Natürlich ist es nicht verkehrt mit Sequenzierung der Verbreitung von potenziell gefährlicheren Mutanten auf die Spur zu kommen, allerdings wird regelmäßig unter den Teppich gekehrt, warum die Verbreitung, bzw. die epidemiologischen Daten von B1.1.7. so detailliert bekannt sind.
Das hat mit einer häufigeren nämlich Sequenzierung nichts zu tun, sondern allein damit, dass ein sehr gebräuchlicher PCRTest namens TaqPath für Corona bei der B117-Variante keine drei Signale für drei verschiedene Allele anzeigt, wie vorgesehen, sondern nur zwei ("S-gene dropout"), weil sie eine Test-Allel durch eine Mutation schon nicht mehr erkennt.
https://www.thermofisher.com/blog/behindthebench/thermo-fishers-covid-19-tests-designed-with-virus-mutations-in-mind/?icid=fl-covid19mutations
Das beantwortet auch die eigentlich kaum gestellte Frage, wie man z.B. trotz sporadischer Sequenzierung in Deutschland plötzlich ziemlich genau sagen kann, dass irgendwo - kürzlich z.B. in Berlin - 20 Fälle der britischen Mutante gefunden wurden, während das brasilianische und südafrikanische schlicht als "vorhanden", "schon vorgekommen", "auch in Deutschland schon mal gesehen" gemeldet wird.