Man hat es versucht, die Pestärzte haben ihre Masken verwendet, die allerdings bei damaliger Technik keine Schutzwirkung hatten und viele Leute haben ihre Kontakte massiv eingeschränkt. Doch es gab auch einen Teil der Population, der Orgien feierte, um vom Leben noch mitzunehmen, was mitzunehmen war.
Es ging noch viel weiter. Die Kontrolle aller Einreisenden und bei Feststellung von Pest in den Nachbarorten die komplette Abriegelung der Stadttore waren absolut gängige Massnahmen. Und die Reichen, die es sich leisten konnten, flüchteten aus den Städten auf ihre Landsitze, die ebenso möglichst hermetisch abgeriegelt wurden.
Berühmte Romane aus dieser Zeit (die mir gerade in Erinnerung kommen): "Heptameron" von Margarete v. Navarra, "Decamerone" von Boccacio, voller Schilderungen von Orgien unter diesen geflüchteten Reichen.
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