Daemon Zweiter Ordnung schrieb am 07.01.2023 17:39:
Splash42 schrieb am 07.01.2023 16:56:
Was hätte die Ukraine von solchen Verhandlungen? Gebiete verloren und einen rachsüchtigen Putin, der den Job sicher irgendwann noch beenden will. Was dessen Sicherheitsgarantien wert sind, weiß die Ukraine ja noch aus der Zeit, als sie ihre Atomwaffen abgegeben hat.
Putin hat keine Sicherheitsgarantien bei Abgabe der Atomwaffen gegeben. Die Geschichte mit diesem Memorandum aus dem Jahre 1994 ist sowieso unterhaltsam. Abgesehen von der Anekdote über Mitterrand und Kutschma Gespräch muss man anmerken, dass die Ukraine bereits 1992 den Atomsperrvertrag als Nichtatomarer Staat
unterschieb.
"Artikel 4 bekräftigt erneut die Verpflichtung (reaffirm commitment), unverzüglich den Sicherheitsrat der UN zur Unterstützung der Ukraine einzuschalten, falls diese als Nicht-Nuklearwaffen-Staat und Teilnehmer des Atomwaffensperrvertrages mit Nuklearwaffen bedroht würde.
Artikel 5 bekräftigt erneut die Verpflichtung (reaffirm commitment) zur Enthaltung vom Einsatz von Nuklearwaffen gegenüber Nicht-Nuklearwaffen-Staaten, die Teilnehmer des Atomwaffensperrvertrages sind."
Siehe Wikipedia.
Macht also Sinn, das zu unterschreiben, auch wenn man kein A-Waffen mehr hat.
Die taktischen A-Waffen waren bereits 1992 abtransportiert. Die Kontrolle über strategische A-Waffen hatte Ukraine nach dem Vertrag von Beloweskaja Puscha ebenfalls nicht. Allerdings hat die Ukraine diesen Vertrag im Jahre 1994 einseitig gebrochen, was zu dem Memorandum von 1994 führte.
Du meinst die Belovezh Accords? https://en.wikipedia.org/wiki/Belovezh_Accords
Muss ich mal lesen, klingt interessant.
Und jetzt zur ursprünglichen Frage "Was Ukraine davon hätte?": Die Ukraine hätte die menschlichen und infrastrukturellen Verluste reduziert.
Das könnte Ru auch ganz schnell.