Es sind nicht allein "gesellschaftliche Verhältnisse", welche die Pflegekräfte zur "Berufsflucht" veranlassen, es sind auch innerklinische Zustände, Gegebenheiten in den einzelnen Krankenhäusern.
Leider ist es noch immer so, dass Krankenhäuser eine kleine, aber gut abgeschirmte Welt in der Welt sind ; es dringt von "innerklinischen Zuständen" nichts nach Außen - was auf Station geschieht, bleibt auf Station -, so lautet ein unausgesprochener Grundsatz des Krankenhauswesens.
Pflegekräfte werden nicht nur gesamtgesellschaftlich wenig gewertschätzt, sie werden von den Leitungskräften ihrer Bereiche häufig überhaupt nicht wertgeschätzt.
Pflegekräfte in den Kliniken sind die Kompensationsfaktoren,
die jeden "Scheiß", den andere verbocken, kompensieren sollen.
Nur zwei Beispiele:
- Die stellvertretende Kliniksmanangerin empfand einige Stühle ihres Büros als unbequem, sie ging über die Stationen, und tauschte ihre unbequemen Stühle gegen bequemere Sitzgelegenheiten aus den Aufenthaltsräumen der Stationen aus.
- Der Chef wollte gerne eine Bilderwand (mit Bildern der Beschäftigten seiner Stationen);
die Kliniksmanagerin machte das möglich, indem sie alle Mitarbeiter zu einem verpflichtenden Termin ( Mitarbeiterausweis) zum Kliniksfotographen schickte. (einige haben sich, nach Veröffentlich ihrer Bilder, gewehrt – die meisten arbeiten heute nicht mehr in der betreffenden Klink - 2012 wurden die Bilder an die Wand gehängt).
Wer 3-mal eine Station oder Klinik (Krankenhaus), wegen solcher innerklin. Vorfälle , gewechselt hat, wird sich vor Krankenhäusern als Berufsfeld hüten.
Ich könnte noch mehr aus den Kliniksalltag berichten, auch darüber wie Pflegepersonal systemat. belogen wird, werde das aber hier nicht tun.
Nur noch soviel:
Wer
"Kardiohelden" nicht für eine Werbung hält, die explizit auf Profilneurotiker abziehlt,
mag sich da gerne bewerben:
https://www.youtube.com/watch?v=Hh6pX-SdaSs