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  • Pnyx (1)

mehr als 1000 Beiträge seit 01.07.2017

nichts geändert

Neuber glaubt sich pandemiepolitisch auf der Siegerstrasse. Entgegen seiner Wahrnehmung geht die Pandemie aber munter weiter. In Europa läuft gerade die nächste Welle auf, der man eigentlich einen eignen griechischen Buchstaben widmen sollte. Die Situation wird ungemütlich, die Wellen folgen sich in immer kürzeren Abständen, von Abflauen keine Spur.

Nachvollziehbarer- dennoch fatalerweise hat dieselbe von Guérot argumentfrei zerzauste Regierungspolitik das Ende der Pandemie dekretiert, an das sich der Virus aber partout nicht hält. Heute weitere 325 Tote. Die Kehrtwende hat diverse Gründe, der Wirtschaftskrieg ist nun wichtiger, die Apotheose der jahrzehntelang betriebenen Verfeindung hat Vorrang. Daneben ist man verständlicherweise müde. Trotz aller halbbatziger Bemühungen kriegt man die Kurve einfach nicht flat.

Guérots Behauptungen sind allzu bündig, simplifizierend. Es gibt nicht die einen Regierungstreuen und die anderen Netizans, die sich am Manna alternativer Medien laben. Wenn man je mit Recht von einer neuen Unübersichtlichkeit sprechen konnte, dann heute. Noch nie waren Medienkonsum und Meinungsbildung so divers. Es stimmt auch nicht, dass man die Regierungspolitik irgendwann nicht kritisieren konnte, das konnte man stets und wurde auch ausführlich getan.

In Wirklichkeit hat im Lauf der neoliberalen Jahrzehnte das Vertrauen in den Staat abgenommen, ist bei Vielen einer gewissen Staatsferne gewichen, was mal mehr, mal weniger berechtigt ist. Das Problem ist die Neigung zur Schwarzweiss-Sicht. Wenn Staat unzuverlässig, eigne Interessen verfolgend, dann alles kontaminiert, was von da kommt. Das stimmt aber nicht einmal für notorische Lügenmedien, wie etwa die Bild-Zeitung. Sogar dort findet sich faktisch Korrektes, wenn auch eher selten.

Die staatliche Pandemie-Politik Deutschlands war oft unbeholfen, verworren, inkonsequent - man kann kaum glauben, dass die aus diesem Land stammenden Produkte weltweit einen markant guten Ruf haben -, manchmal vielleicht sogar irrational und jedenfalls durchgehend konzernfreundlich, daher auch nur mässig wirksam, dennoch aber mehrheitlich im Ansatz korrekt und faktenbasiert. Das Freiheits-Framing der Querschläger ist und bleibt verantwortungslos und unsinnig. Die real nun wahrscheinlich 20 Millionen Toten - 6 Millionen offiziell Gezählte - weltweit legen dafür Zeugnis ab. Von den 'bloss' gesundheitlich länger- bzw. langfristig Geschädigten gar nicht zu reden. Und 'dank' der nunmehr sehr laschen Bestimmungen allenthalben ausserhalb Chinas geht es munter weiter, kein Ende in Sicht.

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    • Tlazolteotl

    mehr als 1000 Beiträge seit 18.04.2008

    Antwort auf nichts geändert von Pnyx (1).

    Pnyx (1) schrieb am 08.03.2022 21:17:

    kein Ende in Sicht.

    Richtig! Das Virus bleibt, einige werden krank und ein paar treten die letzte Reise früher an. Also finde dich endlich damit ab, die Menschen werden diesen Zirkus nicht ewig mitmachen.

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    • Pnyx (1)

    mehr als 1000 Beiträge seit 01.07.2017

    Antwort auf Re: nichts geändert von Tlazolteotl.

    Der 'Zirkus' hat mindestens im ersten Jahr vielen Menschen das Leben gerettet. Die Chinesen haben mit ihrer einschlägigen Politik gewiss Millionen vor vorzeitigem Tod gerettet.

    Ich mich damit abfinden? Eine völlig irrige Kategorie. Ich spiele nicht die geringste Rolle, habe nicht den geringsten Einfluss. Was soll das heissen? Soll ich mich nicht mehr äussern dazu? Auch nicht zur widerlichen antirussischen Hetze und allem was dazugehört? Oder was meinen Sie mit 'sich damit abfinden'?

    Ich teile hier ein paar wenigen Menschen mit, wie ich gewisse Dinge sehe, nicht mehr, nicht weniger.

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