... dann gibt es wieder Gespräche bezüglich einer "neutralen Ukraine".
Ich weiß nicht, ob "neutral" das richtige Wort ist, wenn die pro-westliche Regierung durch eine pro-russische Regierung ersetzt wird. Es dürfte aber deutlich weniger Leichensäcke geben, wenn die ukrainische Armee sich ergibt.
Die Falken in Washington und die EU-Granden sollten einsehen, dass sie hier nichts mehr verloren haben. Jede weitere Intervention rettet nicht die Ukraine und schon gar nicht die pro-westlichen Kräfte, sondern bringt nur noch mehr Menschen um. Und jeder mit Grips in der Kalotte sollte das auch sehen können.
Wie weiter? Wir sollten hoffen, dass Putin nach der Ukraine-Nummer kein weiteres Interesse an schnell geschaffenen geopolitischen Fakten hat. Ist auch nicht unwahrscheinlich: nördlich von Weißrussland sitzt die NATO wie ein Dorn in der Flanke, aber Putin ist nicht dumm, der wird keinen V-Fall provozieren. Selbst wenn er genau weiß, dass die Länder da kaum eine Woche überstehen würden, er greift keinen NATO-Bündnispartner an. Die Ukraine war aber kein NATO-Partner - Putin ist dem zuvorgekommen und hat Fakten geschaffen. Und so wie's aussieht, ist der Krieg entschieden, bevor er sich zur Dauernummer auswalzt. Kiew umstellt, Selenski kann nun darüber nachdenken, ob er sich ergibt und ihm Gespräche angeboten werden - oder ob er weitermachen lässt.
Meine persönliche Meinung: wenn Selenski was an seinem Volk liegt, ergibt er sich, auch wenn er am Ende selbst wahlweise im Exil leben muss, oder in einem Gulag endet. Ich wünsch mir jedenfalls für die Ukrainer, dass der Krieg schnell vorbei ist, dass die Soldaten sich nicht sinnlos verheizen lassen und den Müttern bzw. den Kindern die Flagge für den gefallenen Sohn / Vater erspart bleibt.