Ansicht umschalten
Avatar von alterpinguin
  • alterpinguin

mehr als 1000 Beiträge seit 05.12.2002

das stimmt so nicht, versuche einfach Deine Erfahrung bei anderen Problembereich

martymarty schrieb am 15.03.2023 07:48:
Re: Killerspiel-Debatte

Als junger Mensch in den 2000er Jahren, habe ich als "Killerspiel"-Spieler den Unsinn, das Framing und teils absurdes Faktenverdrehen noch gut im Gedächtnis.

Es werden einem Experten vorgestellt, die einem erzählen in CS kann man Mütter mit Kinderwagen erschießen und das schimpft sich dann "Expertise". In Erringung habe ich hier auch bereits Sendungen wie "Hart aber Fair".

Mir geht es aber eigentlich nur darum, dass es schon sehr viel länger so geht. Ich glaube eher das durch YouTube, Twitter und Co. überhaupt erst die Möglichkeit gegeben wurden, dieser Meinungsmache vom ÖRR, Zeitungen und Co. gegenüber zustehen. Früher ist sowas sonst im Dunstkreis des nicht widersprechen können einfach untergegangen oder höchstens noch in der Stammkneipe angekommen.

das stimmt so nicht, versuche einfach Deine Erfahrung bei anderen Problembereichen zu finden und Du wirst bestimmt fündig werden.
Es ist nicht "Youtube, Twitter und Co." (also spezielle Intenetkommunikationsformen), die den Unterschied ausmachen. Ansonsten wurde es ja vor der Verbreitung des Internets keine ähnlich abgelaufenen Problembereiche geben.
Wenn Du in die nur deutsche Geschichte schaust, dann findest Du da etliches.
Ich zähl mal so grob auf:

deutsche Kriegsbeteiligung (wozu nicht nur der aktuelle Ukraine-Krieg gehört, das reicht weit zurück, also nicht nur Jugoslawien-Krieg, Atomwaffenstationierung, Wiederbewaffnung)

AKW-Atomwirtschaft...

Verkehrsproblematik (Autobahnbau als angebliche Lösung gab es schon lange vor dem Internet).

Die Vorgehensweise herrschender Strukturen (d.h. die Liste der Namen ist lang..) war auch in Vor-Internetzeiten deutlich sichtbar, sofern man es sehen wollte. Siehe Berufsverbote. Die Verfolgung konnte dabei noch so fragwürdige Kriterien an den Tag legen wie z.B. bei der "klammheimlichen Freude", es störte die meisten nicht (zumal "Wirtschaftswunder.. inkl. Urlaub wichtiger waren -- fast wie bei Corona..., wenn man gar nicht schnell genug zur nächsten "Sau, die durchs Dorf getrieben wird" wechseln kann.)

Das Internet kann es etwas leichter machen verglichen mit der Informationsverbreitung per Flugblättern und Schriften, die nicht "mainstream" sind (d.h. nicht in der "Buchhandlung" zu finden sind). Aber auch da gilt, dass wie bei dem "klammheimliche Freude"-Flugblatt, die Verfolgung (inkl. Strafen) zur Höchstform auflaufen kann und man sich schnell an den "Hessischen Landboten" oder H.Heines "Konterbande" erinnert fühlt

Da Du die "Killerspielverbotsversuche" ansprichst, zu der Zeit müssten Dir auch die "Raubmordkopierverfolgungen" aufgefallen sein. Und auch wenn ich die vielen mehr lokalen Auswüchse nicht genannt habe, egal ob "Startbahn-West", "Stuttgart-21" etc. auch da gilt, dass "normale Bürger" aus den "Leidmedien" im Grunde fälschlich informiert wurden und (was wichtiger ist) sich damit zufrieden gaben um solche "Probleme" zu ignorieren. Deshalb solltest Du Deine Erfahrung bzgl. der "Killerspielverbote" als Anstoß nehmen, dass da sehr oft mehr ist als das, was überwiegend verbreitet wird, auch wenn es nicht einfach ist "alternative" Informationen zu finden (und es manchmal wie Zufall aussieht, dass man stutzig wird --- wie Du beim Beispiel "Killerspielverbote").

Bewerten
- +
Ansicht umschalten