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  • Artur_B

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Da fehlt aber etwas

Bis zum Maidan gab es eine Kommunistische Partei, die 2012 immerhin 13,2 Prozent der Stimmen erhalten hatte. Plus 7,8 Prozent im Vergleich zur vorherigen Wahl. Wie ging es dieser? Zitate aus Wikipedia:

Nach der Absetzung von Präsident Janukowytsch im Februar 2014 wurde die KPU zum Ziel von gewalttätigen Angriffen durch Unterstützer des Euromaidan. Die Parteizentrale in Kiew war zeitweise besetzt, andere Büros der Partei wurden verwüstet oder mit Molotowcocktails in Brand gesetzt. Die Abgeordneten der KPU in der Werchowna Rada wurden teilweise bedroht und unter Druck gesetzt.[9][10] In einer am 27. Februar 2014 angenommenen Resolution verurteilte das Europäische Parlament den Angriff auf den Sitz der KPU.[11] Am 10. April wurde die Parteizentrale auf gerichtlichen Beschluss von den Besetzern geräumt, dabei wurden die Räume in Brand gesetzt.[12] Am 6. Mai 2014 wurde die Fraktion der KPU von der Sitzung der Werchowna Rada ausgeschlossen, da sie angeblich den Separatismus in der Ostukraine unterstützte.[13] Am 8. Juli 2014 beantragte Justizminister Petrenko beim regionalen Verwaltungsgericht das Verbot der KPU, da es zahlreiche Beweise für illegale Aktivitäten der Partei gab.

Angeblich. Tatsächlich hatte sie sich gegen die Anti-Terror Operation gestellt, bei der der Protest gegen den Staatstreich mit militärischen Mitteln nirderkartätscht wurde.Dasselbe Vergehen übrigens, das auch Kotsaba vorgeworfen wurde.

Am 24. Juli 2014 erklärte Parlamentspräsident Oleksandr Turtschynow die kommunistische Fraktion in der Rada für aufgelöst, nachdem zwei Tage vorher ein Gesetz in Kraft getreten war, welches Turtschynow die Vollmacht für diese Entscheidung gab.[15] Das Verbot der Partei wurde von Amnesty International als "eklatante Verletzung der Meinungs- und Vereinigungsfreiheit" bezeichnet. Es solle unverzüglich aufgehoben werden

Allerdings. Die Westpresse hat das nicht zur Kenntnis genommen. Aber warum fehlt das in einem Artikel von Peter Nowak? Die ukrainische Linke war eben weitgehend identisch mit der KP.

Kaum besser erging es der Partei der Regionen, der stärksten Partei im Parlament. Offiziell verboten wurde sie nicht, aber sie konnte nicht mehr weiter arbeiten. Unter anderem wurde ihr durch weine Mordserie klar gemacht, dass die Mitgliedschaft lebensverkürzend wirkt:

https://de.wikipedia.org/wiki/Todesserie_von_ukrainischen_Oppositionellen

Das sind in einem Jahr mehr, als Putin für all die Jahre zur Last gelegt werden. In unserer Ukraine, die für unsere Freiheit kämpft.

Die russische Deutung, wonach in der Ukraine eine Junta regiert, ist alles andere als aus der Luft gegriffen. Aber die Junta war in Gefahr: die katastrophale Entwicklung ab 2014 hätte natürlich die prorussischen und neutralen Parteien gestärkt. Da heben sie sich etwas einfallen lassen: sie zauberten diesen Selenskij aus dem Hut, der eine neutrale Politik versprach. Aber er hat wie kein anderer die Junta gestärkt, indem er alle Sender und Parteien verboten hat, die nicht auf Juntakurs waren. Eben auch schon vor dem Krieg.

Unser Wolodymir, der Freiheitsheld des Westens.

Gruß Artur

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  • Avatar von venice12
    • venice12

    mehr als 1000 Beiträge seit 20.09.2015

    Antwort auf Da fehlt aber etwas von Artur_B.

    " In unserer Ukraine, die für unsere Freiheit kämpft"

    liegt doch mit dem KP-Verbot voll auf unserer Linie. Paßt also. WIR hatten schon einmal 1923 und dann wieder 1956 vorgemacht, wie das geht.

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    • mouse-net

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    Antwort auf Re: Da fehlt aber etwas von venice12.

    venice12 schrieb am 24.06.2022 12:17:

    " In unserer Ukraine, die für unsere Freiheit kämpft"

    liegt doch mit dem KP-Verbot voll auf unserer Linie. Paßt also. WIR hatten schon einmal 1923 und dann wieder 1956 vorgemacht, wie das geht.

    Kommt daher das linke Trauma - immer Opfer zu sein?

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  • Avatar von Karl Sten
    • Karl Sten

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    Antwort auf Da fehlt aber etwas von Artur_B.

    Artur_B schrieb am 24.06.2022 11:04:

    Die russische Deutung, wonach in der Ukraine eine Junta regiert, ist alles andere als aus der Luft gegriffen. Aber die Junta war in Gefahr: die katastrophale Entwicklung ab 2014 hätte natürlich die prorussischen und neutralen Parteien gestärkt.

    Es waren doch die Russen, die einen wesentlichen Teil zur Verschärfung der Situation in der Ukraine seit 2014 beigetragen haben.

    - Aufwiegelung der Bevölkerung
    - Stationierung russischer Söldner im Donbas
    - Finanzierung von Kollaborateuren
    - Landraub im großen Maßstab

    Wie würde es wohl in Deutschland aussehen, wenn man seit 8 Jahren einen Verteidigungskrieg gegen den großen Nachbarn führen müsste. Da geht eine Menge Geld bei Flöten.

    Und das Letzte was gestärkt würde wären prorussische oder neutrale Parteien.

    Deswegen fliehen ja auch nur 13% der 8.000.000 ukrainischen Flüchtlinge nach Russland (und viele davon wahrscheinlich nicht mal freiwillig) und der Rest in die EU.

    https://mediendienst-integration.de/migration/flucht-asyl/ukrainische-fluechtlinge.html

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  • Avatar von Oliver Schad
    • Oliver Schad

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    Antwort auf Re: Da fehlt aber etwas von venice12.

    Nicht zu vergessen die Berufsverbote von Linken in der BRD. Und wenn man an den Abschuss von Rudi Dutschke denkt, an den NSU, dann weiß man, dass der Staat auch vor physischer Vernichtung keinen Halt macht.

    Willkommen in der Freiheit, solang du die vorgegebene Meinung hast.

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    • Artur_B

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    Antwort auf Re: Da fehlt aber etwas von venice12.

    venice12 schrieb am 24.06.2022 12:17:

    " In unserer Ukraine, die für unsere Freiheit kämpft"

    liegt doch mit dem KP-Verbot voll auf unserer Linie. Paßt also. WIR hatten schon einmal 1923 und dann wieder 1956 vorgemacht, wie das geht.

    Das seit 2014. Die Ukrainisierung Deutschlands ist seit 2014 Programm.

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  • Avatar von teqq.at
    • teqq.at

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    Antwort auf Re: Da fehlt aber etwas von Oliver Schad.

    Dann würde ich mal überlegen, was passieren würde, wenn Sie diese Meinung, egal ob jetzt oder vor dem Krieg in der Ukraine äußern könnten. Hier können Sie das.

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  • Avatar von Oliver Schad
    • Oliver Schad

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    Antwort auf Re: Da fehlt aber etwas von teqq.at.

    Nicht-wirksame Meinungsäußerungen zu erlauben, ist ja auch keine Freiheit. Freiheit ist dann, wenn eine Meinung auch zu einer politischen Folge führt. Man will ja nicht was gesagt haben, damit es gesagt ist, sondern weil man eine Konsequenz will.

    Am G7-Gipfel kann man wunderbar sehen, was auch der deutsche Staat von wirksamen Protest hält. Er zerstört ihn, so gut er es kann.

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