Frank Hausmeister schrieb am 28.01.2023 12:00:
kann nicht sein schrieb am 28.01.2023 09:48:
Das fängt mit einer Gleichsetzung von in Geld gemessenem Wirtschaftswachstum mit "Wohlstand" an. Als wäre nicht gerade am Beispiel Russlands bekannt, dass es dort extrem reiche Menschen gibt, die sich Fußballklubs.......Das Argument, "man" könne es den armen Menschen in Lateinamerika, Afrika oder Asien nicht verwehren einen ähnlich hohen Lebensstandard zu genießen, wie "wir" hierzulande, ist an Ignoranz kaum zu überbieten. Man kann, und macht das seit Anbeginn der Menschheit.
Dein Argument gegen das Argument einer zukünftig anderen, besseren Umverteilung von (materiellem) Wohlstand soll also sein, dass dieser ja schon immer ungleich verteilt war und das sowieso auf anderer Ebene entschieden wird?
Nein, das hast du falsch verstanden. Dass es in Russland Menschen gibt, die nur über eine Aussentoilette verfügen liegt nicht daran, dass es insgesamt zu wenig Reichtum dort gibt, sondern daran, dass der nicht für den Konsum dieser Leute hergestellt wird.
CO2 wird übrigens auch schon ziemlich lange und zunehmend ausgestoßen. Und entschieden wird das auch nicht vom dummen Volk selbst. Damit hätte sich ja jede weitere Debatte erübrigt :-)
CO2 wird ja vorzugsweise bei der Verbrennung fossiler Energieträger freigesetzt. Dieselbe Energiemenge (die es für die Produktion von Toiletten braucht), lässt sich mit mehr oder weniger CO2 Ausstoß herstellen - es hängt von der verwendeten Technologie der Energieerzeugung ab.Aktuell wird ja deutlich mehr CO2 in D ausgestoßen, ohne dass deswegen ein einziges KW mehr Energie erzeugt wird. Wer aus politischen Gründen Braunkohle statt russischem Erdgas verfeuert, produziert mehr CO2, aber nicht mehr Energie.
Das ist kein Argument gegen den Beitrag des Satirikers, sondern eine Aufzählung von Fakten, denen er wohl nicht widersprechen würde.
Anders gesagt, man könnte reichlich Innentoiletten bauen, wenn man auf die eine oder Yacht verzichten würde - ohne das ein einziges weiteres CO2 Molekül dafür notwendig wäre.
Noch anders gesagt, man könnte reichlich Innentoiletten bauen ohne auf eine einzige Yacht zu verzichten, wenn man den Wohlstand gerechter verteilen würde und unserer Werte-Erzeugungssystem nicht darauf basieren würde, dass man sich nur die vielen Yachten leisten kann, wenn gleichzeitig anderswo an Innentoiletten gespart (gekürzt) wird.
So ist es. Man könnte mit viel weniger Emissionen viel mehr sachlichen Reichtum produzieren.
Eines hat der Satiriker übrigens komplett außen vorgelassen: Es ist mitnichten in Stein gemeiselt, dass mehr CO2-lastig erzeugte Innentoiletten in Entwicklungs- bzw. Schwellenländern zur Klima-Apokalypse führen. Seit Corona sollte eigentlich einigen ein Licht aufgegangen sein, dass Modellierungen in erster Linie geistigen Ergüssen geschuldet sind und nicht etwa 1:1 die Wirklichkeit widerspiegeln.
Nun sind es ja nicht nur Rechenkunststücke und "Modellierungen" für eine ferne Zukunft, sondern durch Messungen belegte Theorien. Und in der Wissenschaft gilt das als starker Beweis dafür, dass die Theorie der Realität recht nahekommt, wenn man Vorhersagen treffen kann, die dann auch eintreten. Wenn sich die Klimawissenschaft geirrt hat, dann in der Hinsicht, dass die Kipppunkte doch früher eintreten, als man angenommen und berechnet hatte.
Die Gletscher schmelzen, das Polareis wird dünn und brüchig, die Meerestemperaturen steigen. Und das alles stärker, als man angenommen hatte.