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  • exkoelner

mehr als 1000 Beiträge seit 28.06.2012

Es geht um Brasilianisierung, und nicht um Umweltschutz

Ginge es tatsächlich um Umweltschutz im weitestem Sinne, wären Kriege verboten und eine kapitalistische Gesellschaftsordnung. Aber die Welt, insbesondere die Natostaaten, also auch wir, sind noch nicht mal in der Lage rudimentärstes Völkerrecht zu achten, die Einhaltung der UN Charta. Jetzt kann man natürlich noch ne Menge bekritzeltes Papier zusätzlich erzeugen, aber ändern wird das nichts an oben genanntem.

Unser Schönwetter-Rechtsstaat hat bis heute Gerhard Schröder und Joschka Fischer nicht angeklagt, obwohl Schröder selbst in einem Zeit-Interview offen bekannte, das die Bombardierung Belgrads durch die deutsche Luftwaffe völkerrechtsidrig war. Als die damalige Bundesregierung deswegen angezeigt wurde, war das Antwortschreiben des Generalbundesnawaltes dazu: "Die Vorbereitung eines Angriffkrieges ist völkerrechtswidrig, aber die Durchführung eines Angriffkrieges nicht." - Da fällt dir doch nix mehr zu ein.

Wenn es also ein neues Recht gibt, das ein fiktives zukünftiges Geschehen aufgrund von interessengeleiteter Modelle prognostiziert, im hier und jetzt einklagbar sein wird, wird das mit Sicherheit nicht zum Wohle der Mehrheit sein, und zu interessengeleiteter Bedienung diverser Lobbies genutzt werden. Und das auf diesem Wege nur irgend ein Fitzelchen positives für die Umwelt, wozu ja auch der Mensch gehört, bei raus kommt, halte ich für Schamanismus.

Prof. Radermacher erzählt seit Jahrzehnten in seinen Vorträgen von der drohenden Brasilianisierung der Welt. Eine kleine, sehr reiche Oberschicht wird unbeirrt wie gehabt sich alle Wünsche erfüllen, und die Mehrheit der Menschen kann gucken wie sie knapp über dem Existenzminimum klar kommt. Dazu dient dieses neue Völkerrecht.

Ginge es um ernsthafte sinnvolle Bemühungen, wären die Forschungsausgaben in entsprechenden Bereichen schon lange verzehntfacht. Bevor ich Papier mit Verbots-Gesetzen bekritzele, hat der Verantwortungsvolle Politiker auch die dazu notwendige Voraussetzung mit bedacht und geschaffen. Und dazu braucht es einen Plan, und ein Konzept, das von Fachleuten entwickelt und verifiziert worden ist. Aber genau das findet seit Jahrzehnten nicht statt, allein der doppelte Rittberger von Merkel anlässlich der Baden-Würtemberg-Wahl in Sachen Atomausstieg, zeigte überdeutlich, das es hier keinen Plan in Sachen Energiewende gibt. Es sind willkürliche adhoc Entscheidungen, die mit Umweltschutz und Energiewende null, nada, nix zu tun hatte und hat.

Aber man bastelt sich so zunehmend immer mehr Möglichkeiten, die Bürger alternativlos zu verarmen, alle. Und ist das erstmal geschafft, gibts auch keine Umwelt- und Klimaprobleme mehr. Dann leben 99% der Menschheit auf dem Niveau vieler Schwellen- und Entwicklungsländer, dann lässt auch der Migrationsdruck nach, hat ja keinen Sinn mehr. Würde man ernsthaft etwas positives bewirken wollen, hätte man schon längst Desertec und ähnliche Projekte großzügig finanziert gestartet, um stabile Alternative Energieformen in ausreichender Menge vorliegen zu haben. Und aus diesen realen Testen bastelt man dann ein Gesamtkonzept, kalkuliert das, und macht sich über eine gerechte Finanzierung durch alle, für alle, ernsthafte Gedanken. Dieser Schwachsinn mit den CO2-Zertifikate-Handel, die CO2-Steuer, sind alles nur Spielgeld für den globalen Finanzmarkt, und die Umwelt, Klima, Menschheit hat davon gar nichts.

Das Posting wurde vom Benutzer editiert (09.01.2022 10:48).

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  • Avatar von Wagenrecht
    • Wagenrecht

    mehr als 1000 Beiträge seit 29.05.2021

    Antwort auf Es geht um Brasilianisierung, und nicht um Umweltschutz von exkoelner.

    Im Wesentlichen stimme ich Ihnen da zu, allerdings sind zwei Punkte enthalten, die mir nicht ausreichend zuende gedacht sind. Ich denke, es ist komplizierter.

    Würde man ernsthaft etwas positives bewirken wollen, hätte man schon längst Desertec und ähnliche Projekte großzügig finanziert gestartet, um stabile Alternative Energieformen in ausreichender Menge vorliegen zu haben.

    Das wäre kontraproduktiv. Solange wir Planwirtschaft betreiben, auch in Form unserer kapitalistischen Planwirtschaft oder Subventionswirtschaft, sehe ich keine Möglichkeit, die Umweltschutzprobleme in den Griff zu bekommen. Selbst wenn wir mittels einer neuen Technologie Energie quasi unbegrenzt und quasi kostenlos, auch ökologisch, bereitstellen könnten, würde das die Probleme nicht lösen sondern eine Konsumorgie auslösen. Und so die Energie keine Umweltprobleme erzeugen würde, so würden es all die Güter, für die wir die Energie benötigten. Es müsste genau das Gegenteil von Subvention erfolgen, alle Kosten müssen in den Preisen enthalten sein, es darf keine Subventionen geben, auch nicht in Form von Externalisierungen. Also Marktwirtschaft statt Planwirtschaft oder Subventionswirtschaft.

    Aber man bastelt sich so zunehmend immer mehr Möglichkeiten, die Bürger alternativlos zu verarmen, alle. Und ist das erstmal geschafft, gibts auch keine Umwelt- und Klimaprobleme mehr.

    Das sehe ich in der Form nicht. Wir sehen ja auch eher den gegenteiligen Trend. Produktionskapazitäten werden ausgebaut. Basierend auf dem Ausbau von Subventionen. Der Konsum nimmt in Summe zu. Und das muss er ja auch, wenn auf der anderen Seite ein immer größerer Reichtum gewünscht ist. Man möchte Sonnengott werden oder diesem zumindest möglichst nahe kommen oder stehen.

    Ich denke eher, dass zum einen freiheitliche Rechte immer weiter eingeschränkt werden sollen, ein eher feudalistisches System angedacht ist. Und Armut auf hohem Konsumniveau entstehen wird. Dadurch, dass das Hamsterrad immer weiter beschleunigt wird und man zunehmende Lebenszeit dort verbringt. Aber kein Vermögen aufbauen kann sondern in zunehmende Abhängigkeit gerät. Und ja, es werden viele dabei hinten runter fallen und denen wird es richtig dreckig gehen. Dieses Elend wird Druckmittel sein. Aber anderswo wie in den Schwellen- und Entwicklungsländern werden viele eingezogen werden, zumal ja die Weltbevölkerung noch steigt. Wirklich besser gehen wird es denen auch nicht, sie werden aber mehr konsumieren. Man könnte von einer Armutsangleichung auf hohem Konsumniveau sprechen, die einen werden etwas wohlhabender, die anderen ärmer, man trifft sich in der Armutsmitte und verschwendet statt zu genießen und rennt sich dabei im Hamsterrad dumm und dämlich oder versinkt im totalem Elend mit sehr kurzer Lebenserwartung.

    Das Bild wird also komplexer sein. Aber, und da bin ich wieder ganz bei Ihnen, in einem negativem Sinne. Bei gleichzeitiger Erhöhung der Umweltschäden. Für die Sonnengötter wird aber mehr als genug übrig bleiben. Im Zweifel unter einer schönen riesigen Domkuppel mit eigenem Ökokreislauf, und die muss ja noch nicht mal auf der Erde stehen. Über solche Kleinigkeiten ist ein Sonnengott erhaben. Er hat genug Sklaven, die ihm alles ermöglichen. Und im Zweifel die körperlichen Eigenschaften eingebaut bekommen, die dafür nötig sind. Denn auch die Freiheit über den eigenen Körper schwindet.

    Survival of the worst.

    Die düstersten Kapitel der Menschheitsgeschichte sind noch nicht geschrieben. Wir arbeiten aber bereits an den Formulierungen.

    Das Posting wurde vom Benutzer editiert (09.01.2022 13:44).

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  • Avatar von exkoelner
    • exkoelner

    mehr als 1000 Beiträge seit 28.06.2012

    Antwort auf Re: Es geht um Brasilianisierung, und nicht um Umweltschutz von Wagenrecht.

    Die angeleierte Digitalisierung, der Überwachungs-Kapitalismus, braucht irgend wann keinen Konsum via Produkte mehr. Das "neue Normal" produziert für Menschen, die noch halbwegs über Einkommen verfügen, dauerhafte Kosten - für das einfache Just Beeing.

    Ich kann heute schon, ohne Wegezoll, kaum meinen täglichen Bedarf decken. Will ich zu meinem Arzt, der fußläufig ca. 1,5h weg ist, kann ich den nur via Zwangs-Testung oder Zwangs-Impfung erreichen mit ÖPNV, oder mich eben auf einen 3h Spaziergang freuen - hin und zurück. Mein Scheiß-E-Bike hat gerade einen Platten, und seine Akku-Kapazität hat sich bei diesen Temperaturen mal eben locker halbiert. Noch ist das Testen wieder "kostenlos", was natürlich Quatsch ist, denn den Wegezoll zahlt die Allgemeinheit. Aber das wurde ja schon mal beendet, und daher ist absehbar, das diese Kosten weiter anfallen, und irgend wann sicher auch wieder individualisiert werden. Also produziert jeder Besorgungsgang schnell mal 20€ Kosten, 6€ Fahrschein plus 10-15€ Testkosten. Nicht alle schaffen solche Fahrtwege mit nem Bio-Bike, alte Menschen sogar noch nicht mal mit nem E-Bike, was bei zunehmenden Energiekosten auch irgend wann ein Thema sein wird.

    Und wie wir gerade erleben, ist es höchst willkürlich, wer was machen darf - ein vor 6 Monaten 2-fach Geimpfter, ist jetzt via Dekret ein Ungeimpfter. Das kann man willkürlich weiter auf die Spitze treiben. Noch darf ich in den Supermarkt, wie lange noch?

    Berlin hatte schon mal die Wasserwerke privatisiert, und über 100 Jahre Investition der gesamten Gesellschaft in ein sauberes, gesundes Trinkwasser wurde auf einmal zum Spielball und Rendite-Objekt einiger Aktionäre. Die Preise haben sich verdoppelt, für eine schon mal voll bezahlte Infrastruktur, nicht wegen Konkurrenz und Marktwirtschaft, geht ja gar nicht - 2 Wasserleitngen pro Haushalt? Völliger Quatsch. Sondern wegen Monopol-Wirtschaft, jetzt neu, mit privaten Eigentümern mit Rendite-Interesse, und nicht Versorgungs-Interesse.

    Und als sich dagegen Widerstand organisierte, der Berliner Wassertisch, und das sehr große Unterstützung bei den Bürgern, den Citoyen, fand - hat man nicht, wie gefordert, die Privatisierung als rechtswidrig Rückgängig gemacht, sondern die Wasserwerke für Milliarden aus dem Allgemeinvermögen wieder zurück gekauft - und die Rendite-Jäger für Null-Investition reichlichst entschädigt. Über 100 Jahre hat die gesamte Gesellschaft langfristig in ein Investitionsgut, das allen nützt, investiert. Natürlich kann man auf diesem Weg nicht 20% Rendite jedes Quartal realisieren, Hamburg hatte bis 1870 Probleme mit Cholera, weil es dort noch keine funktionierende Wasserversorgung gab.

    Es gibt keine Marktwirtschaft in diesem System, und ob sie jemals funktionieren würde, ist auch höchst spekulativ, da sie niemals real existiert hat. Es gibt Wirtschaften an Marktplätzen, und es kann sein, das die mit nem Idioten oder Loser als Chef Pleite gehen, und dann gibts da dann, weil da viele Menschen unterwegs sind, irgend wann vielleicht eine neue "Markt-Wirtschaft", oder nen Starbucks, aber volkswirtschaftlich gibt es die nicht. Energie-Sicherheit, Gesundheit, Sicherheit und Bildung werden nicht durch Markt gut, sondern durch Werte und ein funktionierendes reales Konzept. Das Preis-Regime der sogenannten "Marktwirtschaft" ist nur eine Mär, es hat noch nie vollkommene freie Märkte gegeben, und die dafür rein theoretisch notwendige Transparenz aller externen und internen Kosten auch nicht - es sind nur Machtverhältnisse. Politisch, soziologisch und/oder im ungünstigsten Falle, wie bei uns heute, mit Gewalt-Monopol politisch durch gesetzte Preise - wie war das noch? Eine KWh kostet in der Herstellung ca. 1-6ct, bisher. An der Leipziger "Strombörse" wird sie oft sogar mit Minus 2-3ct "bezahlt", wenn sie jeman institutioneller aus "erlauchtem Kreise" gewllt ist, sie abzunehmen - der normale Stromkunde ist bei dieser "Preis-Bildung" raus. Also - Was kommt beim normalen Stromkunden an? Preis-Erhöhungen. egal ob Atom- oder Wind-Energie. Garantiert sicher 30+ X Cent, scheißegal was da gerade für Preise an der Leipziger Strombörse aufgerufen werden. Davor hatten wir die Gas-/Öl-Preis-Bindung. Wenn der Ölpreis stieg, ist auch der Gaspreis gestiegen - warum? Pure Willkür - es gab und gibt keine freien Märkte, das ist eine neoliberale Mär.

    Und das, wenn etwas kommt, z.B. der Messias, den es bisher nie gab, dann alles besser macht, ist ne hübsche Anekdote, aber sie wird nicht wahrer dadurch. Hat die Menschheit jetzt seit Jahrtausenden beschäftigt, vom Gilgamesch-Epos der Sumerer, den die Bibel-Autoren 1500 Jahre später abgeschrieben haben, bis zu TakkaTukka - was brauchen wir wirklich, und wie organisiert man das am Besten? Marktwirtschaft ist dabei in vielen Bereichen sicher nicht hilfreich, ich kann kein Volleyball und Fußball mit den selben Regeln fair spielen, der Versuch allein wäre krank. Der "reale" Sozialismus war auch Scheiße, aber das allein als Argument für eine noch nie tatsächlich existierende, fiktive Marktwirtschaft zu nehmen, ist unterprivilegiert.

    Das Posting wurde vom Benutzer editiert (09.01.2022 14:53).

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  • Avatar von osorno
    • osorno

    mehr als 1000 Beiträge seit 01.07.2008

    Antwort auf Es geht um Brasilianisierung, und nicht um Umweltschutz von exkoelner.

    Wer Desertec (Strom aus Nordafrika) will, der muss auch bereit sein, dort unsere Soldaten zu stationieren und das Gebiet mit ALLEN Mitteln zu verteidigen, egal wieviele Tote es kostet - und trotzdem wird es nicht gelingen!

    Die meisten Stromjünger haben nicht begriffen, dass man mit sowas wie Desertec den Gegner - das sind wir - einfach "ausschalten" kann im doppelten, wörtlichen Sinne.

    Ein Angriff auf die Übertragerstationen würde zum sofortigen Verlust der Leistung führen und somit wahrscheinlich zum Blackout in Europa.

    Die Energie aus "sonnigen Gefilden" ausserhalb der eigenen Hoheitsgrenzen muss man gespeichert beziehen, zb in Form von Kohlenwasserstoffen.

    Und selbst da ist es schon kritisch, wenn ein Kapitän sein Schiff falsch parkt, aber es wird nicht heute, jetzt in diesem Moment kri
    .
    .
    .(so sähe es mit Desertec aus, wenn es ausfällt)
    .
    .
    tisch, sondern erst in einigen Wochen oder Monaten.
    Tanker können auch in andere Gegenden fahren, zb Australien.

    Und je mehr Länder Kohlenwasserstoffe aus CO2 mittels Sonnenenergie erzeugen, um so grösser wird die Zahl der Lieferanten und um so verlässlicher die Versorgung.
    OPEC ist eine Organisation von einigen wenigen mit dem Glück der historischen (aka fossilen) Lagerstätten dieser Energie.

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  • Avatar von Wagenrecht
    • Wagenrecht

    mehr als 1000 Beiträge seit 29.05.2021

    Antwort auf Re: Es geht um Brasilianisierung, und nicht um Umweltschutz von exkoelner.

    Eine KWh kostet in der Herstellung ca. 1-6ct, bisher.

    Eben nicht. Solche Kosten kann man nur annehmen, wenn man massiv subventioniert und externalisiert. Und es gehören ja auch nicht nur die reinen Herstellungskosten in ein Produkt internalisiert. Sondern gleichsam auch die Kosten des Gebrauchs inklusiver aller Schäden und Externalisierungen und die Kosten der Entsorgung, inklusive der Entsorgung der Produktionsanlagen.

    Leider denken die meisten, dass, wenn der Preis nur niedrig genug sei, auch die Kosten so niedrig seien, einfach verschwinden würden. So wie ein Kleinkind denkt, es würde unsichtbar, wenn es die Augen zumacht oder bedeckt.

    Mit 30+ Cent werden Sie nicht hinkommen. Denken Sie eher mal Richtung mehrere Euro pro kWh. Was aber gar kein Problem ist. Denn auch jetzt zahlen wir die Kosten, wie hoch auch immer sie sind. Nur eben nicht über den Preis. Und da wir sie nicht über den Preis bezahlen, verschwenden wir. Und da wir verschwenden, müssen wir zum einen das Hamsterrad um so mehr treten und zum anderen zerstören wir unsere Lebensgrundlagen zunehmend. Aber auf diese Weise lässt sich mehr Reichtum nach oben transferieren. Und da wir verschwenden, weil die Kosten in den Preisen nicht abgebildet werden, sind die Kosten sogar noch viel höher. Subventionen erhöhen die Kosten und auch Externalisierung ist eine Subvention.

    Und alles, was Sie beschrieben haben, ist keine Marktwirtschaft, richtig. Und freie Märkte gibt es auch nicht, genau. Denn auch eine Marktwirtschaft braucht einen starken Staat, der über sie wacht. Und dafür sorgt, dass die Kosten tatsächlich in den Preisen enthalten sind, dass keine marktbeherrschenden Stellungen entstehen, dass der Markt den Bedarf befriedet und dass keine Informationsasymmetrien entstehen. Da die Staaten aber genau das Gegenteil tun, haben wir Marktversagen und Staatsversagen. Und auch, wenn die Staaten das Richtige täten, wären es ja keine freien Märkte. Sondern regulierte Märkte. Sie kämen freien Märkten nur am nächsten und garantierten eher die gleiche Freiheit für alle Marktteilnehmer. Marktwirtschaft meint nicht freie Märkte.

    Sie machen den Fehler und nehmen die derzeitigen Märkte als Bemessungsgrundlage für Marktwirtschaft. Die haben damit aber so wenig zu tun wie die DDR mit Marktwirtschaft zu tun hatte. Das sind Planwirtschaften, eben im Gegensatz zur DDR kapitalistische Planwirtschaften statt Sozialistische, man kann sie auch Subventionswirtschaften nennen. Marktwirtschaft gab es in geringem Umfang auch in der DDR, und in ähnlich großem Umfang gibt es das auch bei uns. Aber das prägende Element ist die Planwirtschaft.

    Das Posting wurde vom Benutzer editiert (09.01.2022 15:25).

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    • exkoelner

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    Antwort auf Re: Es geht um Brasilianisierung, und nicht um Umweltschutz von osorno.

    Das ist ein Relikt, einer sich ewig fortpflanzenden kranken Denke. Marco Polo hat bereits im 13./14. Jahrhundert bereits davon berichtet, wie ein übermächtiger Mongolen-Fürst, Dschingis Khan, vor hatte, uns alle zu beherrschen - ja, kann sein. Faktisch hat Europa sich immer nur selber geschwächt, weil es lieber für Partikular-Interessen sich erwärmt hat. Und heute ist das eben die Trans-Atlanti-Fa. Es hat sich seit 1000 Jahren kaum ewtas verändert, wie bescheuert muss man trotz Bildung dafür sein.

    Und um das zu verhindern, hat der Deutsch-Ritter-Orden im heutigen Polen X 100.000e abgemurkst, mehrere Kreuzzüge angezettelt und die aller-orthodoxen Christen in Konstantinopel umgelegt. Da man kein Konzept hatte, war ab dem 14. Jahrhundert Jerusalem wieder moslemisch, viele eigentlich sinnlos tot, und man machte weiter ... 1. WK, 2. WK und so wie es aussieht, demnächst 3. WK. Krank und dumm.

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    • exkoelner

    mehr als 1000 Beiträge seit 28.06.2012

    Antwort auf Re: Es geht um Brasilianisierung, und nicht um Umweltschutz von Wagenrecht.

    Das stimmt "ich nehme die aktuelle Ist-Situation" und verlängere sie in die Zukunft. Ich entschuldige mich, dafür, das ich kein Visionär bin.

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  • Avatar von Wagenrecht
    • Wagenrecht

    mehr als 1000 Beiträge seit 29.05.2021

    Antwort auf Re: Es geht um Brasilianisierung, und nicht um Umweltschutz von exkoelner.

    Das tue ich ja auch. Das war nicht meine Kritik. Sondern sie bemessen Marktwirtschaft am ist-Zustand. Da der ist-Zustand aber Planwirtschaft ist, bemessen Sie Marktwirtschaft nach Planwirtschaft.

    Das Problem ist, dass ja genau das gewünscht ist. Die Menschen sollen ja nicht verstehen, wie sie abgezockt werden. Sie sollen von falschen Gedanken ausgehen. Freiheit ist Sklaverei. Krieg ist Frieden. Neusprech. Und das haben wir eben auch bzgl. des Begriffes Marktwirtschaft. Und wenn diese Leute von freien Märkten sprechen, sprechen Sie mit gespaltener Zunge. Der Großkapitalist meint seine Marktmacht, mit der er jeden Politiker in Grund und Boden stampft und droht ihm dann damit, während der einfache Bürger etwas tolles wie Freiheit versteht und etwas wie eine Naturkraft versteht, der man nicht ausweichen kann. Der Politiker, der dann in Folge auch von freien Märkten spricht, spricht auch mit gespaltener Zunge. Gegenüber dem Großkapitalisten, dass er die Drohung verstanden hat und sich ihr vollständig unterwirft, und gegenüber den Wählern wie der Großkapitalist, Freiheit und Naturgewalt. Medien dito.

    Das Posting wurde vom Benutzer editiert (09.01.2022 15:40).

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  • Avatar von osorno
    • osorno

    mehr als 1000 Beiträge seit 01.07.2008

    Antwort auf Re: Es geht um Brasilianisierung, und nicht um Umweltschutz von exkoelner.

    exkoelner schrieb am 09.01.2022 15:18:

    Das ist ein Relikt, einer sich ewig fortpflanzenden kranken Denke. Marco Polo hat bereits im 13./14. Jahrhundert bereits davon berichtet, wie ein übermächtiger Mongolen-Fürst, Dschingis Khan, vor hatte, uns alle zu beherrschen - ja, kann sein. Faktisch hat Europa sich immer nur selber geschwächt, weil es lieber für Partikular-Interessen sich erwärmt hat. Und heute ist das eben die Trans-Atlanti-Fa. Es hat sich seit 1000 Jahren kaum ewtas verändert, wie bescheuert muss man trotz Bildung dafür sein.

    Und um das zu verhindern, hat der Deutsch-Ritter-Orden im heutigen Polen X 100.000e abgemurkst, mehrere Kreuzzüge angezettelt und die aller-orthodoxen Christen in Konstantinopel umgelegt. Da man kein Konzept hatte, war ab dem 14. Jahrhundert Jerusalem wieder moslemisch, viele eigentlich sinnlos tot, und man machte weiter ... 1. WK, 2. WK und so wie es aussieht, demnächst 3. WK. Krank und dumm.

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  • Avatar von Bergfalke
    • Bergfalke

    mehr als 1000 Beiträge seit 27.07.2019

    Schwachmatiker, 7km Fahrrad 30min statt 1,5h Fußweg..........

    Antwort auf Re: Es geht um Brasilianisierung, und nicht um Umweltschutz von exkoelner.

    exkoelner schrieb am 09.01.2022 14:15:

    Will ich zu meinem Arzt, der fußläufig ca. 1,5h weg ist, kann ich den nur via Zwangs-Testung oder Zwangs-Impfung erreichen mit ÖPNV, oder mich eben auf einen 3h Spaziergang freuen - hin und zurück. Mein Scheiß-E-Bike hat gerade einen Platten, und seine Akku-Kapazität hat sich bei diesen Temperaturen mal eben locker halbiert.

    Und auch bei -minus 15°C schafft ein E-Bike-Akku 10 Jahre alt ausgekühlt die 7km-Rückfahrt.
    Hin kannst du ja mit dem zimmerwarmen Akku fahren, in der Wohnung bei 16°C bis 22°C sind das optimale Ladebedingungen.

    Reifen platt? Warum nicht gestern abend repariert?

    Alles dumme Ausreden!

    Warum eine Wohnung 7,5km vom nächsten Arzt entfernt; das war schon die Anfangsnaivität.

    Das Posting wurde vom Benutzer editiert (11.01.2022 10:27).

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