Das Problem ist: Für die ungeplant dazu kommenden Kunden müssen Strom und Gas zum Börsenpreis gekauft werden, weil man ihre Verbräuche nicht langfristig einplanen konnte.
Gegen das Problem zu vieler Neukunden, die man in der Grundversorgung zu den aktuellen (hohen) Börsenpreisen bedienen müsste, kann man sich wehren, indem man überregionale Vertragskunden kündigt.
Wenn das geschieht, wie zurzeit bei den Stadtwerken Flensburg (Quelle: https://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/Stadtwerke-Flensburg-stellen-ueberregionale-Versorgung-mit-Gas-ein,stadtwerkeflensburg102.html),
fallen diese Kunden anderen Stadtwerken zur Last, die dann wiederum ihren überregionalen Kunden kündigen werden. Dieser Dominoeffekt führt dazu, dass sehr viele Kunden zum Anbieterwechsel in höherpreisige Verträge gezwungen werden. Darüber hinaus ist es ein immenser Aufwand, diese sinnlosen Anbieterwechsel zu bewerkstelligen. Und im Endeffekt wird der Kunde auch diese Transaktionskosten noch bezahlen.
Als Kollateralschaden dazu noch der Vertrauensverlust: Einst umworben und hofiert, dann gekündigt weil zu teuer.
Wenn die Stadtwerke das nicht anders hinbekommen, ist der Ruf dieser einstigen "Institutionen" völlig ruiniert.
Das Posting wurde vom Benutzer editiert (06.10.2022 10:55).