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Rezession ist die schwächste Erklärung

Wir hatten im Zuge der Corona- „Pandemie“ einen Trend zum Home- Office; in dem Zusammenhang wurden viele IT- Investitionen vorgezogen. Das löste die Chip- Knappheit aus, die Kosten für Computer etc. stiegen und es war nicht mehr unbedingt das verfügbar was man haben wollte. So, und jetzt haben wir eine Phase, in der alles wieder verfügbar ist, es aber keinen wirklich harten Grund gibt, sich mit neuer IT- Hardware einzudecken.
Auf der anderen Seite boomt der Chip- Automotive Bereich, was viel mit ADAS zu tun hat. Der KI- Trend ist noch ganz jung; es ist aber jetzt schon absehbar, dass da Rechen- und Speicherleistung ohne Ende reinfließen wird. Und auch Ersatzinvestitionen für den privaten und geschäftlichen Computer wird es in 1 oder 2 Jahren wieder verstärkt geben.
Also bitte keine Panik auf der Titanic…

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    Antwort auf Rezession ist die schwächste Erklärung von ScharfGeschnitten.

    ScharfGeschnitten schrieb am 22.04.2023 20:58:

    Wir hatten im Zuge der Corona- „Pandemie“ einen Trend zum Home- Office; in dem Zusammenhang wurden viele IT- Investitionen vorgezogen. Das löste die Chip- Knappheit aus

    Quatsch. Die Chip-Krise während Corona wurde dadurch ausgelöst, dass in freudiger Erwartung einer Mega-Krise Bestellungen für 3/6/9 Monate Volumen vorgreifend gecancelt wurden. Die Fertigungskapazitäten sind dann an die Büro- und Unterhaltungs-industrie gegangen.

    , die Kosten für Computer etc. stiegen und es war nicht mehr unbedingt das verfügbar was man haben wollte.

    Webcams vielleicht.
    Grafikkarten waren vorher schon lange nicht verfügbar, trotz Rekordproduktionen.

    Auf der anderen Seite boomt der Chip- Automotive Bereich, was viel mit ADAS zu tun hat. Der KI- Trend ist noch ganz jung; es ist aber jetzt schon absehbar, dass da Rechen- und Speicherleistung ohne Ende reinfließen wird. Und auch Ersatzinvestitionen für den privaten und geschäftlichen Computer wird es in 1 oder 2 Jahren wieder verstärkt geben.
    Also bitte keine Panik auf der Titanic…

    Du hast das Thema nicht verstanden.

    Die Globalisierung ist tot. Was Du moch wahrnimmst, ist das Hühnchen mit dem abgeschlagegenen Kopf, welches durch den Stall rennt. Es wird umkippen.

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    Quatsch

    Antwort auf Re: Rezession ist die schwächste Erklärung von fuckup2.

    Die Globalisierung ist also tot?
    Lass mich mal nachdenken: Thema ist Computer: Das Silizium für die Chips wird überwiegend in China raffiniert.
    Die Wafer werden dann in Taiwan, Japan, Südostasien aber auch in USA/ Deutschland gefertigt. Produktion der hochwertigen Chips erfolgt dann zu 60% in Taiwan, der Rest verteilt auf USA/ Südostasien und Europa. Packaging findet dann ebenfalls verteilt auf die Triademärkte statt.
    Die Computer und Handys zusammengebaut werden dann fast ausschließlich in Spdostasien, zumindest dann wenn man Boardcomputer für Autos ignoriert.
    Speicherchips kommen überwiegend aus Südkorea und Malaysia/ Indonesien, Leiterplatten aus China, Displays aus China, Korea, Japan, Thailand, Raspberry Pis aus Kenia.
    Du hast recht, Globalisierung im IT- Bereich ist ja sooo tot…

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    Antwort auf Quatsch von ScharfGeschnitten.

    ScharfGeschnitten schrieb am 23.04.2023 08:06:

    Die Globalisierung ist also tot?
    [...]
    Du hast recht, Globalisierung im IT- Bereich ist ja sooo tot…

    Du hast das Bild das ich in dem Zuge beschrieb offenkundig nicht verstanden. Aber weil es Dir an anscheinend so wichtig ist:

    Ja, das Hünchen rennt derzeit noch.

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    Und das Hühnchen wird weiter rennen…

    Antwort auf Re: Quatsch von fuckup2.

    …weil es einfach zu teuer ist in jedem größeren Land eine vollständige Semiconductor Industrie aufzubauen (das gilt eigentlich für jede komplexe Industrie). China, dass sich wirklich alle Mühe gibt bei den Chips autark zu sein, kann nur 1/4 aller im Land benötigten Chips selbst herstellen. Umgekehrt ist den Europäern und Amerikanern der Aufbau eines großflächigen Seltene Erden Bergbaus zu schmutzig. Zu glauben, dass der chinesisch- amerikanische Konflikt das Prinzip der Konzentration der Fertigung auf die weltweit geeignetsten Standorte aufhebt, geht am Prinzip dieser Branche vorbei. Es gibt einfach zu viele unterschiedliche Chips, als das jeder alles selber machen und man das Prinzip von Handel und Austausch einfach in die Tonne treten könnte. Und selbst wenn es den Amis gelingen würde China zu isolieren, würden die Einzelteile einer auf den Philippinen montierten Elektrozahnbürste immer noch 5x die Welt umrunden.

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    Antwort auf Und das Hühnchen wird weiter rennen… von ScharfGeschnitten.

    ScharfGeschnitten schrieb am 23.04.2023 08:29:

    …weil es einfach zu teuer ist in jedem größeren Land eine vollständige Semiconductor Industrie aufzubauen (das gilt eigentlich für jede komplexe Industrie).

    Wozu in jedem Land? Nord-Amerika und Europa reicht hin.

    Umgekehrt ist den Europäern und Amerikanern der Aufbau eines großflächigen Seltene Erden Bergbaus zu schmutzig.

    Echt? Ich dachte, dass das v.a. an dem billigen Chinesischen Supermarkt liegt. Sei es drum: Die Mienen werden jetzt schon aufgefahren.

    Es gibt einfach zu viele unterschiedliche Chips, als das jeder alles selber machen und man das Prinzip von Handel und Austausch einfach in die Tonne treten könnte.

    Zu viele Chips? Bisher dachte ich, dass das Foundry-Prinzip die Entkoppelung zwischen Produktion und Entwurf darstellt.

    Und selbst wenn es den Amis gelingen würde China zu isolieren, würden die Einzelteile einer auf den Philippinen montierten Elektrozahnbürste immer noch 5x die Welt umrunden.

    Ich würde nicht zu viel darauf wetten.

    Die Globalisierung hat es v.a. deswegen gegeben, weil es dem US Empire genützt hat. Zieht sich das aus der Globalisierung zurück wird China die Rolle übernehmen müssen, aber weder können noch wollen

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    Doch, zu viele unterschiedliche Chips

    Antwort auf Re: Und das Hühnchen wird weiter rennen… von fuckup2.

    Es muss hunderttausende unterschiedliche Chips geben, vom einfachen Power Controller bis zum SoC, vom Tuner- Chip bis zum MEMS- Sensor; vielleicht sind es auch Dutzende Millionen, ich weiss es nicht. Und nicht jeder Chip lässt sich in jeder FAB herstellen. Selbst wenn sie prinzipiell verstellbar wären, nicht jede Fab. will sich drauf einrichten.
    Auch für 25 Jahre alte Chips gibt es einen Markt, manchmal gibt es noch eine Fab weltweit, die diese herstellt, manchmal gibt es gar keine mehr. An letzterem ändert das Foundry- Prinzip gar nichts.

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    Antwort auf Doch, zu viele unterschiedliche Chips von ScharfGeschnitten.

    ScharfGeschnitten schrieb am 23.04.2023 09:59:

    Es muss hunderttausende unterschiedliche Chips geben, vom einfachen Power Controller bis zum SoC, vom Tuner- Chip bis zum MEMS- Sensor; vielleicht sind es auch Dutzende Millionen, ich weiss es nicht. Und nicht jeder Chip lässt sich in jeder FAB herstellen. Selbst wenn sie prinzipiell verstellbar wären, nicht jede Fab. will sich drauf einrichten.

    Du verstehst nicht viel von Halbleitern und deren Fertigung, weisst aber mit Gewissheit, dass ein SOC und ein Tuner in zwei verschiedenen Fabriken gefertigt werden müssen, von denen eine in China stehen muss.

    Auch für 25 Jahre alte Chips gibt es einen Markt, manchmal gibt es noch eine Fab weltweit, die diese herstellt, manchmal gibt es gar keine mehr. An letzterem ändert das Foundry- Prinzip gar nichts.

    25 Jahre alte Halbleiter-Fabriken haben wir auch in Deutschland. Z.B. in Dresden.

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    • ScharfGeschnitten

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    Antwort auf Re: Doch, zu viele unterschiedliche Chips von fuckup2.

    Da du so unglaublich viel von Halbleitern verstehst, bleibt mir wohl nichts anderes übrig als mich deiner unendlichen Weisheit zu beugen und anzuerkennen, dass in China Tuner und SoCs in der gleichen Fabrik gefertigt werden!

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    • odenter

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    Antwort auf Re: Und das Hühnchen wird weiter rennen… von fuckup2.

    Ich würde nicht zu viel darauf wetten.

    Die Globalisierung hat es v.a. deswegen gegeben, weil es dem US Empire genützt hat. Zieht sich das aus der Globalisierung zurück wird China die Rolle übernehmen müssen, aber weder können noch wollen

    Globalisierung (weltweiten Handel) gab es immer und wird es immer geben. Das gab es auch schon lange bevor die USA nach dem WKII zur Führungsmacht aufgestiegen sind. Briten, Holländer, Spanier, Portugiesen usw. usw.

    Das Posting wurde vom Benutzer editiert (24.04.2023 08:54).

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