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Avatar von klausgh
  • klausgh

836 Beiträge seit 23.04.2008

Kolonialismus

Der Kolonialismus der europäischen Staaten hat Völker und Länder in Afrika, Asien, Amerika und Ozeanien unterworfen. Er hat diese Regionen ausgeplündert und Sklaven genommen. Dabei sind vermutlich Millionen Menschen ums Leben gekommen und die ursprünglichen Wirtschaftsstrukturen in diesen Ländern wurden nachhaltig zerstört. Noch heute leiden die Menschen in diesen Regionen unter den Folgen des Kolonialismus – inkl. Hunger und Umweltzerstörung.

Diese Ausbeutung wurde betrieben von europäischen Eliten (Banken, Handelsgesellschaften etc.) inkl. Feudalherren und eben auch von royalen Häusern (England, Belgien u. a.). Unterstützt und abgesichert wurde es von den Staaten, deren Politik gerade von den genannten Eliten bestimmt wurde. Diese Gruppen haben durch die Kolonialpolitik unvorstellbare Reichtümer angesammelt.

Es erscheint mir daher nicht mehr als gerecht, wenn von den durch Raub und Ausbeutung gewonnenen Reichtümern zumindest einige der strukturellen Probleme der ehemaligen Kolonien und der Nachfahren der Sklaven ausgeglichen werden.

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  • Avatar von Ackerwertzahl 100
    • Ackerwertzahl 100

    mehr als 1000 Beiträge seit 20.11.2022

    Antwort auf Kolonialismus von klausgh.

    Es gibt in den Staaten aber auch eine Menge selbst gemachtes Elend. Äthiopien, das nie kolonialisiert wurde, ist dafür ein gutes Beispiel. Da beharken sich die Stämme und Volksgruppen gegenseitig. Simbabwe war mal Lebensmittelexporteur. Dann kam Mugabe auf die Idee, Land gegen Wählerstimmen zu tauschen und die funktionierende Landwirtschaft zu zerstören. Wie lange will man denn den Kolonialismus noch als Ausrede benutzen? Ja, willkürliche Grenzziehungen sind ein Problem. Wie wäre es mal mit Verhandlungen? Solange es korrupte Eliten gibt, landen die Zahlungen wo?

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  • Avatar von schwachstromtechnik
    • schwachstromtechnik

    mehr als 1000 Beiträge seit 06.05.2002

    Antwort auf Re: Kolonialismus von Ackerwertzahl 100.

    Ackerwertzahl 100 schrieb am 21.10.2024 14:15:

    Es gibt in den Staaten aber auch eine Menge selbst gemachtes Elend. Äthiopien, das nie kolonialisiert wurde, ist dafür ein gutes Beispiel.

    Der Abessinienkrieg war auch ein Kolonialkrieg, selbst wenn er nicht zu einer dauerhaften Besetzung geführt hat. Die sozialen, ökonomischen und ökologischen Folgen waren verheerend.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Abessinienkrieg#Kriegsf%C3%BChrung_und_Kriegsverbrechen

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