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  • blu_frisbee

mehr als 1000 Beiträge seit 12.09.2002

Sinnlose Wettbewerbe

Mathias Binswanger: Sinnlose Wettbewerbe im Bildungswesen
https://www.youtube.com/watch?v=vFKH918BkJY#54:03

Es meint natürlich nicht, daß da gar kein Sinn ist, irgendjemand kriegt schon den Vorteil.
Aber das Gesamtsystem nicht unbedingt, wie Neoliberale behaupten.
Unter Fachleuten kontraproduktiv genannt.

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    • unbekannter Benutzer

    mehr als 1000 Beiträge seit 04.08.2007

    Es geht um einen realen Konformitätsdruck

    Antwort auf Sinnlose Wettbewerbe von blu_frisbee.

    Die Messbarkeitskritik ist billig und geht doch am Kern vorbei.

    Solche Wettbewerbe dienen dem Anpassungsdruck. Gemessen wird jeweils immer die kurzfristige, also aktuelle, Funktionalität. Bei der Messbarkeit geht es somit immer um den möglichst anpassungsfähigen Untertanengeist. Einer der dann später im Kapitalismus bestmöglichst funktioniert. Deswegen wird mit der Messbarkeit nie etwas simuliert.

    Entsprechend fließen auch die Mittel. Aus diesem Grunde ist auch jegliche Mitarbeit vom fzs (freien Zusammenschluss der Studierendenschaften) und der GEW (vor allem Andreas Keller) an der Akkreditierung von Studiengängen eine Mitarbeit im Sinne der kapitalistischen Marktlogik und damit die Aufgabe von Gesellschaftskritik. Deswegen finden auf dieser Ebene kaum noch Debatten um Hochschuldemokratisierung oder um projektorientierte Studienreformen statt, wie sie in den 70er und 80er Jahren (und teilweise noch zu Beginn der 90er Jahre) geführt worden sind.

    Beim Bildungsbegriff geht es immer um ein konkretes philosophisches Konzept mit einem bestimmten Menschen und Gesellschaftsbild. Darauf muss jede Kritik aufbauen. Bildung ist jeweils nur von einer bestimmten Warte aus definierbar.

    Der Redner im Video, wie so mancher Autor in ähnlichem Zusammenhang, legt seine eigene, übrigens sehr konservative, Grundposition nicht offen dar. (wiewohl sie bei jedem Beispiel mitschwingt.) [nach kurzem Querhören, die ganze Stunde wäre verschenkte Zeit]

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