Sheep Rule World schrieb am 02.12.2021 02:45:
Was ich damit sagen will: Die Erste Welt (Deutschland) nutzt die 2. und 3. Welt (Türkei und Marokko, Algerien, aber auch Ägypten, Äthiopien, Tunesien ...) dermaßen gnadenlos (gegeneinander) aus, daß ich mich als Deutscher über so einen Dangeleit Artikel auf Heise nur noch schämen kann!
Ist richtig, hat aber mit der Lirainflation eigentlich nichts zu tun.
Über was und wie Elke Dangeleit "berichtet" - vom Inhalt und Schreibstil - klingt bekannt. Es ist exakt die Propagandasprache der Amis, die (von Isra*elis gesteuert) Erdogan (wie Putin auch) eigentlich schon lange weghaben wollten.
Putin lass ich mal außen vor, aber den Erdogan wollen sie nicht aus wirtschaftlichen Gründen weghaben, sondern weil er unabgesprochen militärische Konflikte lostritt und damit die Kreise der Amis stört.
Beide verteidigen ihr Land seit geraumer Zeit gegen die Heuschrecken aus USA.
Beide wollen ihre Länder lieber für sich selbst ausbluten.
Gelingt ihnen beiden durchaus.
Putin übrigens sehr erfolgreich.
Eher nicht.
Die russische Wirtschaft hat ein massives Außenhandelsdefizit, das sie nur über Rohstoffexporte ausgleichen kann, aber da sind fluktuieren die Preise so stark, dass es sehr schwer ist, überhaupt eine wirtschaftliche Stabilität hineinzubekommen.
Er hat die Schulden des Nach-Gorbatschow - Russlands auf 0 reduziert.
Dafür macht er halt eigene Schulden.
Also, wenn man den Wert der Goldreserven mitrechnet. Siehe https://usdebtclock.org/world-debt-clock.html
Gold ist halt leider unproduktiv. Man kann's nicht essen, und man kann damit keinen Mehrwert schaffen - das ist wirklich totes Kapital.
Vgl. auch https://de.wikipedia.org/wiki/Bullionismus - eine Wirtschaftstheorie der frühen Neuzeit, die den Reichtum einer Nation darin gemessen, wie viele Edelmetalle der Staatsschatz enthiet. Das hat die erfolgreichen Staaten auf dem Papier reich gemacht, aber es hat der Wirtschaft die Liquidität entzogen und so ruiniert (da fehlte dann quasi der Schmierstoff).
Eigentlich darf man den Staatsschatz also überhaupt nicht rechnen, wenn man wissen will, ob die Wirtschaft leistungsfähig ist
Da sieht man (ganz unten!) übrigens auch, daß es der Türkei doch gar nicht so schlecht geht und Erdogan doch nicht so der Vollspinner ist, wie USA und Adepten mit Frau Dangeleit als Skibentin gerne behaupten. Die Wirtschaftsdaten der Türkei sind tatsächlich so katastrophal - nicht!
Also: Wer hat die die Frau rausgelassen, die hier so wirr schreibt?
Elke Dangeleit ist ein Mann... wobei ich mich wundere, warum du das Geschlecht so betonst.
Aber zurück zum Thema Die Außenhandelsschulden eines Staates sind genauso irrelevant wie der Staatschatz. Wichtig ist, ob damit etwas Produktives gemacht, oder - in zweiter Linie - etwas Produktives katalysiert wird.
Das scheint in der Türkei nicht der Fall zu sein.
Und wenn die Inflation derart krasse Werte annimmt, dass Waren des täglichen Bedarfs für den Normalverdiener nicht mehr bezahlbar sind, dann ist der Schuldenstand recht unwichtig.
Jetzt mal davon abgesehen, dass der Schuldenstand an sich nicht viel aussagt.
Ein hoher Schuldenstand kann Staatspleite heißen - aber genausogut großes Vertrauen darin, dass die Schulden am Ende zurückgezahlt werden.
Interessanter wäre z.B. die Frage, welchen Zins externe Käufer von Staatspapieren verlangen - alles oberhalb des Durchschnittszinsfuß ist ja Risikozuschlag (jedenfalls, wenn die Gläubiger in spe ihre Hausaufgaben gemacht haben).