In der Corona-Zeit habe ich mich für die Rechte der Ungeimpften eingesetzt, indem ich versucht habe, etwas der gesellschaftlichen Ausgrenzung entgegenzusetzen. Teilweise wurde ich von einigen Personen extrem angeblafft und habe dafür bis heute keine Entschuldigung erhalten.
Was mich wirklich ärgert, ist dieses situative Einnehmen von wechselnden Positionen. 2021 wurde auf die Rechte von Minderheiten (Ungeimpfte) gespuckt, und alle klatschten Beifall, und heute erzählt mir der Autor in seinem Artikel, man müsste die Ungehorsamen der letzten Generation bejubeln. Sorry, aber da bin ich raus. Ich kenne ein Mitglied der LG, und ich kenne auch seine Vorgeschichte, in der er mit verschiedenen, vernünftigen Personen immer wieder angeeckt ist. Bei der LG findet er nun die Anerkennung, die ihm woanders verweigert wurde, und ich fürchte, er ist nicht der einzige, der damit ein ihm angenehmes Soziotop gefunden hat.
Für mich rennt die LG gegen die Realität an. Seit dem Erschließen fossiler Energieträger hat sich die Menschheit von wechselseitigen Beziehungen in der Natur entkoppelt, und einen Weg zurück gibt es nicht. Umweltschutz ist gut, sinnvoll und wichtig. Aber das Klima schützen, das ist - wie soll ich sagen - Selbstüberschätzung des Menschen. In ähnlicher Form hat es mal der Protagonist in dem indischen Film P.K. formuliert: "Ihr wollt euren Gott schützen? Der kann sich sehr gut selbst schützen".
Überall lauern Rebound-Effekte, die Klimaschutzmaßnahmen immer und immer wieder ad absurdum führen. Einfaches Beispiel: Die Bundesrepublik Deutschland hört tatsächlich auf die LG und verbietet die Einfuhr fossiler Brennstoffe, wirklich komplett. Das löst einen Preissturz auf den Rohstoffmärkten aus und führt dazu, dass in anderen Ländern Kaufanreize ausgelöst werden. Das, was wir nicht verbrennen, verbrennt dann einfach jemand anderes. Das sind einfache makroökonomische Zusammenhänge, die man nicht ignorieren darf.
Heute so, morgen so
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