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    Antwort auf Re: Ursache? von auf_der_hut.

    auf_der_hut schrieb am 20.06.2024 11:22:

    Uniper schrieb seinen Anteil an Nordstream bereits im März 22 ab, also sechs Monat VOR der Sprengung.

    Uniper hat damit auch seinen Anteil an Nordstream abgeschrieben, drei Monate VOR der Turbinengeschichte, die erst im Juni22 stattfand. Also anders als im Artikel dargestellt.

    Uniper hatte diesen Schritt übrigens wegen den westlichen Sanktionen begründet.

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    Antwort auf Ursache? von mann-oh-mann.

    mann-oh-mann schrieb am 20.06.2024 09:44:

    "Die Ursache waren hier einmal nicht westliche Sanktionen, sondern eine Drosselung der Zufuhr."

    woher nimmt der Autor diese Weisheit?
    ist es mittlerweile bewiesen, daß Gasprom die Gasmenge absichtlich gedrosselt hat?
    oder ist es weiterhin ebenfalls möglich, daß technische Defekte dazu geführt haben, daß weniger Gas gepumpt wurde?
    und wenn, ist es erwiesen ob die Defekte 'von alleine' passiert sind, oder ob Sabotage im Spiel war. ob es russische oder westliche Sabotage war (beides ist möglich!)?

    Was von Deinen Vermutungen ist denn erwiesen?

    einziger mir bekannter Fakt ist, daß eine Turbine nicht zurück nach Russland, sondern nach Deutschland geliefert wurde. diese also ihren Job nicht machen konnte. Schuld daran waren, ob nun direkt oder indirekt, erwiesenermaßen die westlichen Sanktionen!

    Ja, ich erinnere mich an die Turbine. Sie war in Kanada zu Überholung und Kanada wollte sie aufgrund des Embargos nicht ausliefern. Deutschland hat sie dann losgeeist und hätte sie gern geliefert, wenn Russland die Einfuhrpapiere bereitgestellt hätte. Hat Russland aber nicht, das Ding steht vermutlich immer noch im östlichen Ruhrgebiet und gammelt vor sich hin.

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    Antwort auf Re: Ursache? von Raistlin666.

    Raistlin666 schrieb am 20.06.2024 10:46:

    Bin voll bei Ihnen, dennoch gebe ich zu bedenken, das Russland gezielt "Wartungsarbeiten" benutzt hat um die Durchflussmenge zu reduzieren um uns halt ein wenig zu ärgern. Da reichte halt schon eine kleine Ölpfütze um direkt mal zur "Warten" :D

    Da diese Wartungsarbeiten aber Vertragskonform waren, hatten wir da keine Möglichkeiten etwas zu tun und verwunderlich ist es auch nicht gewesen, dass der Kreml irgendwie reagieren wird, war eigentlich klar, wir können froh sein das es so "harmlos" war.

    Und bezügl der Turbine, die hing nur in Deutschland fest weil Russland die nicht annehmen wollte, weil die nötigen Papiere fehlten und Russland uns großmütig :P davor bewahren wollte gegen unsere eigenen Sanktionen zu verstossen.

    Die Russen haben schon Humor :D

    Harmlos, soso...
    https://www.youtube.com/watch?v=e5Af0GJap4o&t=3012s

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    Antwort auf Re: Ursache? von Dampflokomotive.

    Ich glaube auch weniger, dass es darum ging jemanden zu ärgern. Das primäre Interesse lag eher daran, dass man Nordstream2 in Betrieb nehmen wollte, aber die deutsche Seite absichtlich dies verzögerte. Da wollte man etwas Druck aufbauen.

    Nordsrteam 2 ag hat selber für verzögerung gesorgt weil sie wohl keine Anwälte hatten die ihnen erklärt haben dass Sie einen Sitz in der EU haben müssen und die Schweiz nicht dazu gehört.

    Aber ich stimme dir zu dass Russland Druck aufbauen wollte.
    Schon 2021 wurde für leere Gasspeicher und ordentlich Druck gesorgt.

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    Antwort auf Re: Ursache? von SATFVT.

    Haben Sie da mal einen Link, hör ich zum ersten mal.

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    Antwort auf Re: Ursache? von Dampflokomotive.

    Uniper hatte diesen Schritt übrigens wegen den westlichen Sanktionen begründet.

    Nein, sondern mit der fehlenden Betriebsgenehmigung für NS-2 und der Absicht, die Abhängigkeit von russischen Lieferungen zu vermindern. Es gibt keine westlichen Sanktionen gegen russische Gaslieferungen. Die wurden in der EU mal kurz diskutiert, heraus kamen aber nur unverbindliche Absichtserklärungen, weil der Schaden für die Empfängerländer zu groß gewesen wäre. Trotzdem gab es vom Tag 1 des Krieges an große (und letztlich erfolgreiche) Anstrengungen, die Abhängigkeit abzubauen, weil sofort vermutet wurde, dass Russland die für Gegensanktionen nutzen würde. So kam es dann auch.

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    Antwort auf Re: Ursache? von SATFVT.

    Finde es lustig das Sie mit EU Recht argumentieren bei NS 2, das EU Recht aber bei den Gasspeichern wieder komplett unter den Tisch fallen lassen.

    Die Betreiber durften laut EU Recht die Speicher gar nicht befüllen. Wenn es keine Kunden gibt die Gas kaufen und platz im Speicher anmieten dann bleibt der Speicher halt leer, da kann der Betreiber 0 gegen machen.

    Das steht sogar in den Artikeln unsere MM Presse zu dem Thema siehe z.b.
    https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/gazprom-fuellt-deutsche-gasspeicher-nicht-auf-a-a76e5e8a-ba67-4d86-8846-6af453c5df5e

    Laut der EU-Gasmarktrichtline dürfen Produktion, Transport und Vertrieb von Erdgas nicht durch dasselbe Unternehmen erfolgen;

    Es ist ein und das selbe Problem wie bei NS2 und trotzdem werden Sie nicht müde zu behaupten die Russen haben die Speicher nicht befüllt.

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    Antwort auf Re: Ursache? von Raistlin666.

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    Antwort auf Re: Ursache? von Raistlin666.

    Astora mag sich auf den Stand stellen dass Sie ja nichts für den Speicherstand können aber das gilt nicht für Gazprom Germania.
    Gazprom Germania war nicht nur der eigentümer von Astora sondern auch ein Energieversorgungsunternehmen dass mit Gas handelte und Entschied ob Sie das Gas aus dem Gasspeicher an die Kunden leitet oder ob Sie Gas in die Gasspeicher leitet.

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    Antwort auf Re: Ursache? von SATFVT.

    An den 13 Milliarden würde ich mich nicht aufhängen, bei dem Urteil ging es wohl primär darum einen Weg aus den Verträgen zu finden ohne selbst Regresspflichtig zu werden:

    Michael Lewis, Chief Executive Officer (CEO) von Uniper, sagte in einer Presseerklärung: "Dieses Urteil schafft Rechtsklarheit für Uniper. Mit dem Kündigungsrecht, das wir im Schiedsspruch erhalten haben, beenden wir die Verträge mit Gazprom Export."

    https://de.euronews.com/business/2024/06/13/gericht-gazprom-muss-energiekonzern-uniper-schadenersatz-wegen-liefereinstellung-zahlen

    Und das ein Gericht in Stockholm genau zu dem Urteil kommt, verwundert jetzt auch eher weniger.

    Das Posting wurde vom Benutzer editiert (20.06.2024 13:44).

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