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Mit dem Aufstieg des britischen Empire

war das britische Pfund sozusagen die Weltleitwährung. Mit dem Untergang des Empire verschwand dessen Bedeutung. Die USA traten unangefochten das Erbe an und damit der Dollar. Ein "Hoch" auf den Grafen Stephan Schlick, der weiland in St. Joachimsthal unweit von Karlsbad die ersten "Joachimstaler" münzen lies. Das weltweite BIP verschiebt sich im Moment zuungunsten der USA. Es ist daher ganz normal, dass die Bedeutung des Yuan/Renmimbi zunehmen wird. Dieser ist im Moment zu Dollar und auch Euro im Vergleich zur Wirtschaftsleistung unterrepräsentiert. Die USA werden sich halt dran gewöhnen müssen, dass es eben in wenigen Jahrzehnten mehrere weltweite Formen von Währungssystemen geben wird und sie nicht mehr ausschließlich die erste Geige spielen. Was hindert es die BRICS untereinander eine Art "Verrechnungseinheit" wie damals in der alten EG der ECU einzuführen?

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    Antwort auf Mit dem Aufstieg des britischen Empire von Zumsteinspitze.

    Zumsteinspitze schrieb am 08.04.2023 16:58:

    war das britische Pfund sozusagen die Weltleitwährung. Mit dem Untergang des Empire verschwand dessen Bedeutung. Die USA traten unangefochten das Erbe an und damit der Dollar. Ein "Hoch" auf den Grafen Stephan Schlick, der weiland in St. Joachimsthal unweit von Karlsbad die ersten "Joachimstaler" münzen lies. Das weltweite BIP verschiebt sich im Moment zuungunsten der USA. Es ist daher ganz normal, dass die Bedeutung des Yuan/Renmimbi zunehmen wird. Dieser ist im Moment zu Dollar und auch Euro im Vergleich zur Wirtschaftsleistung unterrepräsentiert. Die USA werden sich halt dran gewöhnen müssen, dass es eben in wenigen Jahrzehnten mehrere weltweite Formen von Währungssystemen geben wird und sie nicht mehr ausschließlich die erste Geige spielen. Was hindert es die BRICS untereinander eine Art "Verrechnungseinheit" wie damals in der alten EG der ECU einzuführen?

    Die abysmale Feindschaft zwischen Indien und China? Indien schickt sich an in 50 Jahren China abzulösen. Warum sollten die nun ihren Feind nähren?

    Die USA mögen sie alle nicht, aber so schlecht war es mit den Amerikanern nicht.

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    Antwort auf Re: Mit dem Aufstieg des britischen Empire von fuckup2.

    fuckup2 schrieb am 08.04.2023 18:46:

    Zumsteinspitze schrieb am 08.04.2023 16:58:

    war das britische Pfund sozusagen die Weltleitwährung. Mit dem Untergang des Empire verschwand dessen Bedeutung. Die USA traten unangefochten das Erbe an und damit der Dollar. Ein "Hoch" auf den Grafen Stephan Schlick, der weiland in St. Joachimsthal unweit von Karlsbad die ersten "Joachimstaler" münzen lies. Das weltweite BIP verschiebt sich im Moment zuungunsten der USA. Es ist daher ganz normal, dass die Bedeutung des Yuan/Renmimbi zunehmen wird. Dieser ist im Moment zu Dollar und auch Euro im Vergleich zur Wirtschaftsleistung unterrepräsentiert. Die USA werden sich halt dran gewöhnen müssen, dass es eben in wenigen Jahrzehnten mehrere weltweite Formen von Währungssystemen geben wird und sie nicht mehr ausschließlich die erste Geige spielen. Was hindert es die BRICS untereinander eine Art "Verrechnungseinheit" wie damals in der alten EG der ECU einzuführen?

    Die abysmale Feindschaft zwischen Indien und China? Indien schickt sich an in 50 Jahren China abzulösen. Warum sollten die nun ihren Feind nähren?

    Die USA mögen sie alle nicht, aber so schlecht war es mit den Amerikanern nicht.

    Wer hätte gedacht, dass sich die Saudis und der Iran wieder einmal nähern werden. Die Welt ändert sich fortwährend und in Stein gemeißelt bleiben nur Hieroglyphen. Wer kann schon sagen, wie die Welt und die menschliche Gesellschaft in 100 Jahren ausschauen werden. Derzeitiger Fakt ist, dass die USA mit China ökonomisch einen neuen ernsthaften Konkurrenten bekommen haben. In gewisser Weise sind sogar beide voneinander abhängig, auch wenn die Außenhandelsbilanz in sehr unnatürlicher Weise zugunsten Chinas ausschlägt.

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    Antwort auf Re: Mit dem Aufstieg des britischen Empire von Zumsteinspitze.

    Die große Welle der Probleme rollt auf China auch immer schneller zu. Da wäre die Immobilienblase, die platzenden Kredite aus der "Neuen Seidenstraße" (um die 60 Prozent sollen notleidend oder kurz davor sein) und die nun beginnende rapide Alterung und Schrumpfung der Bevölkerung. Da man schon jetzt zu viele leerstehende Wohnungen hat kommt das noch auf die überteuerten und vorfinanzierten hinzu.

    Da dürfte die KP in den nächsten Jahren genug Arbeit haben da den Deckel drauf zu behalten. Nicht ohne Grund baut man sich ausländische Feindbilder auf. In die gleiche Richtung geht es da mit Taiwan.

    Der US-Dollar wird aber schon alleine aufgrund der Abkehr von Öl und Gas an Bedeutung verlieren. Bei Wasserstoff und seinen nachgelagerten Aggregaten kann man halt nicht mehr nur 2 oder 3 Ländern drohen, wie damals Abdul Aziz und Mossadegh.

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    Antwort auf Re: Mit dem Aufstieg des britischen Empire von Michael Diekmann.

    Warum definiert man Wachstum und Wohlstand immer noch mit der Einwohnerzahl? Die Gesellschaft muss nur 1-2 Generationen die Versorgung der Senioren auf akzeptablen Niveau sicherstellen. Beim BIP/Kopf hat China immer noch Luft nach oben. Ebenso beim Binnenmarkt. Warum soll China nicht mit 900 mio Einwohnern funktionieren? Es sind halt Umstrukturierungen erforderlich, denen man sich stellen muß.

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    Antwort auf Re: Mit dem Aufstieg des britischen Empire von Zumsteinspitze.

    Zumsteinspitze schrieb am 09.04.2023 05:14:

    Warum definiert man Wachstum und Wohlstand immer noch mit der Einwohnerzahl? Die Gesellschaft muss nur 1-2 Generationen die Versorgung der Senioren auf akzeptablen Niveau sicherstellen. Beim BIP/Kopf hat China immer noch Luft nach oben. Ebenso beim Binnenmarkt. Warum soll China nicht mit 900 mio Einwohnern funktionieren? Es sind halt Umstrukturierungen erforderlich, denen man sich stellen muß.

    Damit das finanzielle Kartenhaus nicht sofort kollabiert muss Chinas Wirtschaft in der Wertschöpfungskette in der Geschwindigkeit aufsteigen, in der die Gesellschaft vergreist. D.h. ein Land das sich seit Mao ununterbrochen über den Gulag definiert hat, möchte in 25 Jahren grossflächig den Flair des Sillicon Valley versprühen.

    Davon mal abgesehen sind die Risiken die China trägt nicht zu unterschätzen:
    An anderen Fronten wird z.B. über eine Abwertung des US-Dollar sinniert. Kann man so machen, bedeutet dann halt, dass die durchschnittliche 50m2 Wohnung in Beijing nicht mehr mit umgerechnet 1 Mio. US-$ sondern z.B. mit 5 Millionen US-$ belastet ist. In der binnenwirtschaft mag das egal sein, im Aussenhandel wird das China mit seinen typischen Exporten nie und nimmer verdienen.

    Und wenn Väterchen Xi die Kriegskarte spielen sollte, wird es finster.

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    China wird alt bevor es reich wird und das wird zum großen Problem für das Land

    Antwort auf Re: Mit dem Aufstieg des britischen Empire von Zumsteinspitze.

    und China kann es sich schlicht nicht leisten 1-2 Generationen die Versorgung der Senioren zu "akzeptablen Niveau" zu sicher weil das Geld für den wachsenden Reichtum der anderen benötigt wird.

    Und natürlich kann China auch mit 900 Mio funktionieren aber der Weg dahin ist extrem schwer wie man an anderen Ländern gut beobachten kann.

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    Antwort auf Re: Mit dem Aufstieg des britischen Empire von fuckup2.

    fuckup2 schrieb am 09.04.2023 07:06:

    Zumsteinspitze schrieb am 09.04.2023 05:14:

    Warum definiert man Wachstum und Wohlstand immer noch mit der Einwohnerzahl? Die Gesellschaft muss nur 1-2 Generationen die Versorgung der Senioren auf akzeptablen Niveau sicherstellen. Beim BIP/Kopf hat China immer noch Luft nach oben. Ebenso beim Binnenmarkt. Warum soll China nicht mit 900 mio Einwohnern funktionieren? Es sind halt Umstrukturierungen erforderlich, denen man sich stellen muß.

    Damit das finanzielle Kartenhaus nicht sofort kollabiert muss Chinas Wirtschaft in der Wertschöpfungskette in der Geschwindigkeit aufsteigen, in der die Gesellschaft vergreist. D.h. ein Land das sich seit Mao ununterbrochen über den Gulag definiert hat, möchte in 25 Jahren grossflächig den Flair des Sillicon Valley versprühen.

    Davon mal abgesehen sind die Risiken die China trägt nicht zu unterschätzen:
    An anderen Fronten wird z.B. über eine Abwertung des US-Dollar sinniert. Kann man so machen, bedeutet dann halt, dass die durchschnittliche 50m2 Wohnung in Beijing nicht mehr mit umgerechnet 1 Mio. US-$ sondern z.B. mit 5 Millionen US-$ belastet ist. In der binnenwirtschaft mag das egal sein, im Aussenhandel wird das China mit seinen typischen Exporten nie und nimmer verdienen.

    Und wenn Väterchen Xi die Kriegskarte spielen sollte, wird es finster.

    Wen der Dollar noch mehr abwertet, wird das bei dem gigantischen Außenhandelsdefizit der USA zum Problem. Bis wohin soll das noch steigen, es liegt schon deutlich über 1 Billion Dollar? Die Inflation in den USA würde davongaloppieren.

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    Re: China wird alt bevor es reich wird und das wird zum großen Problem für das L

    Antwort auf China wird alt bevor es reich wird und das wird zum großen Problem für das Land von .

    HS1982 schrieb am 09.04.2023 10:08:

    und China kann es sich schlicht nicht leisten 1-2 Generationen die Versorgung der Senioren zu "akzeptablen Niveau" zu sicher weil das Geld für den wachsenden Reichtum der anderen benötigt wird.

    Und natürlich kann China auch mit 900 Mio funktionieren aber der Weg dahin ist extrem schwer wie man an anderen Ländern gut beobachten kann.

    Das Durchschnittsalter in China liegt bei 38,4 Jahren, das von Deutschland bei 45 Jahren.
    Aber gut, dass wir uns Sorgen um China machen, das eine deutlich niedrigere Lebenserwartung hat und eine höhere Geburtenrate.

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    • Michael Diekmann

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    Antwort auf Re: China wird alt bevor es reich wird und das wird zum großen Problem für das L von .

    Die Geburtenrate ist ein Witz. In einigen Regionen ist sie mittlerweile unter 1 gefallen. Die 900 Millionen werden wahrscheinlich schon in den nächsten 25 bis 35 Jahren erreicht. Wenn die Indikatoren so bleiben wie aktuell und die KP keine Trendwende hin bekommt, gehen einige Prognosen von nur noch 400 bis 500 Millionen Einwohnern gegen Ende des Jahrhunderts aus.

    Was macht man mit Infrastruktur die für 1,3 bis 1,4 Milliarden ausgelegt wurde? Vieles davon wurde auch erst in den letzten 10 Jahren aus dem Boden gestampft. Das ist Japan-Krise mit Dampfhammer auf Steroiden.

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