Beim derzeitigen Stand der politischen Debatte, den juristischen Verwicklungen und den Erkenntnissen zu den verschiedenen Impfstoffen ist es nicht egal, ob und für welchen Impfstoff man sich entscheidet:
https://www.lto.de/recht/hintergruende/h/corona-ansteckung-impfung-biontech-schutz-befreiung-beschraenkungen-sonderrechte-fuer-geimpfte/
Der Impfstoff: Noch bezieht sich die wissenschaftliche Aussage zur Infektiösität der Geimpften nur auf den Impfstoff von Biontech. Für die Impfstoffe von Moderna, Astra-Zeneca und Johnson & Johnson liegen noch keine derartigen praktischen Erfahrungen vor. Wenn also zunächst nur Lockerungen für Biontech-Geimpfte erlaubt werden, könnte dies das Impfprogramm durcheinander bringen. Wie bei der aktuell zu beobachtenden Zurückhaltung gegenüber dem Impfstoff von Astra-Zeneca zu beobachten, können Menschen zwar impfwillig, aber dennoch sehr wählerisch sein. Lockerungen nur für die Geimpften eines bestimmten Impfstoffs könnten also die schnelle Impfung der (fast) gesamten Bevölkerung behindern und würden damit sogar die möglichst schnelle Beendigung aller Corona-Restriktionen beeinträchtigen.
Bei allem Marketinggerangel, welches Impfverfahren denn jetzt das beste sei, vermisse ich in der Debatte Untersuchungen und Studien zu der Frage, inwieweit das Immunsystem in der Lage ist sich gegen die Mutationen des Coronavirus - zu denen ja auch schon COVID19 in der letztjährigen Variante gehört - auch ohne Impfung zur Wehr zu setzten, bzw. inwieweit das schon geschehen ist. Die medizinische Forschung* hat daran natürlich kein Interesse, da Ergebnisse nicht in marktgängige Produkte umgemünzt werden können. Die Politik sollte aber (eigentlich) ein Interesse** haben, denn eine natürlich entstandene Immunität würde jede Menge Druck aus dem Kessel des Impfdesasters und des Maßnahmenstückwerks nehmen.
Gruß trainspotter
* vgl. Vernachlässigung der Grundlagenforschung in der Forschungspolitik der vergangenen Jahrzehnte
** sofern sie nicht ausschließlich Partikularinteressen verpflichtet ist.