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  • Guckstu

mehr als 1000 Beiträge seit 18.03.2024

Ergänzung zu Aaron Maté

Dass er viel bei Grayzone macht, das als linksextrem eingeschätzt wird, ist schon mal ein Hinweis.
Nicht, dass ich das mit dem Linksextremismus jetzt für hieb- und stichfest halte, der Begriff wird ja gern auch auf Leute draufgeklebt, die nur agressiv links sind.
Aber das hilft schon, ihn einzuordnen; typische Merkmale sind: Anti-US, antimilitaristisch, oft blind gegen sich selbst als "links" darstellende Gewalt. Die ersten beiden Merkmale wären ja völlig okay, wenn nicht diese Einseitigkeit dabei waren.

Und dann finde ich das hier:
https://newkontinent.org/the-endless-proxy-war-by-design/
Über den Maidan:

a fascist-infused coup government that cracked down on Russian culture and countenanced murderous assaults on dissidents

In der Tat. Völlig blind gegen russische Gewalt.
Selbst wenn er die US-Politik kritisiert, wofür es ja reichlich Anlass gibt: Ein seriöser Journalist müsste die vorgetragenen Begründungen darstellen und widerlegen, tut er nicht.
Oh, und das mit den "murderous assaults on dissidents" bezieht sich auf Unruhen in Odessa, wo alle Seiten gewalttätig wurden. Er verlinkt das sogar, aber er behauptet wahrheitswidrig, das sei die ukrainische Regierung gewesen.
Mit anderen Worten: Ganz viel Propaganda, völlig unzuverlässige Berichterstattung.

Auch TP bekleckert sich hier nicht mit Ruhm.
Die Leistungen Matés werden hervorgehoben, aber das Kritikwürdige bleibt ausgeblendet.
Und das, nachdem TP neu und besser werden wollte. Da muss TP aber noch gewaltig nachbessern - nichts gegen einseitige Meinungen, die können auch interessant sein, aber dann bitte die vollständigen Infos über die Autoren und nicht nur die positiven Aspekte.

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  • Avatar von Fu Inle
    • Fu Inle

    79 Beiträge seit 05.05.2024

    Re: Keifiger Antagonismus, Spaltpilz & Selbsthass

    Antwort auf Ergänzung zu Aaron Maté von Guckstu.

    ist nicht zwingender Weise eine inhärente Eigenschaft des Linksextremismus, eher ein Klischee. Genauso wie das einer bestimmten Bevölkerungsgruppe...

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    • Guckstu

    mehr als 1000 Beiträge seit 18.03.2024

    Antwort auf Re: Keifiger Antagonismus, Spaltpilz & Selbsthass von Fu Inle.

    Fu Inle schrieb am 05.05.2024 16:13:

    ist nicht zwingender Weise eine inhärente Eigenschaft des Linksextremismus, eher ein Klischee.

    Allerdings eines, das viel häufiger zutrifft, als viele andere Klischees :-)

    Aber du hast natürlich Recht, ist ein Klischee erfüllt, muss der Mensch nicht in die dafür typische Kategorie gehören, und umgekehrt. Man muss so eine Vordiagnose immer durch weitere Informationen bestätigen.

    Die Spuren von Maté sind im Internet eher schmal. Schon deshalb bin ich nicht wirklich sicher, was genau hinter seinen... sagen wir... "eigenartigen" Äußerungen steht.
    Als unparteiische Bestätigung für egal was sind seine Äußerungen jedenfalls nicht geeignet, dazu ist er selbst klar erkennbar viel zu parteiisch.

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  • Avatar von Fu Inle
    • Fu Inle

    79 Beiträge seit 05.05.2024

    Re: Diese Art von Deppendialektik

    Antwort auf Re: Keifiger Antagonismus, Spaltpilz & Selbsthass von Guckstu.

    Wurde nicht von Hegel erfunden, sondern vom Team "ich bin besonders und schlau und habs besser gecheckt als die ganzen Schlafschafe".

    Gerade als "journalist" kann man auf diesem Markt seine Absonderungen gut verkaufen.

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  • Avatar von MartinMa64
    • MartinMa64

    221 Beiträge seit 13.03.2016

    Antwort auf Ergänzung zu Aaron Maté von Guckstu.

    Bin ganz Ihrer Meinung.

    Mir wurde vor einiger Zeit ein Forumsbeitrag gelöscht, weil ich unter mehreren Links auch einen zu einen Artikel auf Greyzone hatte, indem es darum ging, dass US-Wissenschafter Schwierigkeiten hätten, kritische Arikel zur Ukraine in wissenschaftlichen Zeitungen zu veröffentlichen ... (was am konkreten Link nicht in Ordnung sei, wurde nicht begründet, es wurde nur mitgeteilt, dass im telepolis-Forum keine Links auf Greyzone erlaubt seinen (bitte wo kann ich die "verbotenen" Webseiten nachlschlagen?).

    In der Ostukraine wurden auch prorussische Politiker ermordet, vielleicht war das gemeint.

    Übertreibungen in der Sprache sind natürlich oft kontraproduktiv. Warum manche Leute so eine reisserische Sprache bevorzugen, bleibt mir unerklärlich, weil damit der eigene Wirkungskreis doch verringert wird.

    Bei einem Konflikt mit vielen Mitverursachern ist es sowieso unmöglich EIN "objektives" Urteil zu fällen, außer, dass es sehr kompliziert und widersprüchlich sei ...

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    • Guckstu

    mehr als 1000 Beiträge seit 18.03.2024

    Antwort auf Re: Ergänzung zu Aaron Maté von MartinMa64.

    MartinMa64 schrieb am 06.05.2024 15:44:

    Übertreibungen in der Sprache sind natürlich oft kontraproduktiv. Warum manche Leute so eine reisserische Sprache bevorzugen, bleibt mir unerklärlich, weil damit der eigene Wirkungskreis doch verringert wird.

    Es sorgt für Statusgewinn innerhalb der Gruppe, die ja gar nicht mehr überzeugt werden muss und Beiträge danach bewertet, wie genau sie der etablierten Gruppenmeinung entsprechen. Reißerisches macht da besonders viele Punkte.

    Bei einem Konflikt mit vielen Mitverursachern ist es sowieso unmöglich EIN "objektives" Urteil zu fällen, außer, dass es sehr kompliziert und widersprüchlich sei ...

    Sowieso.
    Wobei Russland es seinen Gegnern sehr einfach gemacht hat, mit so vielen sehr durchsichtigen Lügen, offen erklärter Selbstbeweihräucherung, klarem Feindbild, Gräueltaten vom Allerfeinsten und obendrein noch offen zugegebene Verletzung sämtlicher relevanten Abkommen. Die haben da echt nichts ausgelassen.

    Im Grunde der gleiche Fehler wie der der ideologischen Hetzer.
    Und womöglich auch der gleiche Grund: Russland musste in den eigenen Unterstützergruppen Punkte machen, damit sie auch für den Krieg Unterstützung erhalten. Ist natürlich reine Spekulation, aber plausibel.

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  • Avatar von Guckstu
    • Guckstu

    mehr als 1000 Beiträge seit 18.03.2024

    Antwort auf Re: Diese Art von Deppendialektik von Fu Inle.

    Fu Inle schrieb am 05.05.2024 19:01:

    Wurde nicht von Hegel erfunden, sondern vom Team "ich bin besonders und schlau und habs besser gecheckt als die ganzen Schlafschafe".

    Gerade als "journalist" kann man auf diesem Markt seine Absonderungen gut verkaufen.

    Ich denke eher, es dient dazu, innerhalb der Blase aus Leuten mit der gleichen Meinung besonders viel Status zu gewinnen. Wer die Gruppenmeinung besonders aggressiv vertritt, sammelt ja Punkte.

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