Nehmen wir an, man hätte eine Wirtschaftsleitung X. Und zu wenig Toiletten. Dann kann man mehr Toiletten bauen - also mehr Produktion, und wenn die dafür nötige Energie aus fossilen Brennstoffen gewonnen wird, auch mehr CO2.
So weit stimmt es.
Was aber nicht stimmt ist der Umkehrschluss, den Kisin nahelegt: das die Klimaaktivisten den armen Leuten den Wohlstand verweigern wollen.
Die sind nicht arm, weil nicht genügend Wirtschaftsleistung vorhanden ist. Und sie werden auch nicht in dem Maße reicher, wie die Wirtschaftsleistung steigt, weil Wachstum im Kapitalismus stattfinden um Eigentum zu mehren, und nicht um armen Leuten zu Wohlstand zu verhelfen.
Zum Klimawandel: der ist definitiv durch die CO2 Emissionen aus der industriellen Produktion und den dafür verfeuerten fossilen Brennstoffen initiiert. Hinzukommt ein stetig ansteigender Teil aus "natürlichen" Prozessen (abnehmender Albedo Effekt, auftauende Permafrostböden, Abschmelzen der Eisschichten in wärmere Luftschichten). Das alles ist gut erforscht und auch für Laien verständlich aufbereitet. (schon 1978 von Hoimar von Dittfurt im rahmen der Sendung Querschnitt: https://www.youtube.com/watch?v=F2K-wnCuntg)