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  • OckhamOS

mehr als 1000 Beiträge seit 24.09.2015

Muss man im Geamtkonzept durchrechnen

Schnellladung von Akkus erfordert richtig dicke Stromleitungen zum Kraftwerk, benötigt wird extreme Lastspitzenfestigkeit. Also kompletter Elektroinfrastruktur-Umbau.
Wechselakkus können auch mal über 20 h geladen werden, was den Lastverlauf entschärft und glättet und außerdem am normalen 230V-Netz passieren kann.
An Tankstellen dürfte ein Akkuwechsel schneller passieren als eine Tankfüllung. Wenn Akku schon reduzierte Kapazität hat, natürlich mit Preisabschlag.

Was aber gesamtwirtschaftlich besonders gut zu Buche schlagen dürfte, ist der double use Faktor der Zweitakkus. Solange sie an der Ladestelle hängen (bei täglichem Wechsel also fast genau 24 h täglich) sorgt ein winziger Chip in der Steckdose dafür, daß sie gleichzeitig als Pufferbatterie für Lastspitzen im Stromnetz genutzt werden können. Riesige zentrale Pufferbatterien werden also wahrscheinlich nur noch in geringerem Ausmaß benötigt. Praktisch mieten die Elektroversorger Anteile an der Batteriekapazität beim Besitzer, der kann sich das vergüten lassen.
Aber wie gesagt, man muss das Gesamtpaket durchrechnen. Ich wundere mich schon seit langem, daß so etwas nicht angedacht wird. Vielleicht hab ich es aber bloß nicht mitbekommen, ist nicht meine Prioritätsbaustelle.

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