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  • Livin' in a Box

mehr als 1000 Beiträge seit 15.11.2001

Ein Progrom kann man nicht mit irgendwas rechtfertigen

Rüdiger Suchsland schreibt:

Jede Empathie wie jede Menschlichkeit braucht unbedingt eine Entsprechung in der klaren Verurteilung von Terror, Kriegsverbrechen, menschenfeindlicher Ideologie und Propaganda. Sonst ist sie nur naiv. Empathie gilt überdies nie für Antisemitismus und Pogromverherrlichung.

Auch politische Fanatiker und Terror-Sympathisanten müssen mit allen Mitteln des Rechtsstaats und demokratischer Bildung bekämpft werden. Wir müssen Ambiguität und Ambivalenz lernen.

Wikipedia:

Der oder das Pogrom (russisch погром ‚Verwüstung, Zertrümmerung‘) steht für Hetze und gewalttätige Angriffe gegen Leben und Besitz einer religiösen, nationalen oder ethnischen Minderheit mit Duldung oder Unterstützung der Staatsgewalt.

Ist es ein Progrom Menschen ethnisch zu separieren, ihr Land zu stehlen, sie zusammenzupferchen, einen Zaun drum rum zu bauen, ihnen die Versorgung mit Lebensmitteln, Wasser, Energie und Treibstoff zu verwehren und sie dann zu bombardieren, wobei Tausende ermordet werden.

Welche Terrorakte haben denn die knapp 2000 Kinder begangen, die in den letzten zwei Wochen getötet wurden? Wofür sollen wir die denn bitteschön verurteilen?

Klar hat jeder ein Recht sich zu verteidigen, aber ein Progrom ist keine Verteidigung! Ein Progrom kann man nicht mit irgendwas rechtfertigen.

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  • Avatar von auf_der_hut
    • auf_der_hut

    mehr als 1000 Beiträge seit 07.05.2008

    Antwort auf Ein Progrom kann man nicht mit irgendwas rechtfertigen von Livin' in a Box.

    Nein, es ist kein Pogrom. Pogrome werden von normalen Mitbürgern verübt, wobei die Staatsmacht zusieht. Davon kann hier keine Rede sein.

    Es leben 1,8 Millionen Palästinenser in Israel, fast so viele wie im Gazastreifen, sie genießen dort Rechte, von denen die Bevölkerung Gazas unter der Zwangsherrschaft der Hamas nur träumen kann. Wie viele Juden leben im Gazastreifen? Es ist die Hamas, die den Genozid an den Juden zum Programm erhoben hat, nicht Israel den an den Palästinensern.

    Ich war, ehrlich gesagt, einigermaßen verblüfft, dass die gesamte Versorgung von Gaza vom "Erzfeind" Israel gewährleistet wird. Warum sind die Palästinenser mit ihren milliardenschweren Gönnern und einer Grenze zum arabischen Ägypten dazu nicht in der Lage? Wieso erwartet man von Israel die Versorgung eines Gebietes, das von seinen Todfeinden kontrolliert wird und aus dem es permanent beschossen wird?

    Wer sagt, dass Israel 2000 Kinder in Gaza getötet hat? Das "Gesundheitsministerium" der Hamas? Diese Zahl ist reine Propaganda. Die Hamas versucht Israel an seiner Achillesferse, die Verpflichtung auf die Regeln des humanitären Völkerrechts, das sie selbst nicht einmal in Ansätzen beachtet, zu treffen und bläst die Opferzahlen absurd auf. Anstatt die Bevölkerung bestmöglich zu schützen, z.B. durch den Bau von Schutzräumen nicht nur für ihre sogenannten "Kämpfer" und die Evakuierung aus dem Norden, geht die Hamas hinter Geiseln und der eigenen Bevölkerung in Deckung und versucht so die Wucht des israelischen Gegenschlages abzumildern.

    Die toten Kinder hat die Hamas durch ihren als "Widerstand" verbrämten Terrorismus gegen Israel verursacht. Die Raketen der Hamas haben nur den einen Zweck: Zivilisten zu töten. Als militärisches Mittel sind sie völlig unbrauchbar. Würde Israel mit gleicher Münze zurückzahlen, sähe Gaza wie Grosny oder Idlib aus, wo die russische Luftwaffe weit weniger feinfühlig gegen "Terroristen" vorging und sich einen Dreck um tote Kinder scherte und schert.

    Es bleibt ein Problem der Terrorbekämpfung, dass es ein ungleicher Kampf um die öffentliche Meinung ist. Solange die Terroristen sich unter die Bevölkerung mischen, sind Tragödien durch Falschinformationen und Irrtümer vorprogrammiert. Und von den Terroristen auch genau so gewollt. Das ist ein mieses und perfides Spiel, bei dem es für Israel nur die Wahl zwischen Pest und Cholera gibt.

    https://www.deutschlandfunk.de/buergerrechte-gruppenidentitaet-und-demokratie-in-israel-100.html

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