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Avatar von 2017CP
  • 2017CP

mehr als 1000 Beiträge seit 19.12.2010

Scheinproblem Frauenmangel

Leider hat es Herr Pomrehn geschafft hier zwei recht unterirdische Chinabeiträge an einem Tag unterzubringen. Das ist insbesondere Schade, weil er sich angenehm von den meisten Schreiberlingen abhebt, die zunehmend vor allem Ressentiments bedienen und hetzen.

Zum Thema, auch wenn viele hier im Forum das Thema Männerüberschuss nutzen, um ihren Ängsten und ihrer Fremdenfeindlichkeit etwas Auslauf zu geben, ist dieser für die abnehmende Geburtenrate weder in China noch in Deutschland verantwortlich.

Tatsächlich können es sich große Teile der jüngeren Menschen in China nicht leisten Kinder zu kriegen. Es fehlt schlicht an Einkommen, um diese vernünftig großzuziehen. Auf der einen Seite ziehen die Eltern, die in China deutlich früher in Rente gehen an dieser Generation. Die niedrigen Renten in Verbindung mit der schnellen Konsumentwicklung führen faktisch dazu, dass viele Eltern regelmäßig Geld von ihren Kindern erwarten und es teilweise auch nötig haben. Dann fordern die Unternehmen in guten Zeiten Überstunden ohne Ende, da kommt bei der Familienplanung auch keine rechte Freude auf. Und natürlich will diese Generation auch ein bisschen was erleben: Smartphone, Reisen, Disneyland, gut Essen und schicke Kleidung. Da reden wir noch nicht über den Wunsch nach Auto und Wohnung den die Mittelklasse auch noch hat. Für Kinder haben die weder Zeit noch Geld.

Die Regierung hat mit dem Verbot von Privatschulen und Privatlehrern ein bisschen den finanziellen Druck raus genommen. Aber um wirklich ein familienfreundliches Klima zu erzeugen, werden die noch viel mehr tun müssen.

Investitionen in öffentliche Schulen (Anzahl und Qualität der Lehrer).
Kindergeld, Mutterschutz, am besten ein bezahltes Babyjahr, weniger karrierebedingte, familienfeindliche Versetzungen, insbesondere der jungen Väter.

Diese Art von kleinen Anpassungen hat die Regierung bisher immer ganz gut hinbekommen. Auch daran werden sie nicht untergehen.
Mal schauen wie sie sich im Vergleich zur deutschen Regierung in den kommenden 10 Jahren schlagen.

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  • Avatar von Hermes335
    • Hermes335

    mehr als 1000 Beiträge seit 07.06.2002

    Antwort auf Scheinproblem Frauenmangel von 2017CP.

    Die Anmerkungen bezüglich China mögen ja durchaus stimmen, allerdings ist Frauenmangel in Anbetracht des Verhältnisses bei den Geschlechtern im entsprechenden Alter nun mal Mathematik und somit ist Frauenmangel nicht nur in China belegt.
    Und mit Fremdenfeindlichkeit hat das nicht das geringste zu tun, wenn man nicht besonders erbaut ist, wenn in permanentem Strom Männer ins Land strömen. Wären das nämlich Frauen, würde sich niemand hier darüber Gedanken machen.... außer vielleicht bei den "Grün*Innen" :-D

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  • Avatar von 2017CP
    • 2017CP

    mehr als 1000 Beiträge seit 19.12.2010

    Flüchtlinge sind der Preis der politischen Dummheit der deutschen Wähler

    Antwort auf Re: Scheinproblem Frauenmangel von Hermes335.

    Mag sein, daß Frauenmangel ein Problem für die übrig gebliebenen Männer ist und auch für die Stabilität einer Gesellschaft. Dem wäre entgegen zuhalten, daß in Europa und Deutschland vor noch gar nicht so langer Zeit keinesfalls alle eine Familie gründen und sich Fortpflanzung konnten. Das ist, was gerade in China passiert.

    Für die Geburtenrate eines Landes spielt eine Diskrepanz von 2 bis 5 % zwischen Frauen und Männern keine Rolle. Eine Frau kann problemlos 5 bis 10 Kinder bekommen und natürlich auch von mehreren Männern.

    Die Frage, wieviele Kinder sie bekommt, ist eine wirtschaftliche und gesellschaftliche.

    Das Flüchtlingsthema ist etwas ganz anderes. Solange wir hier Parteien wählen die Bürgerkrieges anheizen, Waffenexporte genehmigen und fest an der Seite einer Weltordnungskriege führenden Großmacht stehen, wird sich daran nichts ändern.

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  • Avatar von Max-Headroom
    • Max-Headroom

    mehr als 1000 Beiträge seit 08.09.2005

    Antwort auf Re: Scheinproblem Frauenmangel von Hermes335.

    Absolute Zahlen zu vergleichen bringt aber nicht viel. Interessanter wäre die Zahl der kinderlosen Paare im Alter zwischen 18 und 40 und dann die Frage, warum das so ist.

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