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  • Ruebennase _MZ

572 Beiträge seit 02.06.2017

Kliniks-Alltag

Es sind nicht allein "gesellschaftliche Verhältnisse", welche die Pflegekräfte zur "Berufsflucht" veranlassen, es sind auch innerklinische Zustände, Gegebenheiten in den einzelnen Krankenhäusern.
Leider ist es noch immer so, dass Krankenhäuser eine kleine, aber gut abgeschirmte Welt in der Welt sind ; es dringt von "innerklinischen Zuständen" nichts nach Außen - was auf Station geschieht, bleibt auf Station -, so lautet ein unausgesprochener Grundsatz des Krankenhauswesens.
Pflegekräfte werden nicht nur gesamtgesellschaftlich wenig gewertschätzt, sie werden von den Leitungskräften ihrer Bereiche häufig überhaupt nicht wertgeschätzt.
Pflegekräfte in den Kliniken sind die Kompensationsfaktoren,
die jeden "Scheiß", den andere verbocken, kompensieren sollen.

Nur zwei Beispiele:

- Die stellvertretende Kliniksmanangerin empfand einige Stühle ihres Büros als unbequem, sie ging über die Stationen, und tauschte ihre unbequemen Stühle gegen bequemere Sitzgelegenheiten aus den Aufenthaltsräumen der Stationen aus.

- Der Chef wollte gerne eine Bilderwand (mit Bildern der Beschäftigten seiner Stationen);
die Kliniksmanagerin machte das möglich, indem sie alle Mitarbeiter zu einem verpflichtenden Termin ( Mitarbeiterausweis) zum Kliniksfotographen schickte. (einige haben sich, nach Veröffentlich ihrer Bilder, gewehrt – die meisten arbeiten heute nicht mehr in der betreffenden Klink - 2012 wurden die Bilder an die Wand gehängt).

Wer 3-mal eine Station oder Klinik (Krankenhaus), wegen solcher innerklin. Vorfälle , gewechselt hat, wird sich vor Krankenhäusern als Berufsfeld hüten.

Ich könnte noch mehr aus den Kliniksalltag berichten, auch darüber wie Pflegepersonal systemat. belogen wird, werde das aber hier nicht tun.

Nur noch soviel:
Wer
"Kardiohelden" nicht für eine Werbung hält, die explizit auf Profilneurotiker abziehlt,
mag sich da gerne bewerben:

https://www.youtube.com/watch?v=Hh6pX-SdaSs

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  • Avatar von schlamutzelnase
    • schlamutzelnase

    mehr als 1000 Beiträge seit 13.11.2015

    Re: Klinik(s)-Alltag

    Antwort auf Kliniks-Alltag von Ruebennase _MZ.

    Und was hat der Betriebsrat dazu gesagt?

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    • Ruebennase _MZ

    572 Beiträge seit 02.06.2017

    Antwort auf Re: Klinik(s)-Alltag von schlamutzelnase.

    Und was hat der Betriebsrat dazu gesagt?

    Der Betriebsrat war gar nicht eingebunden, schließlich ist der Mitarbeiterausweis verpflichtend ( mit Personalratszustimmung); aber darum geht es ja nicht, sondern darum, dass die Pflegekräfte zum Fototermin verpflichtet wurden (Mitarbeiterausweis), um dann ihr Bild in einem Schaukasten auf Station sehen zu müssen - den Mitarbeiterausweis gab es nicht (zumindest nicht im Rahmen der Fotoaktion).

    Ein Kollege hat den Betriebsrat informiert, traf sich zu einem Gespräch mit der Kliniksmanagerin und zwei Betriebsratsmitgliedern - ein Gedächtnissgesprächsprotokoll:

    Kollege: Frau M. , ich möchte, dass mein Bild von dieser Wand verschwindet.
    Frau M (Kliniksmanagerin): machen sie das doch bitte schriftlich.
    Betriebsrat (zu Frau M.): sie wissen dass er das nicht muß .

    Ein paar Stunden später war das Bild dann nicht mehr im Schaukasten.

    Der Kollege arbeitet inzwischen nicht mehr auf der Station, wie auch etliche andere Kolleginnen, die sich gegen die Zurschaustellung ihrer Bilder gewerhrt haben (nach § 22 KunstUrhG etc,)

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