Naja das mit dem "Fetisch" ist mir ein wenig zu abstrakt..
Wer die notwendigkeit von Waren philosophisch als "Fetisch" betrachtet der hat eindeutig "Wohlstandsneurosen".
Stellt euch einfach mal vor ihr sitzt nackt im Wald und müsst euch etwas zu Essen besorgen !
Spätestens in dieser Situation sollte es euch dämmern das unser luxuriöses Leben und der Überfluss nichts naturgegebenes ist sondern darauf beruht das millionen von Menschen in einer komplexen Gesellschaft zusammenleben und durch Kooperation und harte Arbeit die Lebensumstände so weit steigern konnten, das wir heute zumindest in Deutschland eigentlich ein sehr luxuriöses Leben führen könnten.
Leider ist der ganze durch die Kooperation entstandene Wohlstand aber nur sehr ungleich verteilt und das führt ständig zu Problemen und Leid. Mit dem Geld kommt in unserer Gesellschaft leider auch eine ökonomische Macht und die hat bereits seit Jahrhunderten die politischen Systeme unterwandert und trägt immer mehr dazu bei den Reichtum zu den Reichen und zur Politik umzuleiten. (Schon im alten Rom war ein Statthalterposten quasi eine Lizenz zum Gelddrucken und daran hat sich bis heute wenig geändert)
Dabei ergibt sich ein fundamentaler Gegensatz der Interessen der Reichen und denen der einkommensschwachen Menschen. Während die oberen 10% eigentlich nur noch Ihr Geld und Ihre Macht vergrößern wollen um damit Ihren Status zu sichern wollen die restlichen Menschen eigentlich nur genug Waren um damit überleben zu können.
Somit ist eine Gruppe an der Verknappung der Waren interessiert wärend die andere Gruppe eher den Überfluss braucht damit jede/r genug bekommt.
Der diametrale Gegensatz der Interessen ergibt sich also nicht aus dem "Fetisch" Ware, sondern aus der notwendigkeit der Reichen Ihre Machtposition zu festigen und zu erhalten. Und somit kommt die Effizienzsteigerung und der Wohlstand auch nicht bei den Ärmsten an sondern versickert im Geflecht der Profiteure und Statthalter
Daurch das z.B die Jungen und arbeitsfähigen Nepalesen aus dem Land gekauft werden fehlt die Arbeitskraft in Nepal und das Land wird auf seinem Entwicklungsniveau festgehalten wodurch wieder die Leute profitieren die Menschen aus Nepal als billige Arbeitskräfte anstellen.
Für die Menschen aus Nepal ist das aber keine Frage von "Fetisch", sondern schlicht und einfach eine Frage des Überlebens..
Insofern halte Ich diese Fetisch diskussion für eine "Nebelkerze". Das die Eliten gerne mit Träumen, Suggestionen und Propaganda arbeiten ist spätestens seit Edward Bernays bekannt oder auch schon viel Früher von den Cäsaren "Panem et circenses, divide et impera .. etc..". Denn was uns im Endeffekt beherrscht sind immer unsere physikalischen Bedürfnisse. Auch wenn man versucht uns mit allerlei Träumerei von der Erkenntnis dieser Realität abzubringen. Im Endeffekt sind es aber nicht die Träumereien und Fetische sondern die Gewehre und Schlagstöcke die uns beherrschen.
Was uns immer wieder in diese Dilemma gebracht hat war eine Gruppe von Menschen die mehr Macht hatten als alle anderen und die diese Macht dann dazu missbrauchten sich selbst mehr Reichtum als allen anderen zuzuschanzen und deshalb bin Ich auch nach wie vor der Meinung, das sich eine tragfähige, soziale und freiheitlich ausgewogenen Gesellschaft nur durch die Vereinigung aller Menschen in Ihrem Willen also in einer echten Basisdemokratie verwirklichen lässt.
Mfg Makrovir
Das Posting wurde vom Benutzer editiert (13.02.2022 18:32).