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  • Exilholsteiner

mehr als 1000 Beiträge seit 02.03.2015

Nicht die Tweets von 2015 sind das Problem

Mit den Tweets von Heinrich aus dem Jahr 2015 habe ich eher weniger ein Problem. Weitaus schlimmer finde ich die Verteidigung von Heinrich durch das grüne Establishment sowie Äußerungen von Heinrich aus dem Jahr 2019, als sie schon volljährig und am Beginn ihrer Parteikarriere war.

https://www.nzz.ch/meinung/der-andere-blick/der-fall-heinrich-lehrstueck-gruener-doppelmoral-ld.1649871

Da wären zunächst einmal die Gegenangriffe der stellvertretenden grünen Bundesvorsitzenden Lang und vom grünen Platzhirsch Cem Özdemir sowie Heinrichs eigene Verteidigung. Es ist geradezu unverschämt, Heinrichs Kritiker mal eben unterschwellig Rassistmus zu attestieren wie Heinrich es mit ihrer Bemerkung von der Angst vor einer "jungen schwarzen Frau" macht. Es ist noch unverschämter, wie Lang und Özdemir Heinrichs Kritiker pauschal zu Sexisten und die "Täterin" von 2015 zum Opfer zu machen. Wobei ich, wie gesagt, die eigentliche Tat für nicht so schlimm halte, zum einen weil es eine Reaktion auf einen nazistischen Ausfall eines anderen Twitterers war und weil ich Menschen mit 14, also mitten in der Pubertät, generell nur für eingeschränkt zurechnungsfähig halte.

Viel schlimmer als die Tweets von 2019 finde ich, dass Heinrich in einem Radiointerview von 2019 von einer «ekligen weißen Mehrheitsgesellschaft», die «rassistisch durchzogen» sei, gesprochen hat. Es ist wohl eher angebracht, Vertretern einer grünen Identitätspolitik, die Menschen allein wegen ihrer Hautfarbe und ihres Geschlechts abqualifizieren ("alte weiße Männer"), rassistische Denkmuster vorzuhalten. Allein der Gebrauch der Wendung "alte weiße Männer" zeugt in meinen Augen nämlich sowohl von rassistischen als auch von sexistischen Denkmustern.

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