Hier verteidigen einige Karl May vor "woken linken Spinnern", andere bringen an, dass er nie in Nordamerika war, usw. Auch der Artikel bringt da einiges durcheinander.
Es geht nicht um Karl May und seine klassischen Abenteuerromane um Winnetou und Old Shatterhand oder Hadschi Halef Omar, oder die Reise durch Kurdistan.
Es geht um das Buch zum Film "Der junge Häuptling Winnetou". Das ist ein Kinderfilm von 2022, von Mike Marzuk.
Mazurk verbrät in diesem Film zur Umsatzsteigerung die Namen der Figuren aus den Karl May-Romanen von 1893. Er schafft es zwar, Winnetou zum Kind zu machen, behält jedoch die durch 130 Jahre doch sehr angestaubten Stereotype und Klischees bei.
Der Film kann auch sonst qualitativ nicht mal mit den alten Winnetou-Filmen mithalten, erst recht nicht mit den Karl-May-Romanen. Es wäre überraschend wenn sich das im Ravensburger-Verlag erschienene "Das Buch zum Film" vom Film komplett unterscheiden würde (tut es wohl auch nicht).
Nochmal: Es geht nicht um Karl May. Mit den Büchern von Karl May hat der Ravensburger-Verlag rein gar nichts zu tun.