Dampflokomotive schrieb am 03.03.2023 10:54:
Aber Sie haben schon mitbekommen, dass ich schrieb (und es so auch im Artikel 5 der Nato-Vereinbarung nachzulesen ist), dass es keinen effektiven Schutz vor einen massiven Angriff gibt? Die Nato-Mitglieder müssen lediglich "nach eigenen Erwägen" Hilfe schicken.
Das kann auch nur humanitär sein oder Geld beinhalten.
Das ist eine versimpelte Auslegung. Bei diesen Regelungen geht es darum, einen Automatismus zu vermeiden, durch den einzelne Mitglieder die ganze NATO in ihre Kriege hineinziehen könnten. Die Türkei in Syrien ist ein Beispiel. Würde dagegen Rußland im Baltikum angreifen, so müßten die NATO-Mitglieder schon aus Eigeninteresse den Verteidigungsfall beschließen. Die NATO würde sich selbst erledigen, wenn sie im Ernstfall ihren kleineren Mitgliedern nicht zu Hilfe käme. Das Verteidigungsbündnis wirkt nur abschreckend, solange der Rest der Welt nicht glaubt, daß alles nur ein Bluff ist.
Ein Schutz vor Russland bietet also die Nato nicht. Nicht wenn Russland massiv angreift.
Hoffen wir mal, daß die Russen aus ihren Fehleinschätzungen von vor einem Jahr gelernt haben und die Dinge jetzt etwas realistischer sehen als du.
Und schon gar nicht den flächenmäßig winzigen baltischen Staaten. Da wird der Krieg so schnell vorbei sein wie gegen Georgien.
Kein Konjunktiv? Das klingt, als wäre dir bewußt, was als nächstes passiert, wenn wir die Russen in der Ukraine gewähren lassen.