Die Zahl stammt aus dem Jahr 2018. Laut polnischer Arbeitsverwaltung wurden in dem Jahr 329.000 Arbeitgenehmigungen an Ausländer ausgegeben, davon 6,1 % an Nepalesen. Tatsächlich war die Zahl der in Polen arbeitenden Ausländer sehr viel höher, da für Ukrainer, Weissrussen, Moldawier und Georgier nur eine MItteilung des Arbeitgebers an das Arbeitsamt notwendig ist, wenn die Arbeitsdauer auf 6 Monate beschränkt ist.
Neuere Zahlen als die von 2018 habe ich leider nicht. Sie wären evtl. auch durch die Corona-Krise verzerrt. Aus einigen Medienberichten geht jedoch hervor, dass in 2021 es wieder einen verstärkten Zustrom von Asiaten auf den polnischen Arbeitsmarkt gegeben hat. Ausser Nepalesen kommen vor allem Philipinos und Bangla Deshis.
Fazit: Es kann schon sein, dass für Länder mit Bevölkerungsüberschuss in Asien, die Arbeitsmigration Entlastung und Einnahmen bringt, während europäische Länder wie Bulgarien, Rumänien, Litauen durch die Massenauswanderung demografische Auszehrung erleben. Andererseits ist es angezeigt, über einen Finanzaustausch zwischen den Gesellschaften der Abgabe- und Aufnahmeländer verschärft nachzudenken. Denn die Kosten für die Erziehung und zumindest schulische Ausbildung haben zu einem grossen Teil die Gesellschaften der Abgabeländer getragen und sich die Gesellschaften der Aufnahmeländer erspart. Die privaten Überweisungen dagegen bleiben privat.
Das Posting wurde vom Benutzer editiert (12.02.2022 08:35).