alt_und_naiv schrieb am 07.02.2021 11:55:
Während früher aber Propaganda verbreitet wurde, ...
Eine steile These, dass heute keine Propaganda verbreitet würde.
Ich erinnere mich noch bestens an die Berichterstattung zu Aleppo, und da besonders an das, was Carsten Kühntopp für die ARD von Kairo aus dazu schrieb. Da war immer und immer wieder vom Schlächter Assad, der sein eigenes Volk ermorden wird, die Rede, illustriert mit Tränendrüsenbild - das eine Fälschung aus einem Fotostudio in Saudi-Arabien war.
Und der gleiche 'Journalist' berichtet dann ein paar Tage später von der Bombardierung eines Marktplatzes in Afghanistan, bei der gut 50 Zivilisten getötet wurden. Durchgeführt von unseren Verbündeten. Und das nennt er dann ein 'vermutliches Versehen' (der Angriff fand in drei Wellen statt, alle aufs gleiche Ziel), und einen 'Imageschaden im Kampf gegen den IS'.
Das kann man gar nicht mehr kommentieren. Selbst 'Menschenverachtende Propaganda eines Schmierfinken' genügt dem nicht.
Wenn die Bevölkerung Dinge nicht wie unsere Regierung sieht, dann erkennt man ein Kommunikationsdefizit, das es dringend zu beheben gilt.
Ja. So richtig kam das ja bei der Ukraine-Berichterstattung auf, als große Teile der Bevölkerung den transatlantischen Märchen aus den Redaktionen nicht glauben wollten.
Aber was ist dann passiert? Besserung? Objektive Berichterstattung? Nix da. Man gab sich beleidigt, und hat auf subtilere Formen von Propaganda umgestellt.
Und Halbwahrheiten sind bekanntermaßen schlimmer und bösartiger als glatte Lügen.
gruß
cooregan