alterpinguin schrieb am 08.05.2022 12:49:
Du weißt wie groß z.B. die Erdgasspeicher sind?
Ach nein --- Du redest ja lieber von "Realitätsverlust"?
Offensichtlich weißt du es selbst nicht. Gehen wir einmal davon aus, dass alle dazu fähigen deutschen Erdgasspeicher zur Speicherung von Wasserstoff, der aus EE-Strom elektrolysiert wurde, umgebaut werden und gehen wir davon aus, dass der Strom mit Wasserstoffkraftwerken, die wir nicht haben, wiederverstromt wird, dann reicht das gerade einmal, um den Strombedarf Deutschlands für knapp zehn durchschnittliche Tage zu decken. Das wäre eine typische Dunkelflaute.
Allerdings reicht das nur theoretisch. Denn so schnell kann Wasserstoff nicht ein- und ausgespeichert werden. Das Einspeichern dauert ein paar Monate.
Im Winter reicht das für noch weniger Tage, weil der Stromverbrauch höher ist.
Aber auch nur im nächsten Winter. Laut Energiewende soll ja alles auf Strom (z.B. auch das Heizen) umgestellt werden. Da steigt der Strombedarf beträchtlich. Mit so tollen Wandlungsketten, die sich Energiewende-"Experten" ausgedacht haben: Strom -> Wasserstoff -> verbrennen, um wieder Strom daraus zu machen -> mit Strom heizen, um wieder Wärme zu haben. Was wie ein Schildbürgerstreich klingt, ist tatsächlich das, was "Experten" vorschlagen.
Dann geht da noch etwas anderes schief. Die Speicher liegen ausnahmslos in Norddeutschland. Der Süden, wo mehr Strom verbraucht wird, hat sie nicht. Wie kommt der Strom vom Norden in den Süden? Und wie sollen Solaranlagen im Süden Strom speichern? Wieder in den Norden transportieren?
Und bei der ganzen Sache haben die Speicher nur ein paar dunkle Windstille Tage abgedeckt. Es werden zusätzliche Speicher benötigt, um die täglichen Schwankunen auszugelichen und um Größenordnungen mehr Speicher, um die saisonale Ungleichverteilung auszugleichen.
Aber offensichtlich scheinst du etwas anderes zu wissen. Ich fände es hilfreich, wenn du die Frage einmal selbst beantworten würdest.