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  • hdwinkel

mehr als 1000 Beiträge seit 16.06.2012

Stellungskrieg

Das ist schon ein sehr merkwürdiger Krieg.
Nach Berichten des ÖR sind auf ukrainischer Seite die Restaurants selbst in frontnahen Städten inzwischen wieder gut besucht. Die von Russland besetzten und durch den Kriegsverlauf beschädigten Städte wie Mariupol werden nach Berichten des ZDF wieder aufgebaut.
Weiter unten schrieb jemand, dass der Krieg Russlands gegen die ukrainische Zivilbevölkerung geführt wird. Alle Indizien deuten auf das exakte Gegenteil. Mit etwa 10.000 toten Zivilisten nach 2 Jahren Krieg ist das in Kriegen übliche Verhältnis von 1 zu 9, also auf einen toten Soldaten kommen 9 tote Zivilisten, sogar krass umgekehrt.
Mit anderen Worten, der Krieg findet unmittelbar an der Front statt, ohne irgendeine Bewegung, seit vielen Monaten. Und sieht man mal von den Einberufungen und damit der Gefahr an der Front zu sterben ab, ohne direkten Bezug zum eigenen Leben der Menschen dort. Krieg als Folklore.

Die Menschen haben sich längst mit dem Krieg und seinen bisherigen Ergebnissen arrangiert. Das Leben findet seinen Alltag, wenn man nicht gerade an der Front kämpft.
Warum findet der Krieg überhaupt noch statt?
Immer mehr kommt einem da der Spruch von Remarque zurück ins Gedächtnis, der seine Erlebnisse aus dem letzten großen Stellungskrieg beschrieben hatte:
"Ich dachte immer, jeder Mensch sei gegen den Krieg, bis ich heraus fand, dass es welche gibt, die nicht hingehen müssen."

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  1. - hdwinkel 20 Stellungskrieg
    1. unbekannter Benutzer -60 Re: Stellungskrieg
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