murdock01 schrieb am 29.12.2021 15:15:
Ego Zentrik schrieb am 29.12.2021 14:19:
Ich habe besonders hervorgehoben, dass die derzeitige Interpretation des Virus als lediglich nicht-lebendes Molekül die nicht logisch erscheinen lässt.
Trial and Error - natürlich hatte ich das auch schon in meine Überlegungen eingeschlossen. Aber:
1. Dazu muss das RNS-Molekül lernfähig und kommunikativ sein. Selbst wenn es, wie geschrieben, einmal das Ziel den Zellkern, in die DNS, an den natürlichen Abwehrmechanismen vorbei zur Vervielfältigung geschafft hätte, steht jedes weitere dieser Moleküle vor denselben Problemen!Nein, da hast du was missverstanden. Das Gedächtnis ist das Virus selbst. Es reproduziert sich ja dauernd und die Reproduktion ist keine 1:1-Kopie des Originals (es kommen Fehler vor - Mutationen). In der nächsten Generation sind proportional mehr Viren da, die es geschafft haben, weil das Immunsystem sie nicht erkannt hat (weil sie eben anders waren als ihre Vorgänger). Diese vermehren sich jetzt wieder und es treten wieder Mutationen auf, wahrscheinlich an anderer Stelle. Dazu muss das Virus nicht wissen, wie seine nicht erfolgreichen Vorgänger ausgesehen haben. Das Ganze ähnelt dem Wettlauf zwischen Hase und Igel, wobei den Befürwortern von NullCovid oder ZeroCovid genau das nicht klar ist.
2. In welcher riesigen Anzahl müssten dann dieselben Viren vorhanden sein? Dann wäre eine Vervielfältigung gar nicht mehr nötig. Diese riesige Anzahl gibt es wohl nicht.
Viren reproduzieren sich immer, das ist ihr einziger Zweck (sie haben keinen Stoffwechsel, leben also nicht). Auch die Krankheit ist nur ein Kollateralschaden, das Virus hat nichts davon, wenn der Wirt krank wird oder stirbt.
Meine Anregung oder Forderung ist auch nur, andere Möglichkeiten für die Phänomene des Auftretens bestimmter Moleküle in Verbindung zu Zellen, die nicht so funktionieren, wie sie sollten, zu überlegen und zu recherchieren! Und nicht einseitig auf nur einer Interpretation zu beharren, die mit immer spekulativeren und vermenschlichten Verhaltensweisen erklärt werden müssen.
Die meisten Viren, die hohe Mutationsraten aufweisen, tendieren in der statistischen Gesamtheit dahin, harmloser zu werden (auch ein Tod des Wirts ist ja aus Sicht der Evolution des Virus ein "fail"). Gegensatz dazu das Pocken- oder Masernvirus, die haben extrem niedrige Mutationsraten. Das ist auch der Grund, warum Impfungen dagegen ein weitaus probateres Mittel sind und die Ausrottung oder signifikante Zurückdrängung mehr Aussicht auf Erfolg haben als bei Covid oder Grippe.
Sieht man ja an HIV, das aufgrund der hohen Fehlerrate bei der reversen Transkription eine extrem hohe Mutationsrate hat, so dass aufgrund der schnellen Bildung von Varianten sogar sagen kann von wem ein infizierter infiziert wurde.
Ist schon lange so harmlos, dass ich niemanden mehr interessiert.
Oh! ist es nicht.