st.sch. schrieb am 14.12.2021 12:02:
Und da frage ich eben, wie man diese realen Kosten denn überhaupt ermittelt - ohne Geld dafür zu benutzen.
Und ich frage mich wiesio man diese Kosten überhaupt ohne Bezugnahme auf Geld ermittel wollen sollte, denn es erschwert nur die Rechnung.
Was drücken diese "Kosten" denn aus? Den Aufwand, den die Pflegekraft leistet, oder den Aufwand, den du in Geldeinheiten leistest?
Diese Kosten entsprechen dem Aufwand der durch die Beschäftigung der Pflegekraft insgesamt entsteht (das ist mehr als die Pflegekraft in persona 'leistet').
Wenn die VWL behauptet, dass sich im Geld etwas ausdrückt, dann sollte man das auch anders als in Geld ausdrücken können.
und genau das kann man, allein verkompliziert es das Rechnen
Behauptet ist ja nichts weniger, als dass die Kosten etwas ausdrücken, was aber getrennt vom Geldausdruck existiert, existieren muss, damit Geld dessen Ausdruck ist.
ja, stimmt.
Jeden vorgefundenen Marktpreis würdest du für die realen Kosten halten.
Nein, DEFINITIV nicht, denn es ist genau umgekehrt: ich weiß das kein einziger Marktpreis den realen Kosten entspricht, sondern stets nur eine Näherung der realen Kosten ist.
Es gibt nur ganz ausnahmsweise Fälle wo Marktpreis und reale Kosten identisch sind.
Die VWL besteht zwar darauf, dass die Geldrechnungen sich auf etwas beziehen, was außerhalb des Geldes liegt, bleibt aber jeden Beweis schuldig, dass die Geldrechnung auch dem entspricht. Welche Einheit haben die realen Kosten eigentlich?
Und am Ende bekommt man glatt heraus, dass die realen Kosten in etwa(!) dem entsprechen(!) sind, was man an Geld dafür bezahlt. Wow!
Wozu braucht es denn überhaupt diese "Wissenschaft"?