Ansicht umschalten
Avatar von caphorn
  • caphorn

mehr als 1000 Beiträge seit 10.04.2006

Pop ist tot.

Egal, wo man hinschaut, Musik, Film, aber auch die bildenden Künste oder die Literatur: Alles wird nur noch durch das beschriebene Prinzip dominiert, das und ist nicht mehr von irgendwelchen anderen Produkten zu unterscheiden. Das war zu erwarten, wie sollte es anders sein, in einer Welt, in der selbst die Gesundheit zu einer Industrie verkommen ist? Klar, dass von den „betroffenen“ Künstlern keiner mehr die Klappe aufreißt, wenn es um Maßnahmen oder Grundrechtseinschränkugen geht. I am sailing? Ja klar, aber bitte nur mit Impfpass.... Die menschenverachtenden Zitate der Promis zu dem Thema sind mittlerweile Legion und die wenigen Ausnahmen – Nena zum Beispiel – haben dermaßen aufs Horn bekommen von der ebenfalls eingeforderten medialen Öffentlichkeit und ihren Industriepartnern, dass man schon nach relativ kurzer Zeit auch von denen dann nichts mehr gehört hat. So funktioniert die Gleichschaltung, nicht mehr zentralistisch durch eine Partei oder so, sondern einzig und allein durch das Prinzip des wirtschaftlichen Erfolgs, das alles dominiert. Und es ist kein Ende abzusehen, weil es in dem Sinne keine Alternative mehr gibt. Außer auf kleinster oder lokaler Ebene, für die die sich dann aber nur noch kleine Grüppchen interessieren. Ein Kulturmoloch, dessen Anspruch auf freie Selbstverwirklichung freilich ungebrochen bleibt und nach wie vor eines der zentralen Narrative unserer Eigenwahrnehmung darstellt. Pop ist so tot wie Weihnachten und trotzdem wird niemand darauf verzichten wollen...

Bewerten
- +
  1. - caphorn 71 Pop ist tot.
    1. elsnerc   gut gefundene Worte! [++]
    2. Arutha   Re: Pop ist tot.
    3. Randle Patrick McMurphy   Re: Pop ist tot.
Ansicht umschalten