur Seidenstrasse gibt es natürlich noch weitere Massnahmen, den Einfluss Chinas zu hemmen. Die Bayern ist schon auf dem Weg:
https://www.sueddeutsche.de/politik/bundeswehr-china-suedchinesisches-meer-indopazifik-1.5225101