xj12 schrieb am 21.01.2022 16:23:
"Sie säen nicht, sie ernten nicht, aber sie wissen alles besser!"
Mein Lieblingsspruch war: ohne Bauern wärt ihr nüchtern ;-)
Die Weltretter begreifen nicht (oder wollen nicht begreifen), dass es ausschließlich die industrialisierte Landwirtschaft ist, die es ermöglicht, mit relativ kleinen Anbauflächen viele Millionen Menschen zu ernähren.
Folgt man den Öko-Romantikern, soll das alles weg. Wo aber ohne Düngung mit Kunstdünger die bisherigen hohen Ernterträge z.B. für Getreide herkommen sollen, können diese Traumtänzer nicht erklären - oder sie weichen auf windige, auf Wunschdenken beruhende "Erläuterungen" aus.
Übrigens - war es nicht mal ein erklärtes Ziel aller linken Bewegungen, auch den Armen "Fleisch auf dem Teller" zu ermöglichen? Ist nicht durch deutlich bessere Ernährung (Fleisch) z.b. die Lebenserwartung gestiegen, weil mangelernährungsbedingte Erkrankungen verschwanden?
Noch etwas: kleine, "öko-bio" Landwirtschaftsbetriebe können keine Erträge generieren, die ausreichen, um die Städte zu versorgen. Kleine Landwirtschaftsbetriebe sind auch nicht in der Lage, so preiswert zu produzieren, dass sich jeder in unserem Land diese Produkte leisten kann.
So preiswert produzieren kann nur industrielle Landwirtschaft, rationalisiert und durchtechnisiert. Wer davon weg will ("Klima! Klima! Öko!"), der ist ein Spinner, der sich über die gesellschaftlichen Folgen seiner Forderungen entweder nicht im Klaren ist oder diese aus ideologischer Verbohrtheit leugnet.
Umweltschutz? Aber ja, selbstverständlich! Das geht allerdings auch mit industrieller Landwirtschaft.
Tierschutz? Ja selbstverständlich! Aber dabei bitte nicht vergessen, dass der Mensch keinen Widerkäuermagen hat und nicht von Pflanzenkost allein leben kann - auch wenn mir die Hardcore-Veganer da sicher widersprechen. Man kann darüber gern diskutieren, aber ich verwahre mich dagegen, dass andere mir vorzuschreiben versuchen, was ich essen darf und was nicht.