Pnyx (1) schrieb am 21.01.2022 16:57:
Die Frage, ob wir Nahrungsmittel ökologisch anbauen wollen, ist daher kein Luxusproblem, sondern eine Frage des Überlebens.
Bei dieser Thematik hat es Aigner nicht geschafft, die sonst übliche Hoffnung erzeugen wollende Schlusspassage zu formulieren.
Schon zu CDU-Klöckners Zeiten war auffällig, dass in dem Kontext sehr gerne von höheren Ladenpreisen wegenn staatlicher Aufschläge die Rede war, die der Staat dann nutzen sollte, um Umbauten bei Bauern teilzufinanzieren, die sich bewerben sollten, was dann irgendwie zu besseren Haltungsformen führen sollte.
Bei CDU-Klöckner war man über solche Schlawinerei nicht überrascht, aber es hat bei Özdemir nur wenige Tage im Amt gedauert, bis er mit dem gleichen Senf um die Ecke kam.
Wer Haltungsformen verbessern will, muss das vorschreiben. Sonst steigt einfach ein neuer Discounter ins Geschäft ein, bei dem die Hartzer dann einkaufen können. Weil bei der Hartz-Berechnung immer das Billigste vom Billigen genommen wird und davon noch deftig Prozente abgezogen werden.
https://www.der-paritaetische.de/alle-meldungen/hartz-iv-regelsatz-um-mehr-als-50-prozent-zu-niedrig-paritaetischer-fordert-anhebung-der-grundsicherung/
Was Frau Aigner da thematisiert, sind tatsächlich Luxusprobleme, die komplett an der existenziellen, alltäglichen Lebensrealität von vielen Millionen Menschen in Deutschland komplett vorbei gehen.