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  • SheepRuleWorld

mehr als 1000 Beiträge seit 23.05.2021

Heute: "Yoga" und "Meditation". Früher: "Gymnastik" und "Nachdenken"

kwT.

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  • Avatar von Traktatorist
    • Traktatorist

    680 Beiträge seit 17.11.2004

    Antwort auf Heute: "Yoga" und "Meditation". Früher: "Gymnastik" und "Nachdenken" von SheepRuleWorld.

    Nee grad nicht!

    Yoga:
    Keine Gymnastik als Körperertüchtigung sondern die Reduzierung des Verstandes auf nur den einen Bewegungsvorgang! Deinen Zustand beobachten und immer wieder nur bei der einen Bewegung bleiben!

    Meditation:
    Nicht Nachdenken sondern versuchen den Verstand stillstehen zu lassen und Deinen inneren Zustand beobachten ohne zu interpretieren oder Dich gedanklich wieder reinzuhängen. Geschehen lassen aber nicht einschlafen. Nur beobachten!

    Probier mal!

    Das ist ein grundsätzlicher Unterschied!

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  • Avatar von joribo
    • joribo

    mehr als 1000 Beiträge seit 06.09.2013

    Antwort auf Heute: "Yoga" und "Meditation". Früher: "Gymnastik" und "Nachdenken" von SheepRuleWorld.

    Der Unterschied zwischen zB Hatha-Yoga und Krankengymnastik liegt darin (selbst bei exakt gleichen Bewegungen) dass man beim Yoga versucht das besonders zu empfinden, etwa obs gut tut oder schmerzt und man ist mit den Gedanken auch dabei.

    Gymnastik kann man auch mit dem Knopf im Ohr und dem MP4-Spieler in der Tasche machen, um die Langeweile zu übertönen.

    Meditation ist weit weg vom Nachdenken, eher sogar das Gegenteil. Ich wills mal so sagen: der Mensch ist Opfer seiner Gedankenketten. Die kommen automatisch. Wenn man sich hinsetzt und sich vornimmt mal NICHTS zu denken wird man nach weinigen Minuten aufschrecken und merken "ach da hast du ja gerade doch ans Auto gedacht. Wie bin ich da hin gekommen? Ach ja, weils kaputt ist, muss in die Werkstatt. Wie dahin? Undsoweiter. Irgenwann verlieren sich die Spuren wie man angefangen hat sich in Gedankenketten zu bewegen.
    Bischen was mir meine Hindufreunde damals 1972 erklärt haben als ich TM machte: Der Mensch hat 3 Bewusstseinszustände. Wachen, Traum , Tiefschlaf. Aber es gibt das VIERTE das ist Bewusstheit ohne Denken.
    Es gibt diverse Techniken, wie man die Gedankenketten erst verdrängt, dann aber auch die verdrängenden Mechanismen selber einschlafen lässt sodass Bewusstheit ohne Denken übrigbleibt.
    Ich hab das zum ersten mal um 1972 rum erlebt mit TM (eine Mantra-Technik), später dann auf Vipassana gewechselt (Atem-Beobachtung). Im Zen gibt es auch das Zählen von Zahlen oder das sich-versenken in einen Koan. Autogenes Training hatte ich zuvor schon gelernt (etwa um 1970 rum). Es ist wohl fast identisch mit dem Tummo aus der tibetischen Tradition.
    Nachdenken wäre im Bereich "Wachen" also eine intellektuelle Tätigkeit.

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