rationis schrieb am 24.08.2022 10:44:
An all die "woken" Wutbürger: Kunst und Fiktion müssen sich nicht an der Realität orientieren. Fiktion darf romantisieren, sie darf stereotypisieren, sie darf völlig falsche Dinge, Handlungen oder Charaktere erschaffen.
Winnetou würde also die Einnahme des Kontinents durch Weiße nicht adäquat abbilden?
So what? Karl May hat auch nie behauptet, eine Dokumentation zu schreiben, sondern einen fiktionalen Roman.
Das ist aber für Leute, die hauptsächlich TikTok konsumieren und in ihrem ganzen Leben mutmaßlich kein einziges literarisches Werk gelesen haben, vermutlich zu hoch.In der Vergangenheit waren es totalitäre Systeme und Gesellschaften, die Kunst verboten hatten, wenn sie nicht ideologisch und politisch "auf Linie" war.
Kunst lebt von der Freiheit.
Sind wir wieder so weit, dass wir die Phantasie und die Freiheit der Vorstellungskraft begrenzen wollen?
Vollkommen richtig. Aber heutzutage muss selbst Fiktion die "moderne Welt repräsentieren". Da gibt es dann auf einmal dunkelhäutige Elven bei Tolkien Adaptionen oder noch schlimmer dunkelhäutige Zwerge (also nicht das diese dunkelhäutig sind ist schlimm sondern das es keinen Sinn ergibt. Zwerge verbringen den größten Teil ihres Lebens unter Tage. Wie sollen die da dunkle Haut entwickeln zum Schutz gegen Sonnenlicht das sie so gut wie nie zu Gesicht bekommen). Das ist jetzt nur ein kleines Beispiel. Ein anderer Trend der furchtbar ist sind die "starken Frauen".
Auch hier ist nicht das "Problem" das es Frauen sind (es gab in der Vergangenheit viele sehr gute starke Frauen wie Rippley in Alien z.B.) sondern dass diese als Marry Sue geschrieben werden. Die können alles, wissen alles und machen grundsätzlich keine Fehler.
Rey aus Star Wars und Captain Marvel sind da tolle Beispiele dazu.
Schade, dass man heutzutage keine Unterhaltung mehr zu machen scheint sondern mit allem "politische Botschaften" senden will.