Taiwan ist nicht Honkong, wenn man wirklich einen Vergleich zur Krim und der Ukraine ziehen will. China kann man zum Teil mit Russland vergleichen und sogar deren politische Führung erscheint eher vergleichbar als z.B. die von Frankreich und Deutschland. Bei der US-Führung sieht das leider ganz anders aus.
Taiwan ist nicht Honkong und dort ist "der Drops gelutscht", auch wenn versucht wurde entsprechend da ein Pulverfass zu zünden. Bei Taiwan hat China jede Menge Zeit solange die nicht versuchen auf dem Festland zu "zündeln" (weil ihnen ein überdrehter eingebildeter Weltherrscher Flausen bzgl. einer Rückforderung des Festlandteils in den Kopf setzt... ).
Taiwan ist nicht Honkong, wenn man wirklich einen Vergleich zur Krim und
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Antwort auf Taiwan ist nicht Honkong, wenn man wirklich einen Vergleich zur Krim und von alterpinguin.
Bei Taiwan hat China jede Menge Zeit
Grundsätzlich wird das wohl stimmen. Allerdings möchte ich in dem Zusammenhang als persönliche Meinung gerne folgendes einwerfen:
Unser Ratio sieht das so, weil wir nicht wie ein Diktator denken (das unterstelle ich einfach mal für dich jetzt mit ;) ).Das heisst, nur weil es uns nachvollziehbar erscheint, muss das für Xi Jingping noch lange nicht so sein.
Wer sich mit seinem Werdegang mal etwas intensiver auseinandersetzt wird erkennen daß man das wohl kaum besser im „Handbuch für Diktatoren“ finden würde. Inklusive Personenkult um sich selbst, Abkehr von der zuvor gepflegten Öffnung des Landes hin zu einer eher nationalistisch sowie sozialistisch geprägten Ideologisierung, das Aufheben der zuvor gesetzlich verankerten Amtszeitbegrenzung und auch daß er gleich mehrere wichtige Ämter inne hat ist charakteristisch.
Damit im Hinterkopf hat zwar China sicherlich jede Menge Zeit, aber hat die auch Xi Jingping?
Die Amtszeit spielt da zwar keine Rolle mehr, die verlängern sich solche Typen ja selbst.
Und wie etwaige Wahlen in solchen Ländern ablaufen, konnte man schön regelmäßig in der DDR beim alten saarländischen Russenknecht Honecker beobachten. Oder auch die Ergebnisse der Referenden die die Annektierung der 4 Gebiete Luhansk, Donezk im Donbass sowie Cherson und Saporischschja im Süden legitimieren sollten sind zum schmunzeln wenn es nicht so traurig wäre.Naja, Xi Jingping wird im Juni diesen Jahres 70 Jahre alt. So eine Taiwan Nummer ist für ihn genauso persönlich wie für Putin die Ukraine.
Meiner persönlichen Meinung nach wird es daher nicht mehr allzu lange dauern. Auch wenn der Xi Jingping so noch ganz fit rüberkommt für seine fast 70 (anders als z.B. der halbtot wirkende Tattergreis Joe Biden, bei dem ich jedes Mal Angst habe daß er hinfällt und sich sämtliche Knochen bricht), so lässt einen solch ein Job unter Umständen auch schneller altern.
Seine persönliche „Herzensangelegenheit“ Taiwan will er aber sicherlich selbst noch voll mitbekommen.Ich halte also dagegen und sage Xi Jingping, der „Überragende Führer“ hat eher im Verhältnis wenig Zeit… ;)
Gruß, Baxter
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Antwort auf Re: Taiwan ist nicht Honkong, wenn man wirklich einen Vergleich zur Krim und von 1FC.
....weil die Menschen in aller Welt so Leben wollen wie wir:
Alle vier Jahre wählen, und sich dann überlegen fühlen/sich im besseren System wähnen.
Hat es sich noch nicht zu dir rumgesprochen, dass das Kapital und nicht die Menschen hier das sagen haben?!
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Antwort auf Re: Taiwan ist nicht Honkong, wenn man wirklich einen Vergleich zur Krim und von winni4.
Na klar. Das ist mir sehr wohl bewusst. Bin ja selbst auch im Hansterrad, baue paar Überstunden ab.
Das wirst du auch in zahlreichen Beiträgen von mir finden, so verblendet bin ich nicht. Money makes the world go round.weil die Menschen in aller Welt so Leben wollen wie wir:
Auch hier: Ich persönlich fänd sogar Anarchie ziemlich cool, wohlwissend daß der Mensch dafür nicht gestrickt ist. Auf jeden Fall würde ich niemals so etwas vorschreiben wollen, solange es aus freien Stücken gewollt ist.
Und jetzt stell du dich bitte nicht so doof an, es wird sich auch bis zu dir rumgesprochen haben, daß Volksaufstände in solchen Ländern gerne niedergeknüppelt werden. Und Ja, auch das sich Verprügeln lassen könnte man als das gute Recht eines jeden einzelnen sehen. Allerdings glaubst du sicher genauso wenig wie ich daß da solch ein hoher Anteil an Masochisten und Hooligans lebt.
Besonders wir Deutsche sollten das besser wissen. Da standen an der innerdeutschen Grenze auf Seiten der DDR Grenzsoldaten, die einen Schießbefehl hatten. Das muss man sich auch nach all den Jahren mal auf der Zunge zergehen. Wenn dann da ein Deutscher nach Deutschland fliehen wollte wäre er dafür von einem Deutschen hinterrücks erschossen worden.
Lieber winni4: Sei mir bitte nicht böse, wir können echt über alles reden. Ich behaupte sogar daß du überraschst wärst wie ich z.B. mit auf den Kapitalismus draufhauen würde und auch sonst Kritik an „uns“ selbst üben würde. Ich bin da echt ziemlich offen.
Über eins kannste mit mir dagegen aber nur „schwer bewaffnet“ (im übertragenen Sinne) reden. Und das ist über Freiheit. Da ist geschichtlich einfach viel zu viel Blut vergossen worden um das dann so derart lapidar wegbügeln zu wollen.
Wenn einer z.B. in Novosibirsk als Selbstversorger leben möchte soll er dies tun. Ich würde mir niemals anmaßen so etwas zu bewerten. Wenn der aber willkürlich gegen seinen Willen umgesiedelt wird und er nur nichts sagt aus Angst vor Repressalien dann darf und soll man ruhig sich für den einsetzen.Ich verstehe wenn du zum Beispiel den Kapitalismus hasst und dieses System kritisierst. Tue ich auch, mir fällt nur leider kein anderes halbwegs funktionierendes als ernstzunehmendr Alternative ein. Da bin ich auch ehrlich. Und auch wohlwissend daß wenn wir so weitermachen vollgas auf die Wand zufahren… Mache aber bitte nicht den Fehler diesen Hass oder Frust auf andere, unbeteiligte zu übertragen. Ich für meinen Teil habe zum Beispiel keinerlei Probleme mit Russen und oder Russland (s.o., Freiheit kostet erst mal viel Blut). Putin und seine Entourage haben für mich aber ausgedient, mit denen hätte ich Probleme.
Auch sehr viele Vorurteile die gegen US-Amerikaner oft vorherrschen (oftmals leider noch bei denen die in der ehemaligen DDR das in der Schule noch so beigebracht bekamen), also daß die z.B. saublöd seien, jeder ne Knarre hat, alle ständig nen Kaugummi in der Fresse haben u.s.w. Auch das ist natürlich nicht korrekt. Weiß eigentlich auch jeder, aber mit Klischees leben gehört wohl zu unserem menschlichen Naturell.Für mich persönlich gibt es im Grunde kein besseres oder schlechteres System als Solches. Ein perfektes System wird es eh nie geben, da ist der Mensch viel zu verschieden und nutzt zu wenig sein Hirn. Für mich gibt es aber schon einen Unterschied zwischen einem freien, selbstbestimmten Leben und einem Leben als Knecht. Wenn du so willst, ist das freie Leben für mich dann tatsächlich das bessere. Auch wenn es profitgetrieben ist, das ist mir auch klar. Hier werde ich aber im Großen und Ganzen in Ruhe gelassen und hier kann ich mich trotzdem frei äußern, frei reisen, frei bewegen etc. Du kannst hier auch wie Peter Lustig in nem Bauwagen hausen und dich selbst versorgen. Wenn du das möchtest. Natürlich muss dafür auch hier permanent gekämpft werden. Zensur, Unterdrückung, etc. versucht sich auch hier regelmäßig wie Unkraut überall zu pflanzen. Hier bist du im Grunde deines Glückes Schmied, da bestimmt der Schmied dein Glück.
Für mich ist es daher eher bewährtes vs. gescheitertes System.weil die Menschen in aller Welt so Leben wollen wie wir
Hoffentlich nicht. Ich finde es klasse daß jeder Jeck anders ist (wie wir hier in Köln sagen würden). Und wie manche leben ist dabei auch echt faszinierend. Alles gut. Wie gesagt, solange niemand von einem anderen zu etwas gegen seinen Willen gezwungen wird alles ok (wir reden hier nicht über Spielregeln des Zusammenlebens, die muss es auch hier geben. S.o., so ticken wir Menschen nun mal). Wenn einer z.B. freiwillig ein Zimmer im Gulag haben möchte um sich dort vergiften zu lassen hätte auch der meinen Segen. Wirste allerdings keinen finden, behaupte ich mal.
Nehmen wir z.B. Nord-Korea und Kim Jong Un. Der Typ hat nichts in seinem Leben geleistet. Er ist zufällig als Sohn des Vorgängers geboren und ist scheinbar vom Wesen äußerst skrupellos. Ich bin wirklich alles andere als gewalttätig aber den würde ich gerne mal mit Genuss umhauen. Aber da hätte der keine Eier für, ohne bewaffnete Entourage würde der doch nirgendwo hingehen.
Frag zu der von dir zitierten Frage doch einfach mal einen Nord-Koreaner der nach Süd-Korea geflohen ist. Ich hoffe du schämst dich danach ein bißchen und bist etwas geerdeter.
Wie bei unseren Säugetier Verwandten auch, liegt Freiheit einfach in unseren Genen, simple as that.
In diesem Sinne, Baxter
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Ein neuer kalter Krieg?
Antwort auf Taiwan ist nicht Honkong, wenn man wirklich einen Vergleich zur Krim und von alterpinguin.
Haben wir diese Möglichkeit eigentlich schon in Betracht gezogen.
Ich habe noch mal darüber nachgedacht und vielleicht ist das auch eher Wunschdenken, aber mir fehlt irgendwie die Vorstellungskraft daß China tatsächlich vor ihrer eigenen Haustüre einen Krieg mit den USA riskieren würde.
Alles was nicht auf deren eigenen Boden stattfindet ziehen die Amis bekanntlich auch durch. Die können ja theoretisch jederzeit auch wieder abziehen, das Chaos und die Zerstörung bleibt ja dort. Das heisst China würde definitiv was abkriegen und dann würde wohl auch der neueste Kram im Bezug auf Waffentechnik zum Einsatz kommen. Und ob die USA evtl. sogar Unterstützung von ihren 5-eyes-Freunde Australien und Neuseeland bekämen weiß auch keiner. Oder?Das heisst: Ich gehe schon davon aus daß beide Großmächte ihr Gesicht wahren wollen. Schöner wäre es wenn die sich natürlich MiT Taiwan an einen Tisch setzen würden und eine diplomatische Lösung fänden. Aber da ist wohl das gleiche Problem wie mit Russland. Mit einem ideologisierten Diktator kann man nicht vernünftig verhandeln. Vielleicht ist Größenwahn auch einfach eine Berufskrankheit in der Diktatorenbrache.
Naja, wenn China also nicht angreifen sollte kommt es logischerweise auch nicht zum Krieg. Die Situation bliebe aber wohl angespannt und die USA würden dann vermutlich tonnenweise Sprit verballern und schön im Pazifik patrouillieren und ggf. auch mit ihrem Flugzeugträger regelmäßige „Übungen“ abhalten und evtl. auch als „Werbemaßnahme“ ihre F-35 mit lenkbarer Nuklearmunition präsentieren. Keine Ahnung, aber das hielte ich zumindest für halbwegs denkbar. China würde sich da natürlich auch auf die Brust trommeln und einen auf dicke Hose.
Welch ein scheiß Szenario, nichts aus der Geschichte gelernt….aber alles besser als Krieg, trotzdem genauso sinnlos.Bei Taiwan hat China jede Menge Zeit
In dem Szenario würde ich dir dann zustimmen, denn dann wäre es evtl. sogar cleverer für China mindestens bis zur US-Wahl 2024 zu warten.
Sollte dann jedoch Biden wieder antreten und für die Republikaner -sagen wir mal- DeSantis, dann vergesst bitte diesen Beitrag.
Aber abwarten, ob Biden dann mit 82 Jahren überhaupt noch in der Lage ist ist genauso unsicher wie die finale Auswahl des Republikaner Kandidaten. Am witzigsten (i.S.v. das dürfte nicht wahr sein) wäre Biden und Trump. Trump würde womöglich sogar das Ukraine Engagement einschränken (wenn dann noch Krieg herrschen würde), dafür aber wahrscheinlich seine China Abneigung ausleben. Zwei Irre mit Zugang zum Koffer und der Dritte Irre bekäme Aufwind. Auweia, weiß jemand zufällig wie ich dann einen Schweizer Pass bekommen könnte? Naja, ich habe heute bereits behauptet daß die Amis nicht sooo doof sind wie wir immer meinen. Ich vertraue da also im Grunde daß die so einen nicht mehr wählen, auch wenn die des öfteren nur die Wahl zwischen Pest und Cholera haben.Am Rande: Ist einem eigentlich mal aufgefallen daß es scheinbar keinen zu interessieren scheint was Taiwan eigentlich will?
Gute Nacht, Baxter
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Antwort auf Ein neuer kalter Krieg? von 1FC.
Vielleicht ist Größenwahn auch einfach eine Berufskrankheit in der Diktatorenbrache
...und wird ergänzt durch hochmut, soziopathie und selbstüberschätzung.
würde china eine invasion taiwans starten, dann wäre kurz danach der gesamte ferne osten plötzlich kriegsgebiet. nordamerika hat taiwan unterstützung angeboten: japan, südkorea, nordkorea, australien, usw - alle wären zwangsläufig involviert.
beteiligt sich grossbritannien, dann womöglich auch die NATO...
🤔