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  • kennie

mehr als 1000 Beiträge seit 04.12.2005

Abolitionismus und Boykott (das Gegenteil von "blind")

Versucht der Artikel heimlich PR für die Scheichs zu machen?
Oder geht es um eine bizarre Zuneigung zu den Nepalesen a la "Die wollen das so!"?

Die Scheichs wollen die WM benützen, um sich damit gut darzustellen. Ich hatte auch mal Links vor einigen Jahren gepostet zu Recherchen, die zeigen, dass die Al Thanis bewusst Sponsoring im internationalen Fußball benützen für ihre PR, wo sie die größten (privat/halbstaatlichen) Sponsoren überhaupt sind. Dafür geben sie Milliarden aus und die FIFA, sowie auch deutsche Fußballfunktionäre sind ihnen gegen Bezahlung zu Diensten, wie Franz Beckenbauer oder Paul Breitner, also als PR-Agenten der Al Thanis. Zur WM fahren sie die PR natürlich noch hoch.

Ein Boykott, benannt nach Charles Cunningham Boycott, ist eine gute Methode zu protestieren.

https://de.wikipedia.org/wiki/Boykott

Das Wort Boykott geht auf Charles Cunningham Boycott zurück, einen in Irland lebenden englischen Grundstücksverwalter. Während des Land Wars nach 1870 rief der irische Nationalistenführer Charles Stewart Parnell seine Landsleute zum gewaltlosen Widerstand auf. Infolge der 1880 von Parnell und der Irischen Landliga organisierten Aktion fand Boycott keine Pächter mehr, er wurde „boykottiert“. Dieser erste erfolgreiche Boykott gab allen anderen den Namen.[

https://de.wikipedia.org/wiki/Abolitionismus

Die Abolitionisten haben Boykotte benützt, um gegen Sklaverei zu protestieren. Damals gab es genau die gleichen Diskussionen wie in dem Artikel beschrieben. Wie wir wissen wurde die Sklaverei erst in Nordstaaten abgeschafft und dann kam es zum Krieg mit dem Süden. Nach dem Krieg gab es eine Phase, wo der Norden dem Süden hätte stärker diktieren müssen, dass sie nicht weiter Rassisten sein dürfen, aber das haben führende Politiker verpasst, bzw. wollten teilweise gar nicht. Im Bürgerkrieg haben übrigens viele deutsche Migranten für den Norden gekämpft, die nach der gescheiterten Revolution 1848 geflohen waren.

Mir ist klar, dass es in USA auch heute noch Sklaverei gibt und ähnliche Ausbeutungsweisen und gerade die Gig Economy eine moderne Variante der Sklaverei ist. In Gefängnissen in USA ist Sklavenarbeit noch erlaubt. Trotzdem haben Abolitionisten und Gewerkschaften unzähligen Millionen Menschen geholfen ihre Arbeitsbedingungen und ihr Leben zu verbessern.

Mir fehlt im dem Artikel, der interessante Details beschreibt, die Hervorhebung solcher Arbeitskämpfe, die es sicher auch in Nepal gibt. Ich bashe ja oft die AfDler, gerade auch wenn es um Migration geht, ABER wir brauchen wirklich keine bspw. nepalesischen Kloputzer oder Dergleichen. Diese Elendsjobs müssen weg. Dazu gäbe es auch Wege wie Automatisierung etc. Denn auch Nepalesen, wenn sie die Wahl hätten, würden die nicht machen wollen. Ich kenne diese elendigliche Unterwürfigkeit von Philippinos, die z.B. im Hotelgewerbe tätig sind oder viele sind auf Kreuzfahrtschiffen oder Kinder werden als Sexsklaven missbraucht. Da muss man auch einfach beachten, dass das den Menschen lange Zeit eingeprägt wurde und sie große Angst haben. Diese Länder haben eine grausame Geschichte und kein gutes Schulsystem. Das muss sich ändern und da könnte auch Entwicklungspolitik helfen.

Das ist eine weitere Schwäche des Artikels, dass er meint, man solle es sich einfach machen und auf Marktlösungen vertrauen, wo der Markt hier gerade zeigt, dass er total versagt, was Menschenrechte angeht. Nicht nur die Entwicklungspolitik hat versagt (fast immer marktwirtschaftlich geprägt), sondern eben vor allem der Markt.

Das Posting wurde vom Benutzer editiert (12.02.2022 09:30).

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  1. - kennie -33 Abolitionismus und Boykott (das Gegenteil von "blind")
    1. Formosus 10 Nepalesen mei ...
      1. kennie -60 Es geht um die Al Thanis, Ölscheichs und Oligarchen,
        1. Formosus   Re: Es geht um die Al Thanis, Ölscheichs und Oligarchen,
          1. kennie -50 Paul Breitner und Paganini
            1. Formosus 30 Kennie und kennen
              1. kennie -70 Rhetorisch reinkotzen, typische Taktik von rechten Bösmenschen
                1. Formosus   Re: Rhetorisch reinkotzen, typische Taktik von rechten Bösmenschen
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