Ansicht umschalten
Avatar von TheCOP
  • TheCOP

mehr als 1000 Beiträge seit 28.11.2003

"Niemand dort interessiert, wie es uns geht"

Was den Westen an sich angeht, ist eine gewisse Desillusionierung eingetreten. "Niemand dort interessiert, wie es uns geht" meinte eine junge Russin zu mir.

Überraschung: Ihr seid die Bösen! Natürlich nicht jeder Russe persönlich, ebenso wenig wie jeder Deutsche im 3. Reich ein überzeugter Nazi war der gerne in den Krieg gegen die minderwertigen Rassen gezogen ist. Aber wie die Deutschen damals tun auch die Russen heute zu wenig um sie von einer gewissen Kollektivschuld frei zu sprechen. Und diese Schuld wird den Russen noch lange nachhängen. Wahrscheinlich nicht so lange wie uns Deutschen denn mit dem Holocaust haben wir natürlich einen Arschloch-Standard gesetzt der hoffentlich ein Rekord für die Ewigkeit bleibt. Trotzdem würde es mich sehr wundern wenn ich noch gut-nachbarschaftliche Beziehungen zwischen Russland und der Ukraine (und Anderen) erleben würde. Wer sich derart in die Scheiße gefahren hat, der kann nicht mehr wirklich auf viel Mitgefühl der Anderen hoffen. Ja, ist mir egal wie es den jungen Russen geht, denn es geht ihnen immer noch viel Besser als ihren Opfern in der Ukraine.

Die weitaus größte Zahl der Menschen ist apathisch, abwartend und unsicher. Sie akzeptiert, dass die Führung entscheidet und hofft mit viel Sorge, dass sich alles irgendwie doch wieder besser entwickeln wird.

Und hier liegt der Fehler. Selbstverständlich kann man niemandem persönlich vorwerfen, dass er den Kopf einzieht, aber es ist eben auch kein glaubhafter Widerstand. Und wie würde denn das ganze aussehen, wenn die Invasion so gelaufen wäre wie geplant? Immer noch apathisches abwarten und einfach nur stilles akzeptieren der eigenen Führung oder doch Fähnchen-schwingen mit vor Nationalstolz geschwellter Brust am Rande der Siegesparade auf dem roten Platz?

Bewerten
- +
Ansicht umschalten