Bin wesentlich ungebildeter auf dem Gebiet. Für mich sah die Sache stark vereinfacht so aus:
Ukraine, ehem. Mitglied der Sowjetunion, Teil der slawischen Sprachfamilie, verhält sich zu Russland etwa so, wie Österreich zu Deutschland. Auch die anderen osteuropäischen, vorwiegend slawischen Staaten verhalten sich zu Russland so, wie beispielsweise Holländer und Dänen zu Deutschland.
Es gibt Gemeinsamkeiten in Kultur, Sprache, Wünschen und Träumen, Verhaltensmustern usw usf - und die sind nicht in den 40 Jahren Sowjetunion per Indoktrination hereingekommen. Das sind gewachsene Prozesse auf Jahrhunderte hin. Und natürlich ist auch Deutschland nicht frei von Einflüssen als der osteuropäischen Richtung, insbesondere Sachsen, Brandenburg, Teile Bayerns haben deutlich slawische Einflüsse auf Kultur, Sprache, Bezeichnungen, Orsnamen und Küche.
Es gibt keine Grenze, die fremde Einflüsse zurückhalten kann. Und sind wir ehrlich: Europa ist so multikulturell, wie's sein kann, im positivsten Sinne. Wir haben eine gemeinsame Geschichte und sind doch so vielfarbig wie ein Regenbogen. Gemeinsame Basis, verschiedene Kulturen, Sprachen und Normen. Wir haben das, was wir eigentlich krampfhaft suchen, schon lange, wenn wir nur endlich als Menschen in einem für den Menschen geschaffenen Staatenbund leben würden, statt als Ressourcen in einem Wirtschaftsbund.
Und für mich gehört Russland nach Europa. Es ist europäisch geprägt, es ist Teil unserer gemeinsamen Geschichte und uns sehr viel näher als Afrika oder der Nahe Osten ...