Sehr interessante Meinung:
"Unmoralische Daimler-Dividende? Die Wahrheit über Dividenden und Gewinne"
https://www.youtube.com/watch?v=xJ7PYVtJWWA
Kurzfassung:
Daimler ist zu wenig innovativ und zockt Staatshilfen ab.
Sehr interessante Meinung:
"Unmoralische Daimler-Dividende? Die Wahrheit über Dividenden und Gewinne"
https://www.youtube.com/watch?v=xJ7PYVtJWWA
Kurzfassung:
Daimler ist zu wenig innovativ und zockt Staatshilfen ab.
Antwort auf Prof. Dr. Rieck zu Daimler-Dividenden von QRM.
QRM schrieb am 30.06.2021 12:03:
Sehr interessante Meinung:
"Unmoralische Daimler-Dividende? Die Wahrheit über Dividenden und Gewinne"
https://www.youtube.com/watch?v=xJ7PYVtJWWA
Kurzfassung:
Daimler ist zu wenig innovativ und zockt Staatshilfen ab.
Und warum hält Li Shufu knapp 10% der Aktien?
Antwort auf Prof. Dr. Rieck zu Daimler-Dividenden von QRM.
Das ist ein unsinniger Beitrag des Herren Spieletheoretiker. In der Sache hat er natürlich zunächst einmal recht und es ist auch OK, darauf hinzuweisen, das ändert aber nichts daran, dass die Autoindustrie massive zusätzliche Subventionen bekommen hat und die Anteilseigner sich das dann als Gewinnrealisierung haben auszahlen lassen. Denn das ist eine Dividendenauszahlung. Eine Realisierung von Gewinnen.
Da ändert auch das blabla mit Verweis auf Eigenkapitalkonten nichts dran. Gewinne erhöhen das Eigenkapital naturgemäß, wenn man sie dann als Dividende realisiert, sinkt das Eigenkapital dann wieder. Die Subventionen haben gleichsam das Eigenkapital erhöht, wurden als Dividende ausgeschüttet, das Eigenkapital sank. Die Subventionen gingen an die Reichen. Wie immer.
Und die Eigner können auch nicht beliebig Eigenkapital abziehen, da sonst eine Insolvenz entsteht und auch Kredite da eingeknüpft sind. So eine Kapitalerhöhung durch Subvention schafft also sehr wohl auch die Voraussetzung für den Abzug dieser Mittel. Der Vorgang war sittenwidrig und undankbar. Es entstand dadurch auch eine Rechtsgrundlage, die Subventionen wieder zurück zu fordern. Was aber natürlich nicht gemacht wurde. Denn sie sind da gelandet, wo sie landen sollten. In den Taschen der Reichen.
Und die Arbeitsplätze, zu deren Sicherung die Subvention angeblich dienen sollte, werden abgebaut.
Das Posting wurde vom Benutzer editiert (30.06.2021 13:22).
Antwort auf Re: Prof. Dr. Rieck zu Daimler-Dividenden von schlamutzelnase.
schlamutzelnase schrieb am 30.06.2021 12:16:
Und warum hält Li Shufu knapp 10% der Aktien?
Weil wir es bei der Autoindustrie mit einem auf vielfältige Weise kartellartig ineinander verflochtenem Oligopol zu tun haben.
VW-Konzern: Volkswagen, Audi, Bentley, Bugatti, Lamborghini, Porsche, Seat, Skoda, Scania, MAN, Neoplan
Fiat-Konzern: Fiat, Chrysler, Alfa Romeo, Ferrari, Jeep, Dodge, Maserati, Lancia
BMW-Konzern: BMW, Mini, Rolls-Royce,
General Motors: GMC, Opel, Chevrolet, Cadillac, Corvette, Buick, Pontiac, Hummer, Saab
Daimler AG: Mercedes, Smart
Renault-Nissan-Gruppe: Renault, Dacia, Nissan, Infiniti
PSA Peugeot Citroen: Peugeot, Citroen
Ford: Lincoln, Mercury, Shelby, Jaguar, Land Rover, Troller, Volvo (ist zu Geely gewechselt)
Toyota: Toyota, Lexus
Hyundai: Hyundai, Kia
Das ist ein klassisches Oligopol. Die tauschen ja auch untereinander vieles aus. Sind untereinander Zulieferer. Von Kleinteilen bis zu ganzen Plattformen.
Dann muss man mal schauen, wem die denn gehören. Aktionären, genau. Und die haben ihr Geld auch in anderen Sachen stecken, auch haben die oftmals Geld in mehreren Autokonzernen stecken. Hier beginnt die kartellartige Verflechtung. Dann kommen die Kapitalsammelstellen hinzu, auch da findet eine weitere Ebene der Interessenverflechtung statt. Siehe Li Shufu.
Aber damit nicht genug.
Die Autoindustrie besteht nicht nur aus den Herstellern. Die Autoindustrie hat sich als Interessenverband in den 1920er Jahren in den USA gebildet, angesichts massiver Proteste wegen der Unfallopfer. Dazu gehörten die Hersteller, die Zulieferer, die Händler, die Banken, die Versicherungen, die Bauwirtschaft, das Militär und die Militärindustrie, die Energiewirtschaft, etc. Die haben dann die erste Kampagne der Autoindustrie gestartet, die bis heute noch läuft. Das victim-blaming. Wer sich überfahren ließ, wurde als dummer Esel dargestellt. Das funktionierte auch, die Meinung der Bevölkerung kippte, die Proteste endeten.
All diese Markteilnehmer sind auch wieder wie oben grob angerissen ineinander verflochten und zutiefst mit der Autoindustrie verflochten. Über die Kapitaleigner und über die Kapitalsammelstellen.
Das ist ein vielfach kartellartig ineinander verflochtenes Oligopol.
Dann noch die "Ölindustrie": Da könnte man meinen, dass es hier einen Interessenkonflikt zum Thema Elektroautos gibt. Das wäre früher auch so gewesen, ist aber auch längst vorbei. Denn die Ölwirtschaft selber hat sich diversifiziert. Sie ist Energiewirtschaft, selber auch an allen anderen Energieformen beteiligt. Auch an regenerativen Energien, aber auch an allen anderen. Aus gutem Grund. Es kann ihnen nämlich damit egal sein, welche Energie wofür verwendet wird. Sie verdienen immer mit. Und sie gehören ja auch wieder zu oben beschriebenem kartellartigen Oligopol, sind über die Kapitaleigner und die Kapitalsammelstellen mit der Autoindustrie zutiefst verflochten. Auch die Medien sind dort eingebunden.
Das Posting wurde vom Benutzer editiert (30.06.2021 13:00).
Antwort auf Re: Prof. Dr. Rieck zu Daimler-Dividenden von 1Hz.
Gute Antwort.
Auch wenn manche Ansprachen des Spieletheoretikers ganz interessant oder überraschend sind, manchmal finde ich seine Ansichten sehr krude.
Antwort auf Re: Prof. Dr. Rieck zu Daimler-Dividenden von 1Hz.
0,0
Antwort auf Re: Prädikat: Wertvoll & 100% am Kern vorbei-kwt von schlamutzelnase.
Im Gegenteil, es trifft den Kern. Es war auch nicht als Widerrede gegen Ihre Aussage gedacht sondern als Ergänzung.
Antwort auf Re: Prof. Dr. Rieck zu Daimler-Dividenden von 1Hz.
denen gehört von allem etwas...